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Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir von Abigail Gibbs

Vom Schicksal bestimmt...

...oder nur ein schlechter Aprilscherz?

Als Violet einen Massenmord am Trafalgar Square in London beobachtet ändert sich ihr Leben vollkommen.
Warum? Es war kein üblicher Mord verübt durch einen Menschen, es war eine Abschlachtung durch spitzzahnige Wesen, besser bekannt unter dem Namen Vampiren. Als Augenzeugin wird Violet wider aller Erwartungen nicht getötet, sondern muss ab diesem Zeitpunkt bei den Bestien leben. Um genau zu sein im Königshaus Vale und zwar genau neben dem Zimmer des Thronerben Kaspar, der nicht nur ein widerlicher Lüstling ist, sondern auch ein blutrünstiger Vampir wie er im Buche steht. Violet bleibt keine Wahl, sie muss sich in der Welt der Vampire zurecht finden oder sie landet auf der Speisekarte der Blutsauger.



Meine Meinung
Alleine der Titel lädt doch wahrhaft zum Lesen ein, zumindest dachte ich mir das, als ich das Programm des ivi Verlages durchforstete. Tja ich hatte recht, denn dieses Buch stellte sich als 1A Pageturner heraus, aber dazu im folgenden mehr.


Schon das recht düstere Cover, dass zwar nicht aufwendig gestaltet ist, dafür aber sehr passend, macht einen auf das Buch neugierig. Der Grund? Viele Vampirbücher schmücken sich mit halbnackten Damen oder Herren bzw beidem und "Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir" (eng. "Dark Heroine: Dinner with a vampire") fällt endlich aus diesem Schema heraus. Auch der Titel ist mystisch und verbirgt sehr lange was er eigentlich bedeutet. Großer Pluspunkt bei diesem Buch: Der ivi Verlag hat das Cover und den Namen des Buches so gut wie vollständig aus dem englischen Original übernommen und das war auch gut so, denn es passt einfach :)


Ideentechnisch hat die Autorin zwar das allbekannte Schema der Vampire so gut wie vollständig in ihr Buch übernommen, aber dennoch einige neue Aspekte hinzugefügt. Welche genau möchte ich nicht verraten um potentiellen Lesern nicht die Spannung zu nehmen. Auf jeden Fall wird es nicht langweilig, ob es nun um Violet geht, die Dark Heroine oder aber auch um Kaspar. Leider wird aber in diesem ersten Teil eher wenig über die "Welt der Vampire" aus Abigail Gibbs Augen erzählt, hoffentlich werden wir in "Autumn Rose" OKT2014 (eng."Autumn Rose") etwas schlauer.

Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht. Sie verleiht unseren beiden Protas eine innere Stimme, die sie das ganze Buch durch begleitet und recht oft wiederspricht und rügt. Auch die Spaltung in zwei Protas bzw zwei Sichtweisen ist gut gemacht und gibt uns glücklicherweise auch mal einen Eindruck über das Leben von Kasper und nicht nur Violet alleine. Teilweise war mir der Schreibstil aber fast etwas zu hurtig, sodass ich einige Abläufe (eigentlich nur jene die ganz schön blutrünstig waren) nicht richtig verfolgen konnte, weil es einfach so schnell ging und das warum und wieso nicht erklärt wurde. Alles in allem lässt sich der Roman aber flott lesen und wird nach einigen Seiten zum wahren Pageturner.

Auch die Charaktere können sich sehen lassen. Wir haben auf einer Seite die taffe, teilweise echt großmäulige, aber dann doch wieder verängstigte Vi und auf der anderen Seite den großkotzigen, aber doch zutiefst verletzten Kaspar und einige andere Psychos, nette Vamps und wahnwitzige Zicken. Hier bekommt man auf jeden Fall nicht immer das erwartete und lernt schnell, dass man dem ersten Eindruck nicht ganz trauen kann.


Fazit
Toller Vampirroman der anderen Art. Hier hat man es nicht nur mit schmachtenden Frauen und nackten Männern zu tun. Abigail Gibbs Welt zeigt auch die düsteren Seiten die der Vampirismus so mit sich bringt und trieft nicht nur so vor Leidenschaft und Romantik, hier kann es teilweise ganz schön düster werden. Von mir gibt es für das Debüt 5 von 5 Wölkchen und meine Leseempfehlung für Vampirfans.





Reihe "The Dark Heroine"
  1. "Dinner mit einem Vampir" (eng. "Dinner with a Vampire")
  2. "Autumn Rose" OKT2014 (eng."Autumn Rose")


Mein herzlicher Dank an den ivi Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.


Sternensturm [Teil02] von Kim Winter

Das außerirdische Abenteuer geht weiter...

Kaum ist der Kampf mit einem der SAH geschlagen, wartet schon wieder das nächste Abenteuer auf den Loduuner Iason und das Erdenmädchen Mia. Denn auf der Erde verschwinden Menschen spurlos und eine leise Stimme schleicht sich in Mias Kopf, die ihr immer wieder zuflüstert und sie magisch anzieht. Ist es wahr und sind die Verfolger hinter ihr her? Das behaupten zumindest die Wächter Loduuns und sie hat fortan keine ruhige Minute mehr für sich.
Doch was ist, wenn sie sich irren und Mias Sinn nicht darin besteht Lodunn zu retten, sondern es zu zerstören? Ein düsterer Schatten legt sich über die Beziehung des jungen Paares und schon bald gibt es keine Ausflucht mehr aus dem Netz der Intrigen, dass um sie herum gesponnen wird. Mia muss auf die harte Tour lernen, dass sie keinem Vertrauen kann - vielleicht nicht einmal sich selbst.



Meine Meinung
Schon in "Sternenschimmer" hat uns Kim Winter in eine Zukunft geführt, die so anders und erfrischend ist und schon hier hat sie uns eine ungewöhnliche Liebe gezeigt, da kann sie mit einem Teil 2 doch nichts falsch machen oder? Genau das hatte ich im Hinterkopf als ich endlich "Sternensturm" in den Händen hielt und ich habe das Buch, trotz kleiner Schwächen, wieder in mein Herz geschlossen.

Das Cover ist, wie schon bei Band eins, wunderschön, blumig und passt hervorragend zum Vorgänger. Es ist zwar nicht besonders aussagekräftig, aber das stört nun wirklich nicht ;) Auch der Titel passt gut, da in "Sternensturm" wohl wirklich eine Art Sturm ausbricht, nur das dieser anders ist als man vielleicht annimmt.

Auch in diesem Band punktet die Autorin mit ihrem Schreibstil. Sie macht es einem nicht schwer im Buch zu versinken, auch wenn es hier einige inhaltliche Stolpersteine gab. Die sehr kurzen und seltenen Sichtwechsel erlauben dem Leser auch noch die Sicht anderer Figuren zu erleben und nicht nur die von Mia, auch wenn ich selbst erst spät bemerkt habe, dass sich hier die Person geändert hat ;) Das Ganze ist nicht gleich ersichtlich, mindert das Lesevergnügen aber nicht.

Was mich allerdings gestört hat war, dass sich die Charakter doch so verändert haben. Nicht viel oder so, dass man es nicht aushält, doch Mia ist kommt mir in Band 2 wesentlich unklüger und kindischer vor, ständig ist sie eingeschnappt und Iason muss es immer ausbaden. Aber auch der schöne Außerirdische fällt negativ auf und man vermisst die romantische Stimmung zwischen den Protas auf vielen Seiten des Buches.

Die Geschichte über diese Zukunft, die teilweise ganz schön erschreckend ist, verliert aber in "Sternensturm" nicht an frischem Wind. Immer mehr Details von Kim Winters eigener Zukunft wird uns anvertraut und diesmal können wir sogar etwas mehr über die Loduuner erfahren und ihre Handlungsweisen. Da kann man nur gespannt sein, was uns in Teil 3 erwartet und ob wir dann endlich einige Antworten auf unsere Fragen bekommen, die sich immer höher stapeln.

Fazit
Eine gute, aber nicht perfekte Fortsetzung. Für Fans von Teil 2 und Menschen die gerne in eine andere Welt, ja sogar an einen anderen Planeten fliehen, genau das Richtige. Von mir gibt es für dieses Sci-Fi Vergnügen 4 von 5 Wölkchen.




Ich bedanke mich recht herzlich beim Planet Girl Verlag und Blogg dein Buch für diese tolle Lektüre.


Und habt ihr Lust bekommen es auch zu lesen? Na dann ganz einfach *hier* bestellen!

Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels von Rainer Wekwerth

Die Schlacht um die Herrschaft geht weiter..

Achtung Spoilergefahr! Dies ist der zweite und letzte Teil über Damian - den gefallenen Engel!

Damian kehrt zurück, diesmal aber nicht als Gefallener sondern als Engel, da ihm seine Sünden vergeben wurden. Doch er kann nicht im Himmel bleiben solange Lara nicht in Sicherheit ist und der 6.666 Tag ihres Lebens ohne Schlimmes an ihr vorbeigezogen ist und sie ihre Bestimmung erfährt. So begibt er sich auf eine Reise die für ihn nichts Gutes verheißt, denn ein Engel der zu lange auf der Erde weilt geht zu Grunde, doch Damians Furcht vor dem vergessen werden ist nicht einmal halb so schlimm wie seine Sehnsucht nach Lara und seine Liebe.
Da gibt es aber ein Problem, Lara erinnert sich nicht mehr an ihre Zeit mit Damian und es scheint als wandere sie dem Feind direkt in die Arme.


Kleiner Auszug aus dem Klappentext:
Ich liebe dich, dachte er sehnsüchtig. Damian sah auf seine Hand hinab. Kurz hate er Laras Hand zur Begrüßung gehalten, es war ein atemberaubendes Gefühl gewesen, aber nun zitterte diese Hand. Er bewegte vorsichtig seine Finger, die sich krampfhaft öffneten und schlossen. Der Verfall hatte begonnen.


Meine Meinung
Schon vor sehr langer Zeit habe ich "Damian - Die Stadt der gefallenen Engel" gelesen und ich von der Geschichte so hin und weg, dass ich es kaum glauben konnte, als Damians und Laras Geschichte weiterging. Ich habe das warten nicht ein bischen bereut und hoffe das viele andere Damian Fan genauso denken!

Das Cover mag zwar nicht unbedingt das aussagekräftigste sein, aber ich finde es passt sehr gut zu der Geschichte. Es ist einfach und verrät durch die Flügel um Damians Namen schon mehr über den Inhalt und natürlich ist es auch mal schön einen Zweiteiler zu sehen der covermäßig so gut zueinander passt.

Wie schon im Vorgänger war ich vom Schreibstil wirklich angetan. Der Autor bietet einen guten Einblick in die Sicht verschiedener Charaktere und bewegt sich nicht nur im Bereich der Protas, sondern schenkt einem auch einen Blick in Welt von Satan oder Ben, Laras Freund. Was mir aber fast noch mehr gefällt ist, dass der Autor berührend schreibt. Bisher haben es nur sehr wenige männliche Schriftsteller geschafft mich dermaßen in ihren Bann zu ziehen und am Ende sogar glatt eine Träne aus meinen Augen hervorzuzaubern.

Die Geschichte an sich ist auch in Teil 2 spannend und fesselnd. Es geht wieder um Lara, die Tochter von Satan und ihr Schicksal. Aber allem voran geht es wieder um den Kampf von Himmel und Hölle, einem Kampf der wohl nie ein Ende hat, aber auch um die Liebe von Damian und Lara, die durch Gabriel aus Laras Gehirn getilgt wurde und einem als Leser teilweise total fertig macht.

Nun zu guter Letzt noch das Wichtigste: die Charakterentwicklung und der Tiefgang. Auch hier beweist der Autor durchaus Talent. Damian lernen wir teilweise aus einer ganz neuen Perspektive kennen - zurückhaltend und sehr darauf gedacht was er sagt und Lara, sie hat keine Erinnerung mehr, aber entwickelt sich im Laufe des Buches zu jemandem dem man echten Respekt zollen kann.
Was mir besonders im Verlauf der Geschichte war, dass die beiden es keinesfalls leicht haben und genau das gefällt mir, denn was ist schon einfach im Leben? Damians unerwiderte Liebe und Laras Gabe mehr von der Welt wahrzunehmen als vor ihrem Aufenthalt in Berlin.

Fazit
Eine Entführung in die Welt der Engel und Dämonen, Gefallener und anderer Wesen. Rainer Wekweth schafft es mit seinem Abschluss der Damian Duologie zu fasseln und nicht nur einmal zu bangen wie es mit Laras und Damians Liebe wohl ausgeht. Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen!


Reihe
  1.  "Damian - Die Stadt der gefallenen Engel"
  2.  "Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels"

Mein herzlicher Dank an den Arena Verlag für die großzügige Unterstützung mit diesem Buch.

Ich schreib dir morgen wieder von Cecilia Ahern

Von Vergangenheit und Zukunft
Tamara hatte alles, zumindest glaubte sie das, bis sich ihr Vater das Leben nahm und sie und ihre Mutter mit nichts zurückließ. Völlig pleite und mit einer vor Trauer erstarrten Mutter müssen sie umziehen und zwar zu Tamaras Onkel Arthur und seiner Frau, die in der Einöde im Torhaus eines ausgebrannten Schlosses wohnen. Es könnte Tamara kaum schlimmer erwischen, abgeschottet vom Leben in Dublin, abgeschottet von ihrem früheren Leben, doch irgendwie findet sie doch Anschluss, beispielsweise bei Markus, der eine fahrende Bibliothek fährt und ihr ein Buch schenkt das ihr Leben verändert. Den in diesem Buch stehen Dinge die noch gar nicht passiert sind, Dinge die alles verändern und ein Geheimnis enthüllen das schon über siebzehn Jahre standhält. Das nicht immer ist alles ist wie es scheint muss unsrer Heldin erst lernen, aber auf die harte Tour.

Meine Meinung
Bisher habe ich es vermieden einen weiteren Ahern zu lesen, einfach weil ich diese fantastischen Elemente die sie nun in ihre Geschichten einbaut absolut nicht passen. Von „Für immer vielleicht“ (eng. „Where Rainbows End“) und „P.S. Ich liebe dich“ (eng. „PS, I love you“) war ich noch hin und weg, doch ihre weiteren Romane konnten damit nicht mithalten, auch „Ich schreib dir morgen wieder nicht“ (eng. „The Book of Tomorrow“), das Warum erfährt ihr gleich.
Wie bisher jedes Buch der Autorin ist auch dieses sehr schön gemacht und fällt jedem auf der gerne Liebesgeschichten liest, einfach weil es so fröhlich aussieht und einen dementsprechenden Titel hat. Der Titel macht einem besonders stutzig, wenn man wie ich :) Klappentexte entweder gar nicht liest oder nur die ersten zwei Zeilen. Er passt aber dennoch wie die Faust aufs Auge, weil dieser Satz auch im Buch oft fällt.
Bisher gefiel mir Aherns Schreibstil (nachdem ich schon 3 Bücher von ihr gelesen habe) sehr gut. Ich hatte immer ein besonderes Gefühl wenn sie uns in die Welt Irlands entführte, aber das blieb in diesem Buch irgendwie aus. Wir werden kaum in die Welt dieses wundervollen Landes entführt, mir fehlten Pubs oder einfach typische Veranstaltungen. Auch wenn sich unsere Geschichte teilweise bei dem abgebrannten Schloss abspielt war es mir diesmal nicht möglich mir wirklich etwas vorzustellen, es wurde einfach nicht so gut beschrieben wie sonst.

Außerdem hat mich dieses Buch erst im letzten Drittel in seinen Bann gezogen, davor dümpelt die Geschichte vor sich hin und bleibt sehr unspektakulär und dann geht es schlimmer rund als man es überhaupt noch erwartet hätte. Ich persönlich finde hier wären einige weitere spannungsgeladene Stellen vor dem Ende notwendig gewesen um es zu einem 4 Wölkchen Buch zu machen.
Der Inhalt erschien mir diesmal vollkommen suspekt. Ich mag diese fantastischen Elemente einfach nicht und dürfte eigentlich nichts Negatives sagen, weil nun mal jeder seinen Geschmack hat, aber ich war enttäuscht. Die Idee mit einem Buch das über die Zukunft berichtet kam mir irgendwie etwas hirnrissig vor, auch wenn mir alles, was nach den ersten 200 Seiten kam, wirklich gut gefallen hat (das letzte Drittel), nur nicht die Idee so aufgebaut. Auch einige Dinge danach waren mir einfach zu viel, aber wenn ich das hier verraten würde, bräuchtet ihr das Buch gar nicht mehr zu lesen. Hinter dem großen Geheimnis steckte nämlich ganz schön viel zusammengereimtes Zeug. Dinge die wohl niemand machen würde, aber trotzdem einen „Oh“-Effekt beim Leser auslösen.
 Zu guter letzte die Charaktere, die mich mehr als einmal total stutzig gemacht haben. Keiner davon ist wirklich so, dass er einem tatsächlich sympathisch ist. Alle haben Eigenarten, die ich sehr unschön fand, wie Tamaras ewiges Selbstmitleid und ihre Rebelleneinstellung, Arthurs ständiges Schweigen, Tamaras oberflächliche „Freundinnen“, der Kontrollfreak von Arthurs Frau oder diese eigenartige Nonne. Mir standen fast ständig Fragezeichen in den Augen, wenn mal wieder jemand etwas gemacht hat, das kein normaler Mensch tut oder zumindest ich nicht und man merkt leider erst fast vollkommen am Ende das einige Charaktere sich nur wegen dem großen Geheimnis so verhalten, wie sie sich nun mal verhalten.

Fazit
Okay aber auf keinen Fall ein Muss. Mir kam die Geschichte doch sehr lieblos vor und schnell dahin geschrieben ohne sich viele Gedanken gemacht zu haben. Für mich ist das wieder ein Zeichen auf keinen Fall einen fantastischen Ahern zu lesen und den selben Tipp gebe ich euch. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.




Tipp vom dreamerLand:
Wenn ihr etwas Gutes lesen wollt, versucht es mit „Für immer vielleicht“ (eng. „Where Rainbows End“). Bei diesem Buch habe ich bisher jedes Mal weinen müssen und immerhin habe ich es schon 5 mal gelesen ;D