Zweilicht von Nina Blazon

Die Macht des Namen in einer träumenden Stadt
Jay lebt in Manhattan. Ein neues Leben beginnt für ihn, nachdem er von Deutschland hierher zog. Er verliebt sich in Madison, dass Mädchen mit den Indianeraugen, findet in seinem Cousin einen Vertrauten und lernt ein Mädchen kennen das ungewöhnlicher ist, als Schnee im Sommer.
Yvi nennt sie sich und verschwindet immer wieder, nicht ohne ihn immer verwirrter und mit kryptischen Botschaften alleine zu lassen. Bald muss Jay erfahren, dass es weit wichtigeres gibt als Madison ein oder zwei Küsse zu stehlen. Schon bald muss er feststellen, dass Manhattan schon lange nicht mehr das ist was es einmal war. Es wurde eine Stadt der Schläfer, doch was es damit und mit dem eiskalten Wendigo zu tun hat müsst ihr selbst herausfinden.
Kleiner Auszug:
Er duftete nicht nach Gewitter und sonnenwarmen Blättern, sondern nach etwas Frischem, nach Tau und Verheißung. Schatten der Träuume, die durch seinen Schlaf irrten, spiegelten sich hinter ihren geschlossenen Lidern. Es waren ruhelose, grele Erinnerungen an Tageslicht ud einen blauen Himmel, an Stahl und Glas und Mädchenlachen - S. 14


Meine Meinung
Was für ein NinaBlazon Fan wäre man, wenn man dieses Buch auf seiner Leseliste auslässt? Ein ganz Mieser, ist die prompte Antwort und obwohl ich mir etwas anderes erwartet hatte, überrascht  Frau Blazon mal wieder mit neuen Wesen und einer undurchsichtigen Geschichte.
Wer schon öfter etwas von der Autorin gelesen hat weiß, dass die Cover und Titel immer sehr gut und passend gewählt sind, wie auch bei Zweilicht. Der Titel ist ein Name für jemanden der zwei Welten sehen kann und auf dem Cover können wird die elfenhafte Yvi erkennen. Mit der goldenen und vor allem schön verschnörkelten Schrift, ist dieses Buch der totale Hingucker.   
Der Schreibstil ist wie immer recht leicht und oft blumig ausgeschmückt, wie alle ihre Romane es nun mal sind. Immer wieder schafft sie es, den Leser gefangen zu nehmen und in eine andere Welt zu entführen. Erstmals mischt die Autorin hier allseits beliebte Dystopiestränge mit ein, was ihr auch recht gut gelang.
Die Idee an sich wurde auch gut gewählt. Wer sich in der Mythologie recht gut zurechtfindet, kann hier schon zu Beginn, als das erste Mal von Wendigo gesprochen wird ein Bild vor Augen haben und damit meine ich nicht das pelzige Unwesen aus einer Folge von „Charmed“ ;) Um hier nicht zu viel zu verraten, muss ich mich also kurz fassen, Nina Blazon entführt in eine Welt voller Träume, Trug und einigen Wesen die sogar einen Koyoten als Mensch erscheinen lassen können. Magisch geht es hier auf jeden Fall zu.
Eines war aber in „Zweilicht“ für mich eine negative Premiere von der Autorin. Bis zur Hälfte des Buches lässt sie einen total im Dunkeln tappen. Ich hatte teilweise als alles umschwang und uns vieles offenbart wurde, das Gefühl irgendetwas sei mir entgangen. Denn es ändert sich alles so plötzlich, dass ich es als Leser beinahe nicht mitbekommen hätte und lauter Fragezeichen mein Gesicht geschmückt haben. Leider muss ich hier etwas an Wölkchen abziehen. Ich mag zwar undurchsichtige Geschichten, aber wenn wir als Leser rein gar keine Info kriegen und dann sozusagen mit unsren Gedanken alleine gelassen werden, ist mir das etwas zu viel.
Auch was den Tiefgang angeht hat sie in diesem Roman gespart, zwar sind einen die Charaktere teils recht sympathisch aber eine echte Beziehung, wie zum Beispiel zu Faun, Jade („Faunblut“), Jasna („Totenbraut“) oder Summer („Ascheherz“), konnte ich in diesem Roman nicht aufbauen.
Fazit
Eine gute Geschichte die vielleicht etwas entwirrt werden müsste und man etwas mehr über die Charaktere herausfinden müsste. Für Fans ein absolutes Muss, für Nina Blazon Erstlinge vielleicht nicht gerade der Hit, hier empfehle ich „Faunblut“. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen und ich hoffe mich begeistert das nächste Buch von ihr wieder mehr.





Mein Dank an den cbt Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.

Kommentare:

  1. Ui, die erste etwas schlechtere Rezension zu diesem Buch, die ich lese! Hast du aber gut und nachvollziehbar geschrieben - mal sehen, was ich davon halte ;) Lungert bei mir auch schon rum, ich muss nur sehen, wann ich es schaffe...

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  2. Schöne Rezension und danke für deinen Tipp -> da werd ich mir wohl vorher Faunblut zu Gemüte führen. :)

    LG Nati

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  3. Hm, iwie hab ich bisher mehr nicht so Dolles über das Buch gelesen und immer so mittelmäßige Rezensionen. Hach, und obwohl Du ja Nina Blazon magst ... hm, das Buch werde ich dann erst mal nicht lesen ;)

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  4. @moni: ist besser so XD glaub ich du würdst es wohl nicht sooooo toll finden ^^

    @nati: hammer das du wieder da bist XD jap mach die ersten blazon schritte am besten mit faunblut :D

    @sonne: uii bin gespannt was du dazu sagst!!

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  5. Eine schöne Rezension. Das Buch steht auf meiner Wunschliste, allerdings habe ich noch kein anderes Buch der Autorin gelesen. Dennoch werde ich es dabei belassen. Ich bin gespannt darauf (wenn ich endlich dazu komme es zu lesen).

    Liebe Grüße
    Sarah

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  6. Schade, dass es dir nicht so gut gefallen hat. Nach den ersten Ver-/Entwirrungen konnte mich das Buch unerwarteterweise richtig fesseln. Kann aber auch verstehen, dass einige sich daran stören (das Buch spaltet momentan echt die Gemüter). Mich hat ja eher der Wendigo enttäuscht ... aber sonst ein schönes Buch, das für mich jedoch auch nicht ganz an "Ascheherz" und "Faunblut" heranreicht. Deinen Tipp diesbezüglich finde ich klasse und passend.:)

    LG Reni

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  7. @buchverliebt: ich hoffe du bist dann icht enttäuscht!

    @reni: jaa war nicht so der bringer manches ...kann ja nicht immer das selbe sein und ja wendigo war etwas zu schnell erklärt aber hey ich hab genau gewusst wie er aussehen wird ..ist ja schon in der mythologie als eiswesen beschrieben...mit skelettartigem körperbau und wenn man sein herz erwärmt stirbt er ;D hab mal ne facharbeit über kanadische mythen geschrieben ;D

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