Das unendliche Meer [Die 5. Welle] von Rick Yancey


Die Jagd geht weiter...

Achtung Spoileralarm! Dies ist bereits der zweite Teil der Reihe!

Cassies Reise durch eine Welt in der man niemanden vertrauen kann geht weiter.
Sie, ihr Bruder und ihre Freunde kämpfen sich ihren Weg durch die Welt auf der die 5. Welle wütet und es wird immer schlimmer. Die Anderen lassen nichts mehr unversucht um diejenigen zu liquidieren die sich wiedersetzen und Cassie?
Diese hofft Evan wieder zu finden und als sich die Lage zuspitzt wächst die Hoffnung, aber auch die Angst alles zu verlieren - vor allem ihr Leben.



Meine Meinung
Nachdem Teil eins bei mir einschlug wie eine literarische Bomb,e konnte ich es nicht erwarten den zweiten Teil von Rick Yancey Horrorvorstellung zu lesen, leider konnte "Das unendliche Meer" mich weniger überzeugen als gehofft.

Die Geschichte schließt beinahe nahtlos an die Geschehnisse von Teil 1 an. Wir erleben die Flucht von Cassie und Co mit. Immer wieder aus einer anderen Perspektive lernen wir die Welt besser kennen, die beinah völlig zerstört wurde von einer Macht, größer als man sie sich vorstellen kann.
Leider ist diese Flucht oftmals eher langatmig und durch die langfristigen und auch häufigen Sichtwechsel gerät die Leselust deutlich in Mitleidenschaft. Was bei Teil 1 noch toll erscheint wird in "Das unendliche Meer" eher lästig.

Die Hintergrundinformationen über die verschiedenen Mitstreiter sind jedoch wieder sehr interessant, dennoch gerät das Ganze nicht so in Schwung wie in Teil 1. Es fehlt einfach die Spannung bzw ein roter Faden der sich durch  die Geschichte zieht - so wie es bei dem Camp in Teil 1 der Fall war.

Trotz diverser Kritikpunkte kommen wir aber auf gewisse Weise auf unsere Kosten, denn diesmal eröffnet uns der Autor einige unglauliche Geheimnisse, die dennoch einen spannenden dritten Teil versprechen.


Fazit
Nicht schlecht, aber auch weit nicht so gut wie Teil 1, der Geschichte über eine außerirdische Invasion. Sollte jemand nicht vollständig von "Die 5. Welle" überzeugt gewesen sein rate ich vom Lesen eher ab, wer jedoch die Reise von Cassie und Co nicht missen möchte sollte es dennoch versuchen. Von mir gibt es schwache 3 von 5 Wölkchen für die Fortsetzung des nichts so "all"täglichen Alienabenteuers.





Reihe
  1. "Die 5. Welle" (eng. "The Fifth Wave")
  2. "Das unendliche Meer" (eng. "The Infinite Sea")

Mein herzlicher Dank an den Goldmann Verlag für die tatkräftige Unterstützung.

Frohe Ostern wünscht dreamer :)



Liebe Leute groß und klein!

Ich wünsche euch ein frohes Osterfest ;)


Leider kann ich die Zeit nicht wirklich viel Lesen nutzen - Familienangelegenheiten ;) - aber ich hoffe ihr habt noch viel Lesezeit und es fand sich das eine oder andere Buch im Osternest :)
♥lich eure July


Der erste letzte Kuss von Ali Harris



Ein Kuss, der ewig währt...

Molly und Ryan sind wie Tag und Nacht.
Molly ist fasziniert von der Fremde, ein Ordnungsfreak und nicht gerade das, was man beständig nennt. Ryan dagegen liebt es wenn Dinge so bleiben wie sie sind, möchte am liebsten in seinem kleinen Heimatnest leben und wirft seine Schmutzwäsche gerne auf den Boden.
Dennoch sind die beiden schon als Teenager voneinander fasziniert und es kommt wie es kommen muss - es funkt, wenn auch etwas spät, gewaltig. Von diesem Tag an gibt es viele Hochs und Tiefs bei den Beiden. Küsse aus Liebe, Küsse der Vergebung und jeder einzelne dieser Küsse scheint an den Lippen des jeweils anderen haften zu bleiben, bis der Alltag einkehrt und sie bloß noch eine Erinnerung zu sein scheinen - oder etwas doch nicht?

Meine Meinung
Locker flockige Liebesgeschichte für Zwischendurch? Tja das dachte ich mir zumindest als ich von diesem Buch gehört hatte, aber ich sollte mich täuschen. Hinter den Erinnerungen durch die uns Molly führt steckt auf jeden Fall mehr.

Das Cover ist so wie es sein sollte für einen romantischen Roman - hübsch, ansprechend und vor allem verrät es nicht viel über das, was im Inneren auf den Leser wartet ;)

Ali Harris macht das Buch alleine schon mit ihrem etwas unkonventionellen Aufbau interessant. Wir springen hier zwischen dem Hier und Jetzt bzw. der Vergangenheit zu jeder erdenklichen Zeit. Auf diese Weise erfahren wir sehr viel über unsere beiden Hauptakteure und kommen dem Kern der Geschichte immer näher. Dieser Kern erweist sich für den Leser als schwer zu erraten, da wir hierfür Mollys und Ryans komplettes Zusammenleben erst einmal selbst miterleben müssen. Hier werden auf jeden Fall alle Klarheiten beseitigt und wenn man soweit ist, kann es sein, dass man nicht nur ein Taschentuch braucht.
Nur die Reise dahin erweist sich zeitweise als etwas langwierig, nicht nur durch die vielen Zeitwechsel. Aus diesem Grund gibt es auch das Wölkchen Abzug, da der Pepp manchmal fehlt.

Die Charaktere mit denen wir es zu tun bekommen, sind auf jeden Fall sehr menschlich, machen Fehler und sorgen dafür, dass man sich als Leser in bester Gesellschaft weiß. Molly ist dafür ein Paradebeispiel, mit ihrer Unsicherheit und der unterdrückten Abenteuerlust die wohl in vielen von uns schlummert. Teilweise macht sie es uns aber mit genau diesen Zügen sehr schwer sie in gewissen Situationen zu verstehen ;) Es ist ein ewiges hin und her, bei dem jeder Leser selbst entdecken muss ob es etwas für einen ist.


Fazit
Ein Buch mit mehr Tiefgang als erwartet, welches, wenn man an der richtigen Stelle ankommt, zu Tränen rührt und einen nicht nur einmal zur Taschentücherbox greifen lässt. Erlebt die Geschichte von Mollys und Ryans Liebe und ihren unendlich vielen Küssen. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen und meine Leseempfehlung für Jojo Moyes Fans.





Mein herzlicher Dank an den Weltbild Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.


Winterkind: Die magische Suche von Sarah Prineas

 
Die Suche nach dem Frühling...


Jennifer, besser bekannt als Fer, ist anders. Sie ist nicht so wie viele andere Kinder und verbringt ihre Zeit am liebsten im Wald, der ihr hin und wieder beinah etwas zuflüstert. Leider möchte ihre Großmutter sie nicht im Wald wissen und so kommt es das Fer immer wieder ausbückst um sich in die wilde Natur zu flüchten. Eines Tages entdeckt sie einen Jungen der von Wölfen angegriffen wird, rettet ihn und besiegelt damit ihr Schicksal.
Fer soll auserwählt sein den Schleier zu überwinden und das andere Land vom ewigen Winter zu befreien, doch warum?


Meine Meinung

Was bei diesem Buch auffallend stimmig ist? Der Erscheinungstermin. Denn Fer (hinter dem Schleier Gwynnefar genannt) soll den Frühling bringen, der bei uns schon seit einiger Zeit schleichend einkehrt.

Bisher faszinierten viele magische Portale mit dem was hinter Ihnen steckt: ein unscheinbarer Bahnsteig, ein vollgestopfter Wandschrank oder ein Spiegel der mehr zeigt als man denkt.
In Sarah Prineas Geschichte finden wir jedoch durch den Mond und dessen Spiegelung im Wasser in eine Welt jenseits des Schleiers. Wir begleiten die junge Jennifer auf ihre Reise bei der sie einen ungewöhnlichen Jungen rettet und in einem Land mit einer wunderschönen, aber kühlen, Herrscherin den Frühling bringen soll. Was unsere Heldin jedoch nicht weiß - Rook ist ein Puck und nicht nur er hat so seine Geheimnisse im Bezug auf Fer, nein auch die Herrscherin spielt ein doppeltes Spiel und sie hat vor allem nicht nur eine schreckliche Tat zu verbergen.


An Ideen mangelt es der Autorin hier auf jeden Fall nicht und bezaubert mit Pferden, die eigentlich keine sind und dem Blick durch die Maske des Scheins in dieser verzauberten Welt. Man kann beinahe sehen was unsere Protagonistin sehen kann, wenn sie nicht gerade zu verzaubert ist.

Schwach sind aber teilweise die Charaktere und einige Wendungen. Briefe der Großmutter in eine andere Welt scheinen eher unrealistisch und ein gewisser Puck hat kaum eine Sprechrolle, trifft unsere Prota aber dennoch mitten ins Herz. Hier hätte sich die Autorin ruhig etwas mehr Zeit nehmen können um auf die Helden der Geschichte einzugehen. Unterhaltsam ist unsere kurze Reise nach Mòr aber trotzdem.


Fazit
Nettes Buch für das einleuten des Frühlings. Die Autorin überrascht mit einigen guten Ideen, bleibt aber leider oft etwas oberflächlich. Als Lektüre für Zwischendurch ist das knapp 250-Seiten Werk dennoch empfehlenswert und bekommt von mir 3,5 von 5 Wölkchen.





Mein herzlicher Dank an den cbj Verlag für die nette Frühlingslektüre.