BLACKOUT- Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg

Düstere Zukunftsaussichten

An einem kalten Wintertag brechen auf einen Schlag die Stromnetze Europas zusammen. Ein totaler Blackout und ein nicht unerhebliches Problem für die einzelnen Länder. Nachdem jeder Neustart im System fehlschlägt sind die Beteiligten ratlos und das "Volk" wird ungeduldig, da Sanitäranlagen und auch Tankstellen ihren Dienst versagen. Der Italiener Manzano jedoch vermutet hinter diesen ganzen Ausfällen einen Hackerangriff und versucht die Behörden zu informieren - erfolglos wie es anfangs scheint und es müssen erst massive  Probleme in der Bevölkerung und bei Atomkraftwerken entstehen bis sich Europol seiner Ideen annimmt.
Doch damit ist es nicht getan, der skrupellose Drahtzieher und seine Kumpanen starten einen erneuten Angriff.
Allmählich wird die Zeit knapp und die Bevölkerung kämpft ums blanke Überleben...


Meine Meinung
Nachdem ich schon viele Bücher gelesen habe, die uns düstere Zukunftsvisionen vorzeigen, war ich von diesem Buch, nach anfänglichen Schwierigkeiten, fasziniert. Das wie und warum möchte ich euch nun näher bringen.

Vom ersten Blick an gefiel mir die einfache, aber doch passende Aufmachung von "BLACKOUT-Morgen ist es zu spät", ebenso wie der Titel. Für eine Geschichte in der Haker eine große Rolle spielen ist der Einschaltknopf eines Computers einfach das Tüpfelchen auf dem i.

Zu Beginn hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Autors, das muss ich, trotz guter Handlung, schon gestehen. Der häufige Wechsel der Städte und Personen, aber auch die Ortswechsel der jeweiligen Personen, machten es mir zuerst schwer mehrere Kapitel hintereinander zu lesen. Auch der Stoff ist, obwohl hervorragend recherchiert, zu Beginn nicht gerade das, was man spannend nennt. Die Spannung in dieser Geschichte baut sich nämlich nach und nach auf - bis man nicht mehr aufhören kann zu lesen.

Was die Charaktere betrifft war ich oft wirklich überrascht was hinter ihnen steckt, vor allem bei Manzano, der mir selbst anfangs nur wie ein alter, etwas langsamerer Herr vorkam, aber schon bald zeigte was er kann und wie viel er eigentlich einstecken kann. Das Gleiche gilt für einige andere Charaktere, aber bei ihm, als Hauptperson, stach es am ehesten hervor. "Die Einsatzzentrale"  ist ebenfalls ein Strang der Geschichte, der uns dem "Bösen" in diesem Buch näherbringt. Diese Szenen sind vor allem interessant um bei der Gegenseite auf dem Laufenden zu bleiben und um die Hintergründe etwas zu verstehen.

Wie ich bereits erwähnt habe, hat mich vor allem die Nähe zur Realität bei diesem Buch sehr fasziniert. Recherche ist auf jeden Fall etwas, mit dem sich der Autor intensiv beschäftigt hat und genau durch diese Umstände wird dieses Buch zu einem wahren Erlebnis. "Warum?", fragt ihr euch? Weil man Schritt für Schritt in eine Welt entführt wird, in der es weder Strom oder funktionierende Sanitärgeräte, noch genug Lebensmittel oder Treibstoff für das "gemeine Volk" gibt.

Fazit
Erschreckende Zukunftsaussichten in einer Welt in Dunkelheit. Marc Elsberg entführt in eine gut recherchierte Schreckensaussicht die einen bahnt und nicht mehr loslässt. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.





Mein Dank an den blanvalet Verlag für die Unterstützung.

Kommentare:

  1. Klingt ja gar nicht mal soo schlecht :) das Buch hab ich nämlich auch noch auf meinem SuB ;)

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    1. ich hoff du lässt dich vom etwas trägen start nicht abhalten ;D

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  2. Das Buch möchte ich unbedingt lesen!! Mag Thriller und Dystopie und dies scheint beides zu vereinen! Außerdem habe ich bis jetzt nur super rezis dazu gelesen! Habe gestern schon in der Bücherei danach gefragt, aber die wollen es nicht bestellen...:( Dabei ist es doch auch noch ein österreichischer Autor...!
    Lg
    Martina

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    1. oje hmm kurios das sie das buch nicht bestellen -.- ich hab erst beim rezischreiben erfahren das er ein österreicher ist und find das ganz toll :D er zeigt auf jeden fall sein talent als journalist :D
      sonst wartest du einfach noch ein wenig ab ;D immerhin ist das buch ja noch fast brandneu :DD

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  3. Das hört sich gut an, werde ich mir mal näher ansehen.
    Liebe Grüße
    MacBaylie

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  4. Ich bin schon oft in unserer Buchhandlung daran vorbeigegangen hab ihm aber keinerlei Beachtung geschenkt .. vielleicht sollte ich das aber doch mal tun ;)

    Liebe Grüße
    Claudia ♥

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    1. wär sicher nicht übel :D auch wenn es teils etwas langatmig ist zu beginn ;))

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  5. das lesen momentan echt viele und fast alle finden es gut ^^
    dennoch spricht es mich irgendwie nicht an, aber schöne rezension!

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