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Winterkind: Die magische Suche von Sarah Prineas

 
Die Suche nach dem Frühling...


Jennifer, besser bekannt als Fer, ist anders. Sie ist nicht so wie viele andere Kinder und verbringt ihre Zeit am liebsten im Wald, der ihr hin und wieder beinah etwas zuflüstert. Leider möchte ihre Großmutter sie nicht im Wald wissen und so kommt es das Fer immer wieder ausbückst um sich in die wilde Natur zu flüchten. Eines Tages entdeckt sie einen Jungen der von Wölfen angegriffen wird, rettet ihn und besiegelt damit ihr Schicksal.
Fer soll auserwählt sein den Schleier zu überwinden und das andere Land vom ewigen Winter zu befreien, doch warum?


Meine Meinung

Was bei diesem Buch auffallend stimmig ist? Der Erscheinungstermin. Denn Fer (hinter dem Schleier Gwynnefar genannt) soll den Frühling bringen, der bei uns schon seit einiger Zeit schleichend einkehrt.

Bisher faszinierten viele magische Portale mit dem was hinter Ihnen steckt: ein unscheinbarer Bahnsteig, ein vollgestopfter Wandschrank oder ein Spiegel der mehr zeigt als man denkt.
In Sarah Prineas Geschichte finden wir jedoch durch den Mond und dessen Spiegelung im Wasser in eine Welt jenseits des Schleiers. Wir begleiten die junge Jennifer auf ihre Reise bei der sie einen ungewöhnlichen Jungen rettet und in einem Land mit einer wunderschönen, aber kühlen, Herrscherin den Frühling bringen soll. Was unsere Heldin jedoch nicht weiß - Rook ist ein Puck und nicht nur er hat so seine Geheimnisse im Bezug auf Fer, nein auch die Herrscherin spielt ein doppeltes Spiel und sie hat vor allem nicht nur eine schreckliche Tat zu verbergen.


An Ideen mangelt es der Autorin hier auf jeden Fall nicht und bezaubert mit Pferden, die eigentlich keine sind und dem Blick durch die Maske des Scheins in dieser verzauberten Welt. Man kann beinahe sehen was unsere Protagonistin sehen kann, wenn sie nicht gerade zu verzaubert ist.

Schwach sind aber teilweise die Charaktere und einige Wendungen. Briefe der Großmutter in eine andere Welt scheinen eher unrealistisch und ein gewisser Puck hat kaum eine Sprechrolle, trifft unsere Prota aber dennoch mitten ins Herz. Hier hätte sich die Autorin ruhig etwas mehr Zeit nehmen können um auf die Helden der Geschichte einzugehen. Unterhaltsam ist unsere kurze Reise nach Mòr aber trotzdem.


Fazit
Nettes Buch für das einleuten des Frühlings. Die Autorin überrascht mit einigen guten Ideen, bleibt aber leider oft etwas oberflächlich. Als Lektüre für Zwischendurch ist das knapp 250-Seiten Werk dennoch empfehlenswert und bekommt von mir 3,5 von 5 Wölkchen.





Mein herzlicher Dank an den cbj Verlag für die nette Frühlingslektüre.





Der Feueropal [Die Herrscher von Dhaleth] von Priska Lo Cascio

 
Eine Reise in das Innere Dhaleths


Luft. Wasser. Feuer. Erde.
Vier Elemente, vier magische Völker und vier Auserwählte.
Menschen auserwählt um den Frieden zu sichern und den gestohlenen Feueropal zu finden.
Menschen aus ihrem Leben gerissen und in die Welt von Dhaleth verschleppt.
Sie müssen lernen sich in dieser völlig fremden Welt zurechtzufinden und merken erst Schritt für Schritt was es mit den verschiedenen Wesen und Dhalethern auf sich hat. Doch reicht die Zeit um den Opal zu finden?
Können sie alle Widrigkeiten bestehen oder scheint ihr Unternehmen aussichtslos und liegt ein gewaltiger Krieg in der Luft?


Meine Meinung
Bis vor kurzem hatte ich von diesem Buch noch nichts gehört, aber dann wurde ich eingeladen bei einer Blogtour mitzumachen und lernte Buch und Autorin kennen und war hin und weg.

Allein das Cover an sich ist schon ein Kunstwerk und zeigt die kreisrunde Tafel die die 4 Edelsteinscheiben der vier Völker beinhaltet. Außerdem zeigt sich uns auf diesem Bild bereits eines der Länder Dhaleths, das Feuerland oder auch Tu'urnaa genannt. Der Titel lässt zwar viele Fragen offen ist aber auch nicht schlecht gewählt für einen Fantasyroman.

Die Idee zur Geschichte der Welt in der die vier Elemente vorherrschen und ein Diebstahl das wacklige Gleichgewicht der Völker stört, hat einiges an Potential. Es ist keine Geschichte wie in vielen Fantasybüchern und entführt den Leser von der Menschenwelt in eine Welt die unglaublich erscheint mit der Herrschaft der vier Völker. Die interessanten Orte Dhaleths werden hier leider fast ein wenig zu dürftig an den Mann oder die Frau gebraucht (dann müsste das Buch ja auch doppelt so viele Seiten haben ;)) und man kann hoffen das hier in einer Fortsetzung mehr zu erfahren ist.

Packend, abwechslungs- und teilweise auch ganz schön actionreich erzählt die Autorin die Geschichte der vier Helden. Wir erleben alles aus verschiedenen Blickwinkeln und bekommen daher ziemlich viel von den Geschehnissen mit, nur das große Geheimnis des Meisters kann der Leser nicht durchschauen und grübelt während des Lesens immer wieder darüber nach.
Die menschlichen Protagonisten glänzen auch durch ihre sehr unterschiedlichen Charaktereigenschaften, die sie damit menschlicher und symphatischer macht.

Fazit
Ein toller Einstieg in eine Welt der Elemente und des Zwiespalts. Die Autorin entführt einen wahrhaft in eine Welt die man unbedingt erkunden möchte. Für Fans von Urban Fantasy wahrhaft ein MUST HAVE und für alle anderen sicher ein Leseerlebnis. Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen für Priskas Lo Cascios erstes Fantasyabenteuer.




Mein herzlicher Dank an die Autorin und den Thienemann Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.


Die Chroniken des Magnus Bane von Cassandra Clare



Neue Einblicke in die Welt von Cassandra Clare...


...und das mit Hilfe des Obersten Hexenmeisters von Brooklyn.

Achtung Spoilergefahr! Dies ist eine Zusatzgeschichte zu den Reihen Mortal Instruments und Infernal Devices von Cassandra Clare!

Magnus Bane entführt uns in die Welt der Schattenweltler, in eine Welt die wir bisher noch nicht so genau erforschen konnten.
Eines der größten Geheimnisse von Cassandra Clare wird endlich greifbarer und das ist Magnus Leben. Diese Geschichten entführen uns in viele Lebensabschnitte des Hexenmeisters und teilweise spannende Abenteuer, in denen nicht selten die Schattenjäger oder Vampire eine Rolle spielen.



Meine Meinung
Wie könnte man diesem Buch als unglaublicher Fan von Cassandra Clares Werken entkommen? Gar nicht fand ich und fand schnell gefallen an Magnus Banes Leben, wenn auch nicht bis ins letzte Winkelchen.

Optisch gleicht die Version des Arena Verlags den Büchern der Mortal Instruments (Chroniken der Unterwelt) Reihe sehr. Mit persönlich haben hier aber sowieso immer die Originalen Cover besser gefallen, da sie dem Leser einen ungefähren Blick auf die Charaktere ermöglicht, wie in dem Bild links.

Der Schreibstil dieser Kurzgeschichten ist hier auf 3 Autorinnen zurückzuführen, daher kommt der Cassandra Clare Nervenkitzel leider nicht so gut zur Geltung wie sonst. Dennoch sind einige Passagen aus Magnus Leben durchaus interessant und vor allem amüsant geschrieben, wenngleich die erste Geschichte "Was geschah tatsächlich in Peru?" aus meiner Sicht auch unveröffentlicht hätte bleiben können.

Ansonsten gibt es hier interessante Einblicke in das Leben von Magnus, was mit ihm und Camille geschah, ein gewisser Raphael Vampir wurde und das für uns neugierige Leser wichtigste: wie sich das zwischen Magnus und Alec entwickelte oder auch wie Alec Magnus Eisschicht durchbrach.

Leider muss ich jedoch ankreiden, dass nirgends angekündigt wurde, dass diese Geschichte erst gelesen werden soll, wenn alle Bücher von Cassandra Clare bereits gelesen wurden, so habe ich mich leider bei den Infernal Devices so sehr gespoilert, dass ich Teil 3 wohl nicht mehrso genießen werde wie ich es normalerweise getan hätte.
Außerdem sind die Geschichten leider etwas wirr zusammengewürfelt und nicht überall steht eine Jahreszahl, was zur Verwirrung des Lesers führen kann bzw findet man sich am Anfang des Kapitels nicht ganz zurecht, was die Epoche angeht.

Fazit
Durchaus Lesenswert und vor allem unterhaltsam. Dieses Buch gibt zusätzlichen Input zu Cassandra Clares tollen Romanen, der sonst nie an die Oberfläche gekommen wäre. Leider ist man hier von riesigen Spoilern nicht geschützt, daher rate ich dringend das Buch erst aufzuschlagen, wenn alle Cassandra Clare Bücher bereits gelesen wurden, um euch das Ende der Reihen nicht zu verderben. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen und die Hoffnung auf mehr :)





Reihe "The Mortal Instruments"
1. City of Bones (eng / deutsch)
2. City of Ashes (eng / deutsch)
3. City of Glass (eng / deutsch)
4. City of Fallen Angels (eng / deutsch)
5. City of Lost Souls (eng / deutsch)
6. City of Heavenly Fire (eng) 

Reihe "The Infernal Devices"
1. Clockwork Angel (eng / deutsch)
2. Clockwork Prince (eng / deutsch)
3. Clockwork Princess (eng / deutsch)

Kurzgeschichten
"Die Chroniken des Magnus Bane" (eng. "The Bane Chronicles")


Einen herzlichen Dank an den Arena Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.

Der eiserne Wald [Skylark 01] von Meagan Sponner


Magisch, düster und voller Wendungen...

Lark lebt in einer magischen Kuppel, abgeschieden von der zerstörten Welt außerhalb. Die Magie ist hier überall vorhanden, wenn auch in kleinen Mengen und jeder leistet seinen Beitrag um die gut geölte Maschine im Laufen zu halten.
Nur Lark wurde noch nicht geerntet, hat keinen Platz in der Gesellschaft. Sie kann es kaum erwarten, das es endlich passiert, das sie endlich von den Magiern geerntet wird.
Als ihr Name schließlich fällt und das Ernteritual kurz bevorsteht, kriecht Angst in Larks Gedanken und das zu recht, denn das Ritual ist keineswegs wie gedacht. Lark muss fliehen, nur wohin?



Meine Meinung
Lange bevor dieses Buch erschien, war ich hin und weg. Ich konnte es fast nicht erwarten, bis dieses Buch endlich in die Geschäfte kommt und wurde keineswegs enttäuscht, aber dazu gleich mehr.

Die Aufmachung des Originals ist sehr passend, vor allem mit den gefallteten Vogel, der Lark auf ihrer Reise begleitet, aber auch der Wald passt hier gut ins Bild, da wir hier auf der Suche nach dem eisernen Wald sind. Der Heyne fliegt Verlag hat dieses Design fast ganz übernommen, nur ziert hier der Kopf der Prota den Wald im Hintergrund. Der Titel an sich ist gut gewählt, dieser stellt zu den englischen Nachfolgern "Shadowlark" und "Lark Ascending" eine geschickte Verbindung her.


Der Debütroman bzw. der erste Teil dieser Trilogie zeigt auf alle Fälle, was die Autorin kann. Sie schafft mit ihrem spannenden Schreibstil eine Welt von der wir leider viel zu wenig erfahren. Eine Welt in der Magie das höchste und teuerste aller Güter ist, für das man sogar an die Grenzen der Menschlichkeit geht. Meagan Spoon erschafft aber auch eine Welt voller Wendungen und unerwarteter Enthüllungen, die tief in die Geschichte eindringen. Sie zeigt uns einen kleinen Teil der Welt wie er war und einen großen Teil wie er momentan ist, mit all seinen Schattenseiten, denn gewaltfrei geht es hier keinesfalls zu. Die Spannung lässt den Leser während des Buches auf jeden Fall nur selten alleine. Das und die Welt hinter der Kuppel zieht den Leser förmlich in die Handlung hinein, die sich als gewagte Mischung aus Magie und Dystopie entpuppt.

Auch die Charaktere können sich sehen lassen. Zwar ist das Hauptaugenmerk auf Lark gerichtet, die einem mit ihrem Wesen immer mehr ans Herz wächst, auch wenn sie so ihre kleinen Macken hat. Dennoch lernen wir neben Kris, Larks Bruder, der Magisterin und Oren, noch einige andere interessante Figuren kennen, die mehr als nur einmal beweisen, dass sie tiefere Abgründe oder aber fast schon funkelnde Wesenzüge haben.

Nach dem spannenden Ende bleibt auf jeden Fall genug Stoff um in einen tollen zweiten Teil zu starten.


Fazit
Dieses Buch bietet weit mehr als anfangs gedacht. Hier mischen sich Fantasy und Dystopie Genre zu einem tollen magischen Erlebnis das seinesgleichen sucht. Wir erleben Wendungen die einen förmlich an die Seiten ketten, nur um sich nach den zweiten Teil zu sehnen. Von mir gibt es für diesen tollen Auftakt 5 von 5 Wölkchen.




Reihe - Skylark
  1. "Der eiserne Wald" (eng. "Skylark")
  2. TITEL unbekannt (eng. "Shadowlark")
  3. TITEL unbekannt (eng. "Lark Ascending")

Mein herzlicher Dank an den Heyne fliegt Verlag  für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.

Incarceron: Fliehen heißt sterben von Catherine Fisher


Incarceron kannst du nicht entkommen...

Incarceron verschlingt dich mit Haut und Haar. Incarceron kennt keine Gnade.

Was Incarceron ist?
Ein gigantisches Gefängnis, von Menschenhand geschaffen, mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Hier wurden vor langer Zeit Mörder und ähnliches Gesindelt eingesperrt um die echte Welt besser zu machen und um ihnen eine neue Chance zu geben.
In diesem Gefängnis lebt Finn und er will "hinaus" weil er glaubt von dort zu sein, er hat Erinnerungen an die Zeit außerhalb. Als ihm eines Tages ein Schlüssel in die Hände fällt scheint sein Vorhaben greifbar nahe und so scheint es auch für Claudia, die das Gegenstück des Schlüssels in den Händen hält.



Meine Meinung
Ich muss sagen, dass ich von dem Buch bzw der Reihe nichts gehört hatte, bis ich es beim Stöbern entdeckt hatte. Als Sci-Fi Fan war ich natürlich sofort Feuer und Flamme für die Idee dieses gewaltigen und vor allem intelligenten Gefängnisses. Leider war es nicht ganz wie erwartet, aber dazu gleich mehr.

Die Aufmachung des Buches ist unglaublich gut. Sie ist mystisch und zeigt doch etwas sehr Wichtiges, was das Buch betrifft. Die deutsche und englische Version unterscheiden sich nur in Kleinigkeiten, der Blanvalet Verlag hat die Optik des Schlüssels etwas aufgepeppt, aber ansonsten ähneln sie sich sehr, bis hin zur Ausführung der Titelüberschrift.

Die Idee der Autorin uns in eine Welt zu katapultieren die eher dem Mittelalter gleicht als der Gegenwart ist nicht schlecht. Hier wurde nach einem Krieg alles verändert von modernen elektronische Geräten angefangen, über Kleidung, bis hin zu den Gepflogenheiten, alles wurde zurückentwickelt. Neben einer Königin sind hier Reifröcke und arrangierte Ehen noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange, ganze Technologien gerieten in Vergessenheit.
Dann ist da noch Incarceron, dass mehr als nur ein Gefängnis ist und bei unseren Ausflügen hierhin fragt man sich immer wieder wie groß es eigentlich ist und wo so ein Ort versteckt sein könnte. Die Fragen häufen sich bei der Mutter aller Gefängnisse und werden leider nur langsam aufgelöst.

Die Charaktere sind vielfältig und breit gefächert von fast zu gut bis hinterhältig und kaum auszuhalten. Hier hat sich Catherine Fisher auch wieder einiges einfallen lassen, vor allem bei den Menschen in Incarceron, die allesamt recht verschlagen wirken und oft nicht mehr ganz so menschlich sind wie sie sein sollten. Ich möchte aber nicht zu weit vorgreifen um anderen Lesern nichts zu verderben ;). Eines kann ich allerdings verraten, Claudia (eine der Protas) ist nicht gerade die angenehmste Person, auch wenn man ihre Stärke fast schon bewundern muss.



Fazit
Gutes und solides Ideengerüst, dem es zeitweise etwas an Spannung fehlt. Dennoch ist es ein Sci-Fi Abenteuer, dass nicht kaltlässt, vorallem da sich hier weit mehr Tiefgang verbirgt als erwartet. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.





Reihe?
  1. "Incarceron: Fliehen heißt sterben" (eng. "Incarceron")
  2. "Sapphique: Fliehen heißt leben" (eng. "Sapphique")

Mein herzlicher Dank an den blanvalet Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch. 

Flammenmädchen [Teil 01] von Samantha Young


Komm mit in die Welt der Dschinn....

Bisher schienen Aris Probleme zwar chaotisch, aber überschaubar. Ihr bester Freund und ihre heimliche Liebe Charlie, der sie schon viel zu lang ignoriert, ihr Vater der nie für sie da ist und ihr Poltergeist der schon mal launisch werden kann.
Doch an ihrem 18. Geburtstag treten diese Probleme alle in den Hintergrund, denn sie wacht in einer Welt auf, die sie sich selbst nicht erklären kann, der Welt der Dschinn. Von da an ist ihre wahre Herkunft ihr größtes Problem und die Tatsache das es sich weit mehr fiese Dschinn in ihrer Umgebung gemütlich haben als erwartet. Für das Mädchen beginnt eine schwere Zeit, aber sie ist ja nicht allein, immerhin hat sie ihren Bodyguard Jai...




Meine Meinung
Ich muss gestehen, als ich von diesem Buch gelesen habe, hat mich alleine das Wort Dschinn fasziniert. Da ich ein großer Fan der "magischen" und "fantastischen" Literatur bin, dachte ich mir, dass Samantha Young sicher einen Versuch wert ist, im Endeffekt war dem auch so, wenn auch nicht ganz wie erwartet.

Die Aufmachung des Buches macht auf jeden Fall einiges her. "Eine Frau die in Flammen steht aber nicht verbrennt? Was kann da nur dahinter stecken und tatsächlich passt das Cover zum Inhalt ideal, auch wenn es nicht sonderlich spektakulär ist. Mir persönlich gefällt das Cover der englischen Version sogar um einiges besser, weil unsere abgebildete Prota mystischer und weicher wirkt. Auch der Titel des Buches passt, ob nun im englischen oder deutschen, beide sind perfekt.

Die Idee der Autorin, eine Welt zu erschaffen in der es Dschinn und andere magische Wesen gibt ist nicht schlecht, vor allem, da diese ihre eigene Dimension haben und sich unbewusst in das Leben der Menschen einmischen. Die Geschichte der Dschinn und ihre Könige sind noch eine weitere interessante Entwicklung, die ich persönlich noch etwas mehr ausgeschmückt haben würde, aber dafür bleibt ja in Teil 2 noch genug Zeit :)

Einzig etwas irritierend fand ich, dass unsere Prota sehr wohl weiß, wie weibliche Dschinn heißen (nämlich Dschinniya, was ich noch nie gehört habe) und auch über Dschinn im Allgemeinen etwas zu gut Bescheid weiß, denn seien wir ehrlich über Vampire gibt es einige Dinge die man einfach weiß, ebenso bei Werwölfen, aber bei Dschinn? Eher weniger, was im Prinzip nichts schlechtes heißt, da die Autorin somit nicht an Vorurteile anknüpfen musste und vollkommen freies Spielfeld hatte.

Der Schreibstil dieses Jugendbuches ist locker lässig und lädt mit seinen Sprüngen in den Sichtweisen (zwischen Ari und Jai) wahrhaft zum Lesen ein. Recht lange wird ein flotter Leser mit Teil 1 also nicht auskommen, aber im Herbst kommt ja Gott sei Dank schon Nachschub ;).

Im Laufe des Buches lernen wir Ari immer besser kennen und erfahren viel über ihr bisheriges Leben, das nicht gerade leicht war und sie menschlicher macht, wenn sie auch nicht immer die richtige Entscheidung trifft wie wir schon bald erfahren. Charlie dagegen kann einem ein ganz schöner Dorn im Auge sein, aber auch Jai hat nicht nur gute Seiten. Alles in allem haben wir es hier mit einer angenehmen Mischung an Charakteren zu tun, vor allem die Könige machen es interessant und lassen einem selbst oft überlegen, welche Intrigen nun wieder hinter ihren Worten lauern könnten.

Fazit
Ein netter Jugendroman mit magischen Ideen, die etwas frischen Wind in das YA- Genre bringt. Leider teilweise etwas holprige Ausführung, die dennoch zum Lesen einlädt. Wer von den üblichen Blutsaugern und großen Hunden genug hat, kann sich vielleicht mit den Feuergeistern anfreunden, die nicht nur einmal zum Schmunzeln bringt. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.





Reihe?
  1. "Flammenmädchen" (eng. "Smokeless Fire")
  2. "Das Erbe des FlammenmädchensSEPT2014 (eng. "Scorched Skies")
  3. eng. "Borrowed Ember"
  4. eng. "Darkness Kindled"

Ich bedanke mich recht herzlich beim DARKISS Verlag und Blogg dein Buch für diese Lektüre.

Und habt ihr Lust bekommen es auch zu lesen? Na dann ganz einfach *hier* bestellen!

Der dunkle Kuss der Sterne von Nina Blazon


Ein fantastisches Abenteuer....


...das in die Weiten eines unbekannten Landes führt.

Canda führt als junge Frau der obersten Kaste Ghans ein unbeschwertes Leben und steht kurz davor ihre Jugendliebe, die zweite Hälfte ihrer Seele zu heiraten.
Doch nach einem Albtraum ist alles anders und es scheint als hätte Canda etwas wichtiges verloren. Als sie ihrem Spiegelbild entgegenblickt, fehlt jeder Glanz, jede Grazie die immer alle verzaubert hat und ihr Versprochener ist auf einmal spurlos verschwunden. Als Verlassene bleibt der jungen Frau nur noch eines, das Leben als Verstoßene.
Canda denkt aber gar nicht daran einfach so aufzugeben, sie flieht und macht sich mit dem Miesepeter und Sklaven Amad daran Tian, ihren Geliebten zu finden, was mit so manchem Abenteuer und unglaublichen Geheimnis zusammenhängt.


Meine Meinung
Wie könnte es anders sein: Nina Blazon schreibt ein neues Buch und ich musste es einfach lesen. Der Klappentext alleine klingt zauberhaft und hat auf jeden Fall das gehalten was er versprach, ein Abenteuer voller Magie, Liebe und einer gewaltigen Prise Geheimnisse.

So gut wie jedes Nina Blazon Buch hat eine atemberaubende Aufmachung und auch diesmal zaubert der cbt Verlag ein passendes Cover hervor, denn hier sieht man förmlich den Verlust des Glanzes der Canda so unerwartet trifft. Der Titel ist eher kryptisch aber auch einladend, wenn auch nicht unbedingt für das Buch passend.

Die Idee an sich ist wundervoll. Vor der Autorin werden wir in eine fremde Welt entführt, die so anders zu sein scheint als unsere eigene, fast ein wenig mittelalterlich, aber dann wieder so modern, dass auch Züge und Handfeuerwaffen darin zu finden sind. Spannend ist auch hier die Hintergrundgeschichte von Ghan, die man leider erst im fortgeschrittenen Teil des Buches erfährt und die Menschen, die wir auf unserem Weg mit Canda treffen, von den etwas anderen Haifischern angefangen, bis hin zu Traumdeutern die oft auch Magie wirken. Die Protagonistin entführt uns auch in die entlegensten Gegenden um ihre selbst nicht unspannende Geschichte voranzutreiben.

Canda an sich ist nämlich auch nicht ohne. Wir lernen sie als hochnäsig, etwas naiv und gehoben kennen, können ihre Wandlung zu einer starken Frau aber Schritt für Schritt verfolgen, die sie unter anderem ihren inneren Stimmen zu verdanken hat, aber auch ihrem Begleiter. Amad bleibt dem Leser sehr lange ein Rätsel und ist mit seinen oft groben Zügen nicht gerade der netteste Wegbegleiter, andererseits ändert auch er sich während der oft beschwerlichen Reise von Canda und ihm.

Was den Tiefgang, die allgemeine Leselust und den Schreibstil betrifft so muss ich vor der Autorin meinen imaginären Hut ziehen. Nina Blazon versteht es, eine interessante Geschichte in einer anderen Welt spannend und zugleich mit diesem gewissen jugendlichen Touch zu erschaffen, die einen selten unberührt lässt. Dies hat sie schon in einigen Vorgängern, unter anderem Faunblut, Ascheherz, Totenbraut und Zweilicht, bewiesen und auch in diesem Buch kommen einem nicht selten Ahs und Ohs aus dem Mund, gemischt mit einem tiefen Seufzer.


Fazit
Mal wieder ein wunderschönes jugendliches Abenteuer von Nina Blazon, das in eine andere Welt entführt und den Leser von Beginn an in seinem Bann zieht. Für Fans der Autorin ein wahres Muss und für Leser, die das gewisse märchenhafte Abenteuer suchen, ein traumhaftes Leseerlebnis. Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen und meine klare Leseempfehlung.
 



Mein herzlicher Dank an den cbt Verlag für die großzügige Unterstützung mit diesem Pageturner.

Half Bad: Das Dunkle in mir von Sally Green

 Gut oder Böse? Welche Rolle spielt das?

Erscheinungstermin: 31.März 2014

Eine ziemlich große, wenn man das Leben von Nathan betrachtet. Schon seit seiner Geburt wird er verfolgt, kontrolliert und untersucht und zwar von einem Rat aus weißen Hexen.
Jedes Jahr muss er sich einer Prüfung unterziehen und das nur weil er anders ist, nur weil er ein halbweiß und halbschwarzes Hexenkind ist. Wegen seines Vaters wird Nathan von fast jedem verstoßen, außer einigen seiner Familienmitglieder, doch es kommt die Zeit da muss er seinen Liebsten Lebewohl sagen, eine Zeit die für zwischenmenschliche Beziehungen keinen Platz hat, die Zeit seinen Vater zu suchen und seine wahre Gabe zu entdecken.
Doch seine Pläne hat er ohne den Rat gemacht, der seine Fänge mal wieder nach dem Jungen aussteckt, dem bisher nicht viel schönes wiederfuhr.


Meine Meinung
Ein halbguter, halbböser Hexer? Wie soll das denn gehen, habe ich mich gefragt als ich von dem Buch hörte. Tja ganz einfach zeigte es mir Sally Green mit ihrem Roman den ich oftmals sprachlos zuklappen musste. Wieso will ich euch hier erklären.

Das Cover ist irgendwie schaurig mit der roten Farbe, sie soll wohl das Blut symbolisieren, dass im Buch noch eine größere Rolle spielt. Auch der Titel passt hervorragend zum Inhalt, da hier oft von Halbblut die Rede ist. Der cbj Verlag hat sich beim Design sehr an das englische Original gehalten, wobei mir persönlich diesmal das Original nicht ganz so zusagt, weil es schon fast zu düster ist.

Der Schreibstil der Autorin kann sich sehen lassen, zwar war ich zu anfangs verwirrt über die Schreibweise, da sie uns mitten ins Geschehen wirft und sie zwischen 1. und 2. Person wechselt, allerdings löst sich die Verwirrung rasch auf und man erfährt mehr über Nathans Leben.
Sally Green zieht einen förmlich in das Buch und lässt einen, obwohl die Geschichte nicht unbedingt vor Spannung platzt, nicht mehr los.

Es liegt wohl an der Idee und Geschichte selbst, dass man das Buch oft nicht aus der Hand legen kann. Alleine die Idee eine Unterscheidung von weißen (guten) und schwarzen (bösen) Hexen zu machen, wobei die weißen die schwarzen allmählich ausrotten, ist hervorragend. Zwar wird dies in einigen anderen Büchern  auch gemacht, aber nicht auf so präzise Art und Weise, denn Nathan ist alleine durch die Tatsache, dass sein Vater ein schwarzer Magier ist ein Ausgestoßener und Geächteter. Die Behandlung die ihm zugedacht wird, ähnelt im Buch immer mehr der Art und Weise wie die Juden von den Nationalsozialisten behandelt wurden. Man darf nicht mit ihm Reden, jeder seiner Schritte wird überwacht, er wird eingesperrt, gebrandmarkt und verfolgt.

Tiefgang entwickelt sich hier von Seite zu Seite mehr. Angefangen von den wunderbaren und teilweise auch grausamen Charakteren die wir kennenlernen, bis hin zur Idee und Geschichte selbst.


Fazit
Ein scheinbarer Fantasyroman in dem eine Hexenjagd veranstaltet wird, die immer tiefer geht. "Half Bad: Das Dunkle in mir" (eng. "Half Bad") ist mehr als nur ein Fantasyroman und geht tiefer als man glaubt. Für diesen ersten Teil, der leider zu abrupt endet, gebe ich 4,5 von 5 Wölkchen.





Mein herzlicher Dank an den cbj Verlag für die tatkräftige Unterstützung.

Immortal Beloved: Entflammt 01 von Cate Tiernan

Unsterbliches Leben = Unsterbliches Leiden?

Nastasja ist über 450 Jahre alt, sie ist eine Unsterbliche und mit ihren ebenfalls unsterblichen Freunden rund um die Welt unterwegs, immer auf der Suche nach dem neuesten Kick.
Doch eines Nachts schlägt ihr bester Freund Incy mal wieder über die Nacht und verletzt einen unschuldigen Mann schwer.
Das öffnet Nastasja die Augen und sie flüchtet vor ihrem bisherigen Leben nach Amerika zu einer anderen Unsterblichen die ein einfaches Leben führt. River nimmt sie in ihre Mitte auf, doch Nastasja stößt auch hier auf Wiederstand, einerseits von sich selbst, andererseits von einigen Mitbewohnern Rivers, denn irgendjemand will sie los werden, um jeden Preis...



Meine Meinung
Ehrlich gesagt hatte ich nicht sofort bemerkt, dass es sich hier nur um die Taschenbuchausgabe eines bereits erschienenen Buches handelt. Der Autorinnenname kam mir einfach wage bekannt vor und die Geschichte klang interessant, daher machte ich mich über Nastasjas Geschichte her und war positiv überrascht.

Das Cover ist sehr hübsch aber kryptisch, mit dem verbrannten Schmetterling, den Jahreszahlen und der fast magischen Explosion, es ist aber deutlich besser als der deutsche Vorgänger vom Loewe Verlag. Das englische Original ist mit seinem eher düsteren Erscheinungsbild aber auch sehr schön und auch geheimnisvoll.

Die Idee der Autorin, das Leben von Unsterblichen durchzunehmen ist zwar nicht neu, aber sicher interessant. Ihre Masslosigkeit und kaltherzige Art lässt einen zwar zu Beginn sehr erschrecken, aber man gewöhnt sich daran und vor allem hält sich der Leser nicht allzu lang bei Incy und Co auf (dem Himmel sei dank ;D). Die Magie, die hier behandelt wird, war zwar auch interessant, ist aber nicht so ausführlich erklärt und man kann hier wohl noch in den Folgeteilen mehr erwarten.
Auch die Vergangenheit von Nastasja einen eher nicht kalt, ihr passierte in ihrem langen Leben einiges, dass niemand unbeschadet überstanden hätte. Was das genau ist erfährt man im Laufe des Buches und lernt sie auch damit immer mehr verstehen. Auch die besonderen Unsterblichen unter Rivers Aufsicht, wachsen einem hier immer mehr ans Herz.

Was die Charaktere betrifft, hat die Autorin nämlich hier einige interessante zu bieten. Allen voran natürlich unsere Prota, die man anfangs kaum leiden kann, bis man sie am Ende des Buches am liebsten in den Arm nehmen und noch mehr in ihr langes Leben eintauchen würde. Es gibt aber auch Figuren die durch ihre eher unguten Charakterzüge hervorstechen, sei es teils Reyn, seine Verehrerin oder der eisige Incy. Man würde gerne alle etwas mehr kennenlernen, aber dafür bleibt auch in den nächsten Teilen Zeit - in Teil 1 wird auf jeden Fall ein deutliches Auge auf Nas und ihre Fähigkeiten geworfen.

Ich für meinen Teil erwarte Teil 2 mit zappelnden Fingern und hoffe es geht anderen Lesern genauso, die die Taschenbuch Version bevorzugen :)

Fazit
Nicht schlecht, nicht schlecht. Obwohl der Anfang eher seicht wirkt, es in der Mitte besser wird, seufzt man zu Ende tatsächlich oft fasziniert auf. Die Geschichte um Nas geht tief in die Vergangenheit und packt den Leser schließlich bis zur letzten Seite. Meine Empfehlung für Fans von Unsterblichen mit einer langen und spannenden Vorgeschichte. Achja und für die Romantikfans, auch für euch gibt es hier was zu lesen :) Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.





Reihe (Trilogie)
  1. "Entflammt" (eng. "Immortal Beloved")
  2. "Ersehnt" (eng. "Darkness Falls")
  3. "Entfesselt" (eng. "Eternally Yours")

Schön das ich Buchbotschafter sein durfte ;)

Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater

Von Wahrsagerei und Prophezeiungen

Schon seit Blue denken kann, gibt es eine Weissagung die besagt, dass sie ihre wahre Liebe mit einem Kuss töten wird. Verständlich das sie sich somit von Jungs, aber vor allem vor den Raven-Jungs fernhält, die das hiesige Internat besuchen.
Wie es das Schicksal nun mal so will, begegnet ihr, Blue, die keinen Funken Magie in sich trägt, bei dem alljährlichen Besuch des Friedhofs am Markustag ein Geist, den sie nicht nur hören, sondern auch sehen kann. Sein Name ist Gansey und es scheint als wäre Blue seine Mörderin. Blue kann und will das nicht akzeptieren und als dann plötzlich wirklich ein Gansey in ihr Leben tritt ist sie heillos verwirrt.
Es beginnt eine Suche, die viel weiter führt als gedacht und ungeahnte Mächte erweckt.


Meine Meinung
Ganz ehrlich? Ich habe mir nach der tollen Leseprobe vom Anfang wirklich viel erwartet, vielleicht auch weil ich Maggie Stiefvaters Bücher sonst so liebe. Aber "Wen der Rabe ruft" konnte mich so gar nicht fesseln und hier erkläre ich warum.

Cover und Titel finde ich hier wieder sehr passend. Die Aufmachung des deutschen Exemplars ist schlicht und der Titel passt auch gut, wobei beiden nicht viel über den Inhalt verrät. Das englische Original gibt jedoch mit einem großen Raben schon etwas mehr her, der Titel ist aber ähnlich kryptisch wie die deutsche Version.

Die Idee der Autorin, die uns nach Henrietta entführt, einem nicht so aufregenden Örtchen, ist anfangs sehr kryptisch. Unsere Prota Blue, fällt nicht nur durch ihren ungewöhnlichen Namen auf, nein sie lebt außerdem in einem Haus voller Wahrsagerinnen/Hexen, nur das an ihr selbst so gut wie nichts Magisch ist. Dann sind da noch die Jungs der Akademie, die nach unsichtbaren, aber magischen, Ley-Linien suchen. Gemixt wird hier einiges und ergibt eine konfuse und wirre Geschichte über einen Ort der dem Bermudadreieck sehr ähnlich ist und Menschen die danach suchen.

Was den Schreibstil angeht war ich furchtbar enttäuscht.
Bisher habe ich alle Maggie Stiefvater Romane verschlungen, doch dieser ist beinah das gesamte Buch über wirr und langatmig. Hier hatte ich es seit langem mit einem Buch zu tun, durch das ich mich praktisch quälen musste weil es so lahm voranging und man vielen Gedankensprüngen nicht ganz folgen kann. Sichtweisen wechseln ebenfalls oft und das teilweise einfach zu schnell.

Auch zu den Charakteren kann ich keine besonders gute Meinung abgeben, da hier scheinbar nur Blue interessant ist. Ihre Hexentanten sind durchscheinend und lernen wir kaum kennen, die Jungs der Akademie sind sich verwirrend ähnlich, sodass man die Namen beinah nicht auseinanderhalten kann. Aber ich möchte hier nicht nur kritisieren, denn bei Blue hat die Autorin ihre Arbeit nicht schlecht gemacht, nur das man selbst bei ihr nicht weiß wo man dran ist sozusagen.
 

Fazit
Für mich kein wahrer Stiefvater. "Wen der Rabe ruft" ist meines Erachtens langatmig, unspektakulär und wirr. Wer nach einem Pageturner a la Wölfe von Mercy Falls sucht, ist hier falsch. Wer es dennoch versuchen will, soll sich selbst ein Bild machen. Von mir bekommt das Buch beinah geschenkte 2,5 von 5 Wölkchen mit Tendenz fallend (Blue hat das Ganze etwas rausgerissen ;)).





Reihe
  1. "Wen der Rabe ruft" (eng. "The Raven Boys")
  2. eng. "The Dream Thieves"

Wispernde Schatten von Daniel Blythe

Auf der Suche nach der Dunkelheit...

Seit die 13-jährige Miranda mit ihrer Familie nach Firecroft Bay gezogen ist, quält sie immer wieder der selbe Albtraum. Sie hat kaum noch eine ruhige Nacht und am Tag fühlt sie sich von einem düstren Schatten verfolgt. Kaum die besten Voraussetzungen um sich in einen neuen Ort und eine neue Schule zu gewöhnen, noch dazu wenn hier beinah täglich komische Dinge passieren. Wie ein vereister Bus und explodierende Computer, alles sehr mysteriös.
Irgendetwas ist in Firecroft Bay auf jeden Fall komisch, findet Miranda und auch an der Gruppe Schüler der sie eines Tages folgt, nur um zu entdecken, dass diese glauben sie seit etwas Besonderes und müsse der Dunkelheit in der Stadt einhalt gebieten.
Ein spannendes, nicht immer gefahrloses Abenteuer beginnt für das junge Mädchen mit dem düstren Schatten.



Meine Meinung
Als ich dieses Buch bekam, wusste ich noch nicht recht was mich erwartet. Zwar habe ich den Klappentext gelesen, dennoch war mir nicht klar was ich mir unter einem Jugenthriller genau vorstellen soll, da das normal nicht zu meinen meistgelesen Genres gehört. Aber ich fand "Wispernde Schatten" (eng "Shadow Runners") keineswegs schlecht und das Warum erklär ich euch in den folgenden Absätzen.

Das Cover gibt auf jeden Fall schon einmal einiges her. Es ist düster, mystisch und lässt einen neugierig auf den Inhalt werden. Tja und die Personen im Hintergrund können fast nur die Teens aus Firecroft Bay sein nicht ;). Dann gibt es da noch das noch mystischere englische Cover, das einem wirklich einen kleinen Schauer über den Rücken jagt, mit dem Mädchen, das halb in den Schatten liegt.

Daniel Blythe hat einen recht knappen aber nicht schlechten Schreibstil, der meiner Meinung nach genau für die Zielgruppe der jungen Teenager passt. Es wird nicht viel um den heißen Brei geredet und die Geschichte ist angenehm schnelllebig wenn auch etwas seicht, da es einfach nicht wirklich Tiefgang hat. Die Geheimniskrämerei gibt dem Buch aber eine Würze die den Leser dennoch verzaubern kann. Auch die Ideen mit denen der Autor auftrümpft sind nicht schlecht, leider wird auf die Kräfte die hier wirken nur wenig eingegangen, Grund dafür wohl einfach die "Kürze" des Buches (knapp 270 Seiten mit großer Schrift).


Was die Figuren betrifft, mit denen wir es zu tun bekommen, kann ich zwar sagen das diese interessant sind ,aber eher oberflächlich behandelt werden. Miranda ist auch ein typischer Teenager genau wie ihre Freunde, also etwas oberlfächlich und teilweise springen ihre Gedanken von einem Ort zum anderen ;). Schade fand ich nur, dass wir über das dunkle Mädchen nur so wenig erfahren haben bzw. über die Gemeinschaft von der Miranda angeworben wird. Alles in allem wird über Charaktere an sich nicht viel erzählt (Hintergrundgeschichten), wobei man sagen muss, dass der Autor viel Potential für eventuelle Nachfolger lässt.

Fazit
Nicht schlecht, aber ach nicht perfekt. Für junge Teens wohl genau der richtige Lesestoff wegen der Schnelllebigkeit und der mystisch guten Idee, für das ältere Eisen dann doch eher zu oberflächlich. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen für das kurze Lesevergnügen :)




Mein herzlicher Dank an den ChickenHouse Verlag  für die Unterstützung mit diesem Buch.

Noir von Jenny-Mai Nuyen

Die magische Macht der Träume
Als Nino noch jünger war, erlebte er den Tod seiner Eltern mit.
Mit diesem tragischen Autounfall veränderte sich vieles in seinem Leben – mit einem Mal konnte er den Todestag der anderen Menschen wahrnehmen und sogar seinen eigenen. Er selbst sollte mit 24 sterben, viel zu früh das steht fest. Bei einer Begegnung der dritten Art erfährt er mehr über sein Schicksal und schon bald muss er feststellen, dass gut und böse sehr oft Hand in Hand gehen und das Noir, die blasse Schöne, nicht die zu sein scheint die er selbst sieht.
Magie, Tot und Leben alles vermischt sich zu einer Masse und in der Mitte wirbelt das Mädchen, welches mit einem Fuß im Jenseits steht.

Meine Meinung
Zu Anfang konnte ich es kaum erwarten, dass neue Buch von Jenny-Mai Nuyen zu lesen. Bisher habe ich beinah jedes Buch von ihr verschlungen und geliebt. „Noir“ fällt jedoch vollkommen aus ihrem Schreibschema und ich weiß nicht ob mir das gefällt.
Das Cover fasziniert schon zu Anfang. Gebrochenes Glas und in schwarzen, großen Buchstaben prangt der Titel auf der Vorderseite. Aussagekraft? Wohl eher dürftig, gefallen tut es trotzdem und macht neugierig auf den Inhalt. Nur bei näherem Hinsehen erkennt man das Cover und Buch gut zusammenpassen.
Inhaltlich machte dieses Buch weit weniger her als die bisherigen Bücher der Autorin. Zwar sind wieder einige gute Ideen entstanden, wie die Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und Toten, die Geister der Mentoren und dem Stoff aus dem Träume gemacht sind, dennoch fehlt es hier etwas an Spannung, Magie und dem Fantastischen, das bisher in Jenny-Mai Nuyens Bücher immer eine große Rolle spielte. Nino und seine Gabe waren auch kein schlechter Einstieg, jedoch waren diese eher langweiligen ständigen Zusammenkünfte um einen Zettel mit Buchstaben und den immer gleichen Fragen eher weniger toll.
Der Schreibstil von „Noir  lädt zwar zum Lesen ein, verwirrt aber oft. Die Zwischenpassagen aus dem „Jetzt“ zum Beispiel, die man sehr lang überhaupt nicht versteht und bei anderen wiederrum fehlt einfach der gewisse Kick, die Spannung an sich. Es scheint als würde die Geschichte teilweise etwas dahin tröpfeln und dann wieder  zu einem reißenden Fluss werden.
Was die Charaktere betrifft war ich auch wieder etwas enttäuscht. Sie sind zwar alle nett und Noir ist durchaus eine interessante Unbekannte, jedoch konnte mich allen voran der Prota nicht überzeugen. Nino ist zwar nicht übel, aber seine Einstellung gefiel mir nicht. Ja er hat als Kind viel erlebt und sieht den Tag anderer, trotzdem sind seine Außenseiterqualitäten nicht halb so toll wie die anderer. Samedi war jedoch ein Lichtblick in diesem Buch, leider lernten wir ihn und seine Geschichte nur sehr oberflächlich kennen.

Fazit
Okay aber nicht gerade typisch für einen Wirbelwind wie Jenny-Mai Nuyen. Wer ihre bisherigen Teile geliebt hat lässt hier wohl besser die Finger davon, wer jedoch schon bei der Leseprobe entdeckt das die Geschichte um „Noir“ ein Hammer ist, wird sicher auch seinen Spaß am Lesen haben.Von mir gibt es jedoch nur 3 von 5 Wölkchen.



Mein herzlicher Dank an den rowohlt POLARIS Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.

Dark Angels´Fall: Die Versuchung von Kristy Spencer & Tabita Lee Spencer


Das Geheimnis der Engel

Achtung Spoilergefahr! Es handelt sich bereits um Teil 2 der Reihe!

Der düstre Sam ist besiegt, die schwarzen Vögel jedoch auf freiem Fuß.

Dawna und Indie haben einiges geschafft, aber auch einiges verloren. Bei ihrem Kampf für das Gute, wurde Miley, Dawnas Liebster, zum Opfer düsterer Machenschaften und auch Indie hat es mit ihrem Hang zum Bösen nicht leicht. Auf ihrer Suche nach dem Zigeuner begegnen sie einem alten „Freund“ wieder, der nicht das ist wofür er sich ausgibt.
Tja die Schatten der Vergangenheit holen die Schwestern ein, denn ihre Großmutter hielt viel mehr vor ihnen verborgen als bisher angenommen. Whistling Wing ist bald schon kein sicherer Ort mehr, denn das Böse lauert überall.



Meine Meinung
Nachdem ich Teil 1 schon vor einiger Zeit gelesen habe, dachte ich mir es ist Zeit zu erfahren wie es weitergeht bei Dawna und Indie. "Dark Angels´Summer: Das Versprechen" endete ja mit einem wahnsinnigen Cliffhanger und machte die Fortsetzung umso interessanter für den Leser.

Das Cover lehnt sich sehr stark an seinem Vorgänger an. Die beiden Schwestern nebeneinander, ihre Haare vom Wind zerzaust und wieder die schwarzen Federn – alles in allem recht hübsch, aber nicht atemberaubend. Der Titel passt jedoch wieder ausgezeichnet.

Dawnas und Indies Geschichte geht genau da weiter, wo sie aufgehört hat. Miley ist verschwunden, Gabe einer von den Bösen und die Schwester ihrer Kräfte beraubt, wobei nicht ganz, da sie immer noch die Gedanken der jeweils anderen hören können. Neben Dawnas Suche nach Miley, düstren Begegnungen mit den menschgewordenen, schwarzen Vögeln und Indies Zerrissenheit bezüglich Gabe – werden allmählich einige Geheimnisse gelöst und neue kommen dazu.

Inhaltlich war ich von Teil 2 ehrlichgesagt etwas enttäuscht. Nachdem "Dark Angels´Summer: Das Versprechen" zwar nicht schlecht war und unterhalten konnte, kam es mir in der Fortsetzung so vor, als würden wir alles von vorne beginnen, wenn auch auf andere Art. Spannung kam bei mir einfach sehr selten auf, beziehungsweise war ich von DEM Geheimnis im Buch nicht recht überrascht. Die Autorinnen haben zwar keine üblen Ideen, sie werden aber eher so lala umgesetzt.

Was die Charaktere betrifft kann ich eigentlich nicht meckern. Wir erfahren zwar über Nebenfiguren relativ wenig, dafür haben wir Indies und Dawnas Gefühlswelt aber immer im Blick. Vor allem Dawna entwickelt sich zu einem Charakter der seinesgleichen sucht in diesem Buch- vorher noch das Mäuschen dreht sie diesmal auf, macht es dem Leser leicht sie zu mögen.

Fazit

Nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend. Für absolute Fans von Teil 1 sicher ein wahrer Leseschmaus, für mäßig Interessierte eher zum Finger weglassen. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.





Reihe

Mein Dank an den Arena Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.

Verräter der Magie von Rebecca Wild

Zwei Seelen, ein Körper und ein magisches Abenteuer

Die Wälle zwischen magischer Welt und Welt der Sterblichen sind gefallen. Werwölfe, Nymphen, Vampire und Feen können sich, dank der Magier, die die Herrschaft übernommen haben, nicht länger in den Schatten verstecken. In Reservaten sind sie der Magiegier der Zauberer ausgeliefert, die sie wie Blutegel aussaugen. Für die Fee Kira ändert sich das eines Tages, als sie mit einem Mal "diese" Stimme in ihrem Kopf hört, denn bei dem Versuch sich vor dem Tod zu retten, hat einer der Mächtigsten Magier seine Seele in ihren Körper verpflanzt und das nicht mit ihrer Zustimmung.
Zu anfangs noch wütend und voreingenommen, legen die zwei bald ihren Zwist bei um sich gegenseitig zu helfen und bald schon müssen sie einsehen das Stolz und Vorurteile nicht immer das Beste sind, vor allem als ein düsteres Geheimnis aufgedeckt wird....


Meine Meinung
Leider gibt der Klappentext dieses Buches nicht viel her. Man geht davon aus ein witziges Buch zu erwischen indem es hauptsächlich um eine  mysteriöse WG geht - weit gefehlt. Die Reise von Kira birgt so viel mehr..

Zur Aufmachung kann ich nur sagen: Top! Das schwarze Buch mit den goldene Verschnörkelungen und den beiden Seelen die sich hier "treffen" ist schön anzusehen und gibt auch noch etwas vom Buch wieder. Genauso wie der Titel, der erst nach dem Ende des Buches wirklich Sinn ergibt und sehr gut passt ;)

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Ich hatte das Gefühl als würde kaum Zeit vergehen bis ich auf der letzten Seite angekommen war. Die Autorin versteht ihr Handwerk also und kann mit ihrem Stil sicher viele Teens begeistern (für die dieses Buch wohl ausgelegt ist :)) die ein gutes Buch wollen, das auch mal für Zwischendurch passt. Als Lückenfüller also sehr gut geeignet und die Frage "Warum Lückenfüller?" beantworte ich auch gleich.

Dazu muss ich nämlich sagen, dass die Figuren zwar nett sind und man die Prota Kira schnell ins Herz schließt, trotz ihrer stellenweisen Bissigkeit, aber eine richtige Beziehung kann man in der Kurzlebigkeit dieses Romans nun mal nicht aufbauen. Vielleicht sollte man erst mal Teil 2 abwarten und dann beide in einem Verschlingen - so würde ich es zumindest machen, wenn ich noch einmal die Chance hätte.

Was ich allerdings Spitze fand, war die Idee zu dem Roman. Die Autorin nimmt eine zukünftige Welt, fügt magische Wesen hinzu, gibt eine Prise Magie oben drauf und schüttelt kräftig. Was dabei herauskommt ist ein Cocktail an Fantasy, der tiefgründiger ist als man anfangs vielleicht glaubt, denn hier geht es nicht nur um Fabelwesen und Hexerei, nein auch um Ausbeutung von Minderheiten, Vorurteile und wie man sie bekämpft und den Zwiespalt in einer einzigen Person, wenn man weiß wie der "Feind" tickt.


Fazit
Nettes Buch, klasse Idee mit tiefgründen Hintergedanken. Für Fans von Fantasy "light" sicher ein schönes Leseschmankerl von kurzer Lesezeit. Mein Tipp wäre ein Warten auf Teil 2 um alles in einem Happs zu lesen ;)
Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.




Reihe
  1. "Verräter der Magie"
  2. "Gefangene der Magie" erscheint im MÄRZ 2013

Ich bedanke mich recht herzlich beim Ravensburger Verlag und Blogg dein Buch für diese Lektüre.

Und habt ihr Lust bekommen es auch zu lesen? Na dann ganz einfach *hier* bestellen!

Feuer&Glas: Der Pakt von Brigitte Riebe


Gegensätze ziehen sich an

Venedig im sechzehnten Jahrhundert.
Unruhen machen sich außerhalb der Umgebung breit und der alte Kampf zwischen Wasser und Feuerleuten flammt erneut in der Lagunenstadt auf. Alleine ein beinah vergessenes Glasartefakt kann die Wogen glätten, doch davon fehlt jede Spur. Nur die junge Milla hat des Rätsels Lösung, ohne es zu wissen, von ihrem verschollenen Vater bekommen. Damit gerät sie in einen Strudel von Ereignissen die über ihr Verständnis gehen und dann ist da noch Luca, der mysteriöse Gondoliere, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Was hat er mit dem ganzen zu tun und warum fühlt sie sich ihm so verbunden? Warum ist jeder hinter dem gläsernen Artefakt her und was hat das alles mit Millas Vater zu tun? Fragen über Fragen und es können erst dann alle beantwortet werden, wenn Feuer und Wasser gemeinsam kämpfen, doch bis dahin ist es noch ein langer Weg...


Meine Meinung
Man ist doch immer auf der Suche nach neuem Lesestoff und tollen Geschichten. Ich entdeckte dieses Buch auf einem meiner „Streifzüge“ und war durch den Klappentext schon so neugierig, dass ich es einfach haben musste :) Nun liegt es schon auf dem gelesen Stapel und ich bin gespannt wie es weitergeht ;)

Wie viele Jugendbücher in diesem Genre ist auch „Feuer & Glas: Der Pakt“ mit einer jungen Dame am Cover geschmückt. Sie soll unsere Protagonistin darstellen und trifft die feurige Venezianerin eigentlich ganz gut. Der Titel passt natürlich auch sehr gut – das merkt man schon beim Lesen des Klappentextes und spätestens wenn man das erste Kapitel des Buches gelesen hat.

Die Welt, in die uns die Autorin entführt, ist sehr nahe an unserer angelehnt. Sie beschreibt die Lagunenstadt wie sie früher war (bis auf kleine Ausnahmen) und am Ende des Buches gibt es eine Zeittabelle in der sie anführt wann, welche Ereignisse stattfanden. Ich persönlich fand diese Hintergrundinformationen sehr interessant und auch, dass unserer Geschichte, über ein mystisches Glasartefakt, in geschichtliche Vorgänge einbezogen wurde, war eine gute Idee.

Was den Schreibstil betrifft, muss ich leider gestehen, dass es mir schwerfiel auf einen Schlag mehr zu lesen. Vielleicht lag es daran, dass die Spannung leider erst sehr spät einsetzte und Kapitel generell nicht weniger als 30 Seiten hatten. Aber auch einige Undurchsichtigkeiten trugen dazu bei, dass sich eine gute Idee in eine etwas schleppende Geschichte verwandelte. Diese Ungereimtheiten mögen vielleicht nur von mir als solche empfunden werden und stören einen anderen Leser eventuell gar nicht, mir war es aber zum Ende hin etwas zu rasch abgehandelt ohne richtige Erklärung. (Wie zum Beispiel die Suche des Glasartefakts an sich) Das war eigentlich das einzige nennenswerte Manko an diesem Roman, dass ich ohne schlechtes Gewissen nennen kann.

Unsere Protagonistin und die doch recht wenigen anderen Figuren die auf der Bühne dieser Geschichte eine Rolle spielen, sind nämlich eigentlich nicht schlecht. Milla selbst ist sehr aufbrausend und man merkt ihr das feurige Geblüt recht schnell an. Wenn man so etwas nicht verträgt kann es schon sein, dass man es als lästig empfindet, aber mir selbst hat es nichts ausgemacht. Nur eines hat mich gestört, aber das wird schon so von der Autorin geplant sein, Luca ist einfach sehr verschlossen und alle anderen Wasserleute bleiben wie Schatten im Hintergrund. Auch Millas Vater und sein Verschwinden, das sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ist so eine Sache. Es kommt einem einfach so vor als würde man irgendetwas verpassen und das ändert sich auch nicht zum Ende des Buches. Die Autorin hat für ihre Charaktere einfach noch sehr viel Spielraum gelassen, was leider dem Tiefgang etwas schadet.

Fazit
Gute Geschichte mit Potential. Von etwas langatmigen Passagen und vielen Undurchsichtigkeiten abgesehen ein tolles Buch zum Schmökern. Mein Rat jedoch an alle die das Buch noch nicht haben: 1. lest eine Leseprobe um sicherzugehen, dass es etwas für euch ist und 2. wartet am besten noch ab bis Teil 2 erscheint um nicht ganz am trockenen Sitzenzubleiben. Von mir gibt es 3,5 von 5 Wölkchen.





Mein Dank an den  Heyne fliegt Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.

Elfenmagie [Elvion01] von Sabrina Qunaj

Der magische Krieg von Licht und Schatten


Vanora kannte immer nur das Leben mit ihrem Vater in einem kleinen Dorf, bis eines Tages Glendorfil auftaucht und es auf den Kopf stellt. Er wird ihr Lehrer, Vertrauter und verschwindet eines Tages plötzlich, doch dafür taucht, ebenso plötzlich wie Glendorfil, der geheimnisvolle Eamon auf, ihr Held und bald schon bester Freund. Was sie nicht weiß ist, dass Glendorfil und auch Eamon Elfen sind und das sie selbst zum Teil zu Ihnen gehört.
Ein großes Schicksal wurde Vanora vom Orakel prophezeit, sie soll Elvion einen, Licht und Dunkelheit vermischen und ihre Bestimmung erfüllen. Doch auf ihrem Weg stürzt Vanora in dunkle Abgründe und driftet ins scheinbare Nichts, kann sie überhaupt noch etwas retten oder ist sie und somit Elvion dem Untergang geweiht?



Meine Meinung

Ich hatte schon immer einen Fabel für Highfantasy und vor allem für Elfen. Auf mich übte das edle Volk immer schon eine gewisse Faszination aus, doch mit "Elfenmagie" wurden einige meiner Vorkenntnisse über den Haufen geworfen. Warum das, fragt ihr euch? Das will ich euch hier erklären.

Die Aufmachung des Buches ist etwas untypisch für High Fantasy: nicht zu viel und nicht zu wenig. Sehr oft prangen riesige Drachenköpfe und Schwerter darauf herum, hier wurde aber bei einer einzelnen schemenhaften Figur neben einem Baum Halt gemacht. Dezent und kryptisch mit einem sehr passenden Titel startet die Elvion Trilogie.

Was den Schreibstil betrifft, war ich relativ zufrieden. Man ist immer im Bilde in welche Gedanken man eintaucht, da es im Kapitelanfang immer angeführt ist ;). Auch die Kampfszenen sind nicht schlecht, auch wenn ich teilweise schon zu viel davon hatte, als das Buch die 600-Seiten Marke überschritten hat. Die Autorin zeigt zwar durchaus, dass sie den Leser packen kann, aber für ein so dickes Buch scheint ihr Talent, meiner Ansicht nach, nicht genug zu sein um zu fesseln. Die letzten knapp 300 Seiten waren für mich schon fast eine Qual obwohl die Vorgänge im Buch nicht langweilig waren und noch recht viel passiert.

Die Idee an sich fand ich natürlich toll. Die Halbelfe Vanora die das Schicksal von Elvion trägt, aber so einige Hürden meistern muss, ist definitiv nicht übel.
Was mich allerdings irritiert hat war, dass die Autorin hier die Lichtelfen als die „Bösen“ und die Dunkelelfen als die „Guten“ deklariert hat. Das sorgt anfangs für Verwirrung und irgendwie konnte ich mich nicht ganz daran gewöhnen, aber diese einmal gekehrte Medaille war sicher nicht ihre schlechteste Idee. Auch das unsere Elfen hier nur allzu schnell sterben oder tot geglaubt werden irritierte mich immer wieder.
Die undurchsichtigen Beziehungen die sich hier aber bieten, haben mich auch wieder restlos in die Irre geführt. Liebe oder doch keine Liebe? – diese Frage stellte sich mir ein paar hundert Seiten lang und irgendwann war es mir zu viel. Idee zwar top, mit Drachen, verwandten Seelen und düsteren Gestalten, aber da ist immer noch das aber mit den Charakteren.

Den diese sind zwar facettenreich und keiner ist wie der andere, doch damit ist das Spiel noch nicht gewonnen. Die Wandlung in Vanora und Nevliin ist zwar sehr gut beschrieben und driftet nicht nur einmal in die Dunkelheit um wieder im Licht zu enden und auch Eamon, der immer noch das Gute sieht, stets im Hellen badet, ist ein Charakter den man so schnell nicht vergisst, doch es gibt auch hier wieder etwas, dass ich nicht zu 100% nachvollziehen konnte. Das wären die innersten Gefühle und Gedanken unserer Helden. Es scheint immer noch mehr Abgründe zu geben und man kann niemanden vollkommen verstehen, bis auf den Kobold vielleicht ;D Hier kann man sich eigentlich nur noch fragen: Ist das von der Autorin beabsichtigt und wird sich das im Laufe der nächsten Bücher klären?

Fazit

Nicht schlecht, aber für den Start in eine Reihe vielleicht etwas zu dick aufgetragen, im Sinne von: Handlungskürzung wäre nicht die schlechteste Idee gewesen. Dennoch ist Vanoras Geschichte, für hartgesottene High-Fantasy Fans, sicher eine Reise nach Elvion wert. Von mir gibt es 3,5 von 5 Wölkchen.




Reihe

1. "Elfenmagie"

2. "Elfenkrieg" (JULI2012)


Ich bedanke mich recht herzlich beim Aufbau Verlag und Blogg dein Buch für diese Lektüre.

Und habt ihr Lust bekommen es auch zu lesen? Na dann ganz einfach *hier* bestellen!

Die Fährte [Im Schatten des Mondlichts02] von J.J. Bidell

Das Geheimnis der Katzen

 Vorsicht Spoilergefahr! Das ist bereits Teil 2 der Reihe!

Naomi ist geflohen. Vor Roman, vor ihrer Liebe und vor allem vor dem angeblichen Vater ihres Kindes. Der Kuss des Vergessens ebnete ihr den Weg und nun will sie mit ihrer Großmutter endlich hinter all die Geheimnisse kommen die ihre Art umgeben und vor allem will sie mehr über Romina erfahren. Eine Nachricht führt sie auf ihrer Suche nach Antworten nach London wo schon der feindliche Clan wartet, um die Informationen über Romina zu erlangen. Doch da hatten sie nicht mit dem Einfallsreichtum von Naomi und ihrer Großmutter gerechnet, denn gemeinsam schaffen sie es zu entkommen und ein großes Rätsel zu lösen.



Meine Meinung
Die Geschichte der Katzenmenschen geht weiter und ich war mit dabei. Noami entführt uns diesmal wieder quer durch Europa mit ihrer Suche nach DER Lösung für Rominas Geheimnis. Zwar muss ich gestehen, dass mich Teil 2 nicht so recht packen konnte, aber das erklär ich lieber im weiteren.

Wie schon in Teil 1 machten es mir die raschen Wechsel zwischen den Personen schwer vollkommen am Ball zu bleiben, es hat sich meiner Ansicht nach aber im Vergleich zu "Das Erwachen" schon gebessert, da man recht schnell merkt mit wem man es zu tun hat.

Der Schreibstil war allerdings teils trocken und mir waren die Geheimnisse die hier gelüftet werden etwas zu leicht zu erraten, somit war oft die Spannung raus und der Lesedrang war dadurch oftmals recht gehemmt. Ohne e-Book Reader verschlimmert sich das ganze noch, da ich das gesamte Buch am Laptop gelesen habe und nicht nur einmal unterbrechen musste um den Kopf klarzubekommen (dafür kann die Autorin natürlich nichts).

Eines gefiel mir allerdings recht gut und das kann ich hier noch einmal betonen. Die Idee an sich ist nicht schlecht, es hapert eigentlich nur teilweise an der Umsetzung. Die Geschichte der Katzenmenschen mit den sieben Leben, dem Judaskuss der alles vergessen lässt und die Liebe die stärker als jeder Zauber sein kann, wäre noch besser, wenn die Schwächen im Schreibstil ausgemerzt würden und wir in Teil 3 (nach einem Cliffhangerende sondergleichen ;)) mit einem Knall in der Geschichte weitergehen.


Fazit
Gute Geschichte, teils wackelige Umsetzung. Das Geheimnis um die Katzenmenschen geht weiter mit guten Ideen, aber mangelndem Feingefühl und Spannung. Für Fans von Teil 1 sicherlich interessant und aufregend, denn man weiß ja nie hinter welchem Katzenmenschen welche Person steckt in dieser Geschichte ;) Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.




Reihe
1."Das Erwachen"
2."Die Fährte"


Mein Dank an die Autorin - J.J. Bidell alias Elke Becker für die Unterstützung mit diesem eBook.