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JUMP: Das Spiel von Eve Silver


Ein Spiel, unglaublicher als man glaubt...

Ihre Quecksilberaugen.
Sie sind Gift.
Sie werden uns alle töten.

Miki Jones kam bei einem Unfall ums Leben. Das sollte man zumindest glauben, doch sie wacht auf, an einem Ort den sie Lobby nennen. Sie sind ihre neuen Mitspieler in einem Spiel das grausamer ist als alles was sie bisher kannte.
Sie wurde ausgewählt um gegen eine Bedrohung aus dem All zu kämpfen, die allmählich die ganze Erde infiziert.
Mit Hilfe des verschlossenen Jackson und 3 weiteren Mitspielern stellen sie sich den Wesen entgegen, doch irgendetwas stimmt nicht. Miki hat das Gefühl, dass bei diesem "Spiel" etwas komisch ist, doch was?

Meine Meinung
Schon als ich von diesem Buch gehört habe war ich Feuer und Flamme. Als Fan jeglicher SciFi Geschichte konnte ich nicht anders und musste das Buch lesen, leider war es nicht ganz wie erwartet.

Die Aufmachung des Buches macht zwar eindeutig was her, lässt einen aber über den Inhalt vollends im Dunkeln. In der englischen Version ist zumindest der junge Mann mit der Sonnenbrille jemanden ähnlich der im Buch eine Hauptrolle spielt ;) ansonsten sieht es einfach nur toll aus.

Was die Idee an sich betrifft war diese gar nicht mal so schlecht, eine Welt in der außerirdische Wesen ohne unser Wissen allmählich die Erde überrennen und uns in nicht allzu ferner Zukunft ausrotten sollen. Eine Welt die nur von Jugendlichen beschützt wird, die immer wieder in das "Spiel" springen und die Wesen wie in Videospielen abschlachten. Nebenbei gibt es noch dazu eine Lebensanzeige und Punkte für jeden erlegten Fiesling.

Der Schreibstil ist leider etwas sprunghaft und manchmal kommt dadurch nicht gerade die ultimative Spannung auf, auf die man bei einem Alienabenteuer wartet. Auch die Einzelheiten des Spiels werden eher dürftig erklärt und die Geschichte gipfelt in einem wirren Ende. Dennoch ist das Buch als Zwischendurchlösung absolut lesenswert, vor allem für die etwas jüngeren Leser.


Fazit
Ein SciFi Abenteuer der anderen Art mit einigen unerwarteten Wendungen, dennoch nicht ganz so packend wie erwartet. Als Jugendbuch sicher nicht schlecht, dennoch sollte man sich von der eher sprunghaften Geschichte nicht zu viel erwarten.
Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.






Mein herzlicher Dank an den Fischer Verlag für die tatkräftige Unterstützung.

Ein Licht hinter der Tür von Janka Jakobi

 
Ein Blick hinter die Tür des Todes

Ursula hatte es nie leicht im Leben, ständig musste sie kämpfen, nichts zuletzt gegen den Krebs. Als sie für eine weiter OP ins Krankenhaus kommt, wacht sie nicht mehr auf, zumindest nicht im Diesseits.
Ursula starb bei dieser letzten OP und mit kämpfen ist nun Schluss, denn im Jenseits gibt es so etwas nicht. Hier muss die Frau erst wieder "leben" lernen mit ihren Gefährten und das aufarbeiten, was in ihrem Leben so alles passiert ist und damit nicht genug, Ursula erfährt sehr viel mehr über sich selbst auf ihrer Reise im Jenseits.
Eines allerdings bedauert sie von Beginn an und zwar ihre Tochter Sabine zurückgelassen zu haben, doch alles hat seinen Grund oder?


Meine Meinung
Da ich ein Fan von jeder Art Literatur bin, die tiefer geht und oft auch Themen behandelt die ernst sind, musste ich der Anfrage der Autorin fast nachkommen ;) Wie sich herausstellte behandelt sie hier durchaus interessante Ideen, auch wenn mir selbst oft etwas fehlte beim Lesen. Aber dazu gleich mehr.

Der Einband des Buches ist schlicht und sagt nicht allzu viel über das Buch aus, auch wenn man das Licht hinter den Bäumen als "das" Licht sehen könnte, von dem Menschen bei Nahtoderfahrungen schon gesprochen haben. Auch der Titel ist nicht sehr auffällig und ich muss sagen, das ich das Buch wohl eher übersehen hätte, wenn ich nicht darauf aufmerksam gemacht worden wäre.

Was die Idee betrifft, so ist diese auf jeden Fall auffälliger als die Aufmachung. Die Autorin behandelt hier ein Thema, dass wohl jeden von uns einmal beschäftigt hat oder uns erst noch beschäftigen wird. Sie nimmt uns mit auf eine Reise mit einer Frau die ihr irdisches Leben hinter sich hat, nur um uns ihr Leben im Jenseits zu zeigen. Vorerst kommt einem die Idee, dass es einfach nahtlos weitergeht etwas unwirklich vor, aber wir erleben, in diesem Fall mit Ursula, alles mit und ihre Begleiterin, ihr "Schutzengel", erklärt sehr viel über das Leben danach. Hier sind vor allem gegen Ende einige sehr interessante Ideen und Ansätze dabei, zu Beginn von Ursulas Nachlebens ist das Ganze nämlich noch etwas holprig. Man erfährt unter anderem wie das Spiel des Lebens überhaupt passiert, warum wir hier sind und was man nicht alles auf der Erde lernen kann.

Trotz des Interessanten Themas und den teilweise tollen Ideen der Autorin war es leider der Schreibstil der mich nicht so ansprach. Die Dialoge waren teilweise abgehakt und kamen einem etwas ungelenk vor und auch die Sprünge die man zwischen hier und dort macht sind etwas groß.

Fazit
Zwar nicht unbedingt der Pageturner schlechthin, aber dennoch ist "Ein Licht hinter der Tür" ein nettes Buch über das Leben und was uns danach erwartet. Die Autorin führt einem hier eindeutig einige Ideen vor Augen die zum Überlegen anregen. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen. 
 



Mein herzlicher Dank an die Autorin Janka Jakobi für die Unterstützung mit diesem Buch. 

Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir von Abigail Gibbs

Vom Schicksal bestimmt...

...oder nur ein schlechter Aprilscherz?

Als Violet einen Massenmord am Trafalgar Square in London beobachtet ändert sich ihr Leben vollkommen.
Warum? Es war kein üblicher Mord verübt durch einen Menschen, es war eine Abschlachtung durch spitzzahnige Wesen, besser bekannt unter dem Namen Vampiren. Als Augenzeugin wird Violet wider aller Erwartungen nicht getötet, sondern muss ab diesem Zeitpunkt bei den Bestien leben. Um genau zu sein im Königshaus Vale und zwar genau neben dem Zimmer des Thronerben Kaspar, der nicht nur ein widerlicher Lüstling ist, sondern auch ein blutrünstiger Vampir wie er im Buche steht. Violet bleibt keine Wahl, sie muss sich in der Welt der Vampire zurecht finden oder sie landet auf der Speisekarte der Blutsauger.



Meine Meinung
Alleine der Titel lädt doch wahrhaft zum Lesen ein, zumindest dachte ich mir das, als ich das Programm des ivi Verlages durchforstete. Tja ich hatte recht, denn dieses Buch stellte sich als 1A Pageturner heraus, aber dazu im folgenden mehr.


Schon das recht düstere Cover, dass zwar nicht aufwendig gestaltet ist, dafür aber sehr passend, macht einen auf das Buch neugierig. Der Grund? Viele Vampirbücher schmücken sich mit halbnackten Damen oder Herren bzw beidem und "Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir" (eng. "Dark Heroine: Dinner with a vampire") fällt endlich aus diesem Schema heraus. Auch der Titel ist mystisch und verbirgt sehr lange was er eigentlich bedeutet. Großer Pluspunkt bei diesem Buch: Der ivi Verlag hat das Cover und den Namen des Buches so gut wie vollständig aus dem englischen Original übernommen und das war auch gut so, denn es passt einfach :)


Ideentechnisch hat die Autorin zwar das allbekannte Schema der Vampire so gut wie vollständig in ihr Buch übernommen, aber dennoch einige neue Aspekte hinzugefügt. Welche genau möchte ich nicht verraten um potentiellen Lesern nicht die Spannung zu nehmen. Auf jeden Fall wird es nicht langweilig, ob es nun um Violet geht, die Dark Heroine oder aber auch um Kaspar. Leider wird aber in diesem ersten Teil eher wenig über die "Welt der Vampire" aus Abigail Gibbs Augen erzählt, hoffentlich werden wir in "Autumn Rose" OKT2014 (eng."Autumn Rose") etwas schlauer.

Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht. Sie verleiht unseren beiden Protas eine innere Stimme, die sie das ganze Buch durch begleitet und recht oft wiederspricht und rügt. Auch die Spaltung in zwei Protas bzw zwei Sichtweisen ist gut gemacht und gibt uns glücklicherweise auch mal einen Eindruck über das Leben von Kasper und nicht nur Violet alleine. Teilweise war mir der Schreibstil aber fast etwas zu hurtig, sodass ich einige Abläufe (eigentlich nur jene die ganz schön blutrünstig waren) nicht richtig verfolgen konnte, weil es einfach so schnell ging und das warum und wieso nicht erklärt wurde. Alles in allem lässt sich der Roman aber flott lesen und wird nach einigen Seiten zum wahren Pageturner.

Auch die Charaktere können sich sehen lassen. Wir haben auf einer Seite die taffe, teilweise echt großmäulige, aber dann doch wieder verängstigte Vi und auf der anderen Seite den großkotzigen, aber doch zutiefst verletzten Kaspar und einige andere Psychos, nette Vamps und wahnwitzige Zicken. Hier bekommt man auf jeden Fall nicht immer das erwartete und lernt schnell, dass man dem ersten Eindruck nicht ganz trauen kann.


Fazit
Toller Vampirroman der anderen Art. Hier hat man es nicht nur mit schmachtenden Frauen und nackten Männern zu tun. Abigail Gibbs Welt zeigt auch die düsteren Seiten die der Vampirismus so mit sich bringt und trieft nicht nur so vor Leidenschaft und Romantik, hier kann es teilweise ganz schön düster werden. Von mir gibt es für das Debüt 5 von 5 Wölkchen und meine Leseempfehlung für Vampirfans.





Reihe "The Dark Heroine"
  1. "Dinner mit einem Vampir" (eng. "Dinner with a Vampire")
  2. "Autumn Rose" OKT2014 (eng."Autumn Rose")


Mein herzlicher Dank an den ivi Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.


In der Todeszone [Die Auserwählten 03] von James Dashner

Das Warten hat ein Ende...

Achtung Spoilergefahr! Dies ist der dritte und finale Band der Trilogie!


Nach den Strapazen in der Brandwüste und dem Verrat von Theresa findet sich Thomas in den Händen von ANGST wieder. Wieder sind die Jugendlich nicht wie versprochen frei, sie werden festgehalten, denn ANGST will ihr Gedächtnis wiederherstellen. Thomas und einige seiner Freunde haben aber nicht vor all die Erinnerungen wieder in ihrem Kopf zu wissen, sie fliehen, fliehen in eine der Städte, eine Quarantänezone, ohne zu wissen, dass auch hier bereits der Brand wütet.
Es scheint als wären sie nie frei und ANGST, die starten ein neues Versuchsprogramm...



Meine Meinung
Schon die Vorgänger von James Dashner sind unglaublich spannend, wie konnte es anders kommen, ich musste auch wissen wie die Trilogie ausgeht und ob Thomas und Co endlich ein Heilmittel gegen den hirnzerfressenden Brand finden.


Die Aufmachung gefällt mir wie in den Vorgängern sehr gut, wobei mir auch hier die englische Version etwas mehr zusagt, da wir einen besseren Einblick in Thomas Abenteuer und deren Standort bekommen. Der Titel selbst hat mich zu Beginn des Buches verwirrt, ergab dann aber im Laufe der Geschichte um einiges mehr Sinn. Der englische Titel passt auch bei Teil 3 wie die Faust aufs Auge, wie bereits bei den Vorgängern.

James Dashner führt seine Idee der kaputten Welt erfolgreich weiter. Bisher entdeckte der Leser nur das Labyrinth und die Brandwüste.Diesmal werden wir allerdings in das Hauptquartier von ANGST entführt und dann auch noch in die echte Welt, die Welt in der es sogar noch Menschen ohne den Brand gibt. Er zeigt mal wieder, dass nichts seinem Einfallsreichtum gewachsen ist und entführt in eine Welt, in der es scheinbar keinen Ausweg gibt.

Der Schreibstil ist wie in den Vorgängern leicht und lädt zum Lesen ein. Wir erfahren wieder alles auf der Sicht unseres Protas Thomas und gehen immer mehr in die Tiefe was die Welt da draußen angeht, auch wenn wir über seine eigene Vergangenheit eher weniger erfahren. In Teil 3 kann es auch wieder blutig und düster werden, was die Reihe besonders lesenswert macht und der ganzen Geschichte mehr spannung gibt. Nicht nur einmal dachte ich schon fast, dass Thomas und seine Freunde Futter für die Cranks werden.

Einzig das Ende ließ meiner Ansicht nach etwas zu wünschen übrig. Mir kam es etwas zu gewollt und auch unfertig vor, hier hätte der Autor am Ende nicht mit den Seiten geizen dürfen. Daher ziehe ich hier, für eine ansonsten tadellose Geschichte, ein halbes Wölkchen ab.

Fazit
Ein würdiger Abschluss, auch wenn ich mit dem Ergebnis persönlich nicht ganz zufrieden war, daher auch ein halbes Wölkchen Abzug. Für die Fans der Auserwählten ein Abenteuer das sich wieder sehen lassen kann und fasziniert. Von mir gibt es 4,5 von 5 Wölkchen und die Hoffnung, dass die Prequel "The Kill Order" ebenfalls fasziniert.




Reihe
  1. "Das Labyrinth" (eng. "The Maze Runner")
  2. "In der Brandwüste" (eng. "The Scorch Trials")
  3. "In der Todeszone" (eng. "The Death Cure")

Prequel:
eng. "The Kill Order"


Mein herzlicher Dank an den ChickenHouse Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.


Verfilmung
Im Oktober ist es soweit und "Die Auserwählten" erobern die Kinoleinwand!
Hier der offizielle Trailer :) Sieht gar nicht mal so übel aus!


Dornenherz: Jedem Ende wohnt ein Anfang inne von Jutta Wilke


Von Engeln und Rosen...


Seit dem Tod ihrer Schwester ist Anna eine Andere. Sie versucht krampfhaft ihren Eltern und ihrem Freund das zu ersetzen was verloren ging und dabei verliert sie sich fast selbst.
Als sie eines Tages auf dem nahegelegenen Friedhof herumstreift, sieht sie zum ersten Mal die Engelsstatue, die von weißen Rosen umringt ist.
Wie hypnotisiert zieht es sie immer wieder an diesen Ort und zu jemanden der ihr zeigt, dass jeder Abgrund irgendwann zu Ende ist und etwas Neues, Besseres bereithält.




Meine Meinung
Auf der Suche nach einer etwas ernsteren Lektüre mit dem gewissen Touch, bin ich beim Stöbern auf Dornenherz gestoßen, wovon ich bisher nicht allzu viel gesehen oder gehört habe. Dennoch ließ mich etwas am Klappentext "aufhorchen" und das zurecht.

Das Cover ist schon am ersten Blick wunderschön und auf den zweiten sogar noch schöner, wenn man den halbdurchsichten Einband abnimmt kann man einen Teil des Covers immer noch sehen, aber da sagt wohl ein Foto mehr als tausend Worte ;)
Auch der Titel ist nicht schlecht gewählt und man kann zum Inhalt selbst einen Bezug herstellen.


Die Idee der Autorin, Anna durch eine sehr schwere Zeit in ihrem Leben zu begleiten, ist unheimlich berührend. Man erlebt Annas dunkle Momente selbst ein Jahr nach dem Tod ihrer Schwester. Der Leser erfährt mehr über das warum und wieso, erlebt ein zerrüttetes Familienleben und den Versuch die Leere auszufüllen, die der Tod hinterlassen hat.
Im Laufe des doch sehr kurzen Buches treffen einige Gemütszustände aufeinander. Mal wird es traurig, dann wieder wild romantisch und mit den Passagen aus der Vergangenheit mystisch und mysteriös.

Hier wird vor allem der Prota die Aufmerksamkeit geschenkt. Sie ist jung, traurig und versucht jemand zu sein, der sie nicht ist. Sie versucht mit Schmerz umzugehen und findet vor jener schicksalshaften Begegnung am Friedhof nichts mehr, das ihr Spaß macht. Ihr Leben ändert sich rasant und entführt den Leser in das jugendliche und schnelllebige Leben der traurigen Anna.

Fazit
Ein schöner Roman über den Tod und das Leben, über Liebe und Freundschaft und über die Frage: "Wie soll es weitergehen, wenn man doch gar nicht mehr weitermachen will?" Auch wenn der Roman sehr schnelllebig und jugendlich ist, fasziniert er dennoch mit seinem Herz. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.





Mein herzlicher Dank an den Coppenrath Verlag für die großzügige Unterstützung.

Das unerhörte Leben des Alex Woods


Das Universum vs. Alex Woods

Es ist keine Alltäglichkeit von einem Asteroiden, pardon einem Meteoroiden am Kopf getroffen zu werden, und dann auch noch zu überleben. Aber da Alex Woods, auch Lex genannt, keinesfalls ein alltägliches Leben führt, ist es wohl gar nicht so ungewöhnlich.
Mit einer esotherischen Mutter, die gerne mal Tarotkarten legt, seiner fast Glatze, den bald einsetzenden epileptischen Anfällen schon in der Kindheit und seinem recht hoch entwickelten Intellekt, ist Alex wohl alles andere als das herkömmliche "Normal". Der intelligente Junge erzählt seine Geschichte, die nicht nur an üblen Klassenkameraden und Prügeleien vorbeiführt, sondern auch die einer wahren Freundschaft, die stärker ist als man anfangs glaubt.


Meine Meinung
Auf dieses Buch bin ich durch die Bloggeraktion des Limes Verlages gekommen und habe mich nach dem recht amüsanten Klappentext entschieden, dass dieses Buch gelesen werden muss :) Im nachhinein bereue ich keine Seite und bin durch dieses Buch auch wieder ein Stück klüger geworden.




Ich muss gestehen, dass mich das deutsche Cover nicht gerade vom Hocker haut, auch wenn es sehr gut zum Inhalt selbst passt. Auch der Titel ist mir persönlich etwas zu lang und hat nicht wirklich diesen "Wow"- Effekt den man immer sucht. Die originale Version dagegen besticht mit der hübschen hellen Optik, ebenso wie der knackige Titel.

Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Geschichte ist äußerst faszinierend.
Die Handlung an sich ist nicht so wie bei vielen Bücher. Sie verläuft stetig, ohne große Höhen und Tiefen, fesselt aber durch die Handlung den Leser förmlich ans Buch. Der Autor hat es geschafft den etwas kuriosen Protagonisten oft witzig an den "Mann" zu bringen und die scheinbar willkürliche Begegnung mit Mr.Peterson in eine Freundschaft zu verwandeln die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Mehr möchte ich aber dazu gar nicht mehr verraten, um die Überraschung nicht zu verderben.

Auch der Schreibstil des Autoren überzeugt. Zwar ist er teilweise etwas naiv gehalten, wie von einem Kind, aber dann wieder so intelligent, dass man beinahe an sich selbst und seiner eigenen Intelligenz zweifelt. Alex Woods erinnert in mancher Hinsicht etwas an Sheldon Cooper (Doktor Sheldon Cooper) von TBBT, falls ihr die Serie kennt. Naiv in so mancher hinsicht und dann wieder so schlau wenn es um Wissenschaft oder ähnliches geht. Seine Wissbegier kennt kein Ende und das steckt den Leser förmlich an. Schon lange kam es nicht mehr vor, dass ich Aussagen in einem Buch im Internet überprüft habe ob diese auch wirklich stimmen ;)

Hinzu kommt, dass ein scheinbar ganz lustiges Buch einen doch so ernsten Beigeschmacken hat und einige Themen behandelt, die gar nicht so locker hinzunehmen sind wie der recht fröhliche Schreibstil.
Zu Beginn war ich von diesem Buch wenig überzeugt (etwas in den ersten 30 Seiten), aber nachdem ich das erste mal laut auflachen musste, wanderten die Seiten nur so dahin um am Ende an einem Ort zu landen, an den man nicht mal im Traum gedacht hätte.
In Alex Woods Geschichte geht es im Großen und Ganzen nicht nur um einen Jungen, der von einem Meteoroiden getroffen wurde, sondern auch um schwere Krankheiten im Kindesalter, Mobbing und den Tod mit den damit verbundenen Schwierigkeiten für jeden Betroffenen.

Fazit
Alex Woods Geschichte ist sicher nicht nur etwas für nebenbei. Eine kuriose Geschichte mit amüsanten Protagonisten trifft auf den Ernst des Lebens. In dieser Geschichte stolpert man über so manches Lachen, interessantes Wissen, aber irgendwann trifft wohl jeder Leser auf die tiefe Melancholie die unter der Oberfläche wabert. Von mir gibt es für diese Achterbahn der Gefühle 5 von 5 Wölkchen und meine absolute Leseempfehlung für alle die nach "MEHR" im Leseland suchen.
 





Mein herzlicher Dank an den Limes Verlag für die Unterstützung mit dieser Lektüre!

Rette mich vor dir [Teil02] von Tahereh Mafi

Denn die Hoffnung stirbt zuletzt!(?)

Achtung Spoilergefahr! Dies ist bereits Teil 2 der Trilogie!

Nach ihrer erfolgreichen Flucht aus Warners Klauen befindet sich Juliette beim Wiederstand und bei ihrem geliebten Adam.
Eine Verbesserung in ihrem Leben würde man annehmen, aber leider scheinen die Menschen in Omega Point sie zu fürchten und das zu recht. Denn Juliette ist gefährlich und unter den Fittichen von Kenji soll sie ihre Kräfte entwickeln und das nicht ohne Überraschungen.
Der finstere Warner hat sie noch lange nicht aufgegeben, er sucht  mit allen Mitteln nach ihr und auch auf Adam wartet eine sehr unschöne Überraschung nach der anderen.
Auch Juliette muss so einiges einstecken und bald schon stellt sich die Frage ob Hoffnung nicht nur noch ein Traum ist.

Meine Meinung

Da ich Teil 1 schon recht vielversprechend und interessant fand, war für mich klar, dass ich mich auch über Teil 2 wagen werde. Tahereh Mafi kam mit einer guten Idee und hat sie in Teil 2 sogar verbessert, aber dazu unten mehr.

Auch "Rette mich vor dir" (eng. "Unravel me") hat wieder ein wunderschönes, verträumtes, aber nicht sehr aussagekräftiges Cover. Es hält sich stark an Teil 1 an, ebenso wie die englische Originalversion. An sich ist das Buch in beiden Sprachen der wahre Blickfang und ein kurzer Satz am englischen Cover macht es noch schmackhafter für den Leser: They want to find me. I will find them first.

Das Buch schließt nahtlos an den ersten Teil an, daher passt der Übergang auch sehr gut für diejenigen die Teil 1 noch gut im Kopf haben. Für diejenigen die das Buch schon eher verdrängt haben bzw wo das lesen schon länger her ist, lohnt sich vielleicht ein Blick in "Ich fürchte mich nicht" (eng. "Shatter me") da es in Teil 2 nur selten einen Rückblick gibt.
Dennoch folgt die Geschichte ihrem ganz eigenen Weg und lasst einen als Leser so gut wie nicht mehr los. Es gibt zwar auch einige eher langatmige Passagen, aber die halten sich auf jeden Fall in Grenzen. Wahnsinnig gut sind hier wieder mal die versteckten Geheimnisse, die allmählich ans Licht kommen und wo in Teil 3 sicher noch genug auf uns warten.

Der Schreibstil ist unverändert gut zu lesen. Die Autorin schafft es immer mehr uns in Ihre Welt zu ziehen. Auch die innere Zerissenheit von Juliette wird diesmal wieder voll ausgeschöpft mit den durchgestrichenen Sätzen, die oft auf uns warten wenn unsere Prota mal wieder im Gefühlschaos ist.

Wie erhofft erfahren wir diesmal mehr über die Nebencharaktere, zwar immer noch weniger als erhofft, aber es wird immerhin auf Warner, Adam und Kenji mehr Licht geworfen. Aber auch Juliette und ihre Kräfte lernen wir mehr kennen, ebenso wie ihre Gefühlswelt, die den Leser teilweise ganz schön aus der Bahn wirft.

Fazit
Toller Nachfolger von Teil1, der tiefer geht und wo der Leser mehr erfährt. Für Fans von Warner sicher auch ein muss ;P (Habe ja gelesen er soll der Publikumsliebling sein). Von mir gibt es für Tahereh Mafis zweiten Teil um Juliette 5 von 5 Wölkchen.





Reihe

  1. "Ich fürchte mich nicht" (eng. "Shatter me")
  2. "Rette mich vor dir" (eng. "Unravel me")
  3. eng. "Ignite me"

Als ebook erschienen sind "Zerstöre mich" (eng. "Destroy me") - zwischen Teil 1 und 2 aus Warners Sicht- und eng. "Fracture me" - während Teil 2 aus Adams Sicht. Es gibt hier auch einen Sammelband (eng. "Unite me") in dem Beide Kurzgeschichte zusammengefasst wurden.

Mein Dank an den Goldmann Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.  
Auch auf Facebook gibt es den Goldmann Verlag - mit einem einfachen *klick* geht es dorthin.

Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater

Von Wahrsagerei und Prophezeiungen

Schon seit Blue denken kann, gibt es eine Weissagung die besagt, dass sie ihre wahre Liebe mit einem Kuss töten wird. Verständlich das sie sich somit von Jungs, aber vor allem vor den Raven-Jungs fernhält, die das hiesige Internat besuchen.
Wie es das Schicksal nun mal so will, begegnet ihr, Blue, die keinen Funken Magie in sich trägt, bei dem alljährlichen Besuch des Friedhofs am Markustag ein Geist, den sie nicht nur hören, sondern auch sehen kann. Sein Name ist Gansey und es scheint als wäre Blue seine Mörderin. Blue kann und will das nicht akzeptieren und als dann plötzlich wirklich ein Gansey in ihr Leben tritt ist sie heillos verwirrt.
Es beginnt eine Suche, die viel weiter führt als gedacht und ungeahnte Mächte erweckt.


Meine Meinung
Ganz ehrlich? Ich habe mir nach der tollen Leseprobe vom Anfang wirklich viel erwartet, vielleicht auch weil ich Maggie Stiefvaters Bücher sonst so liebe. Aber "Wen der Rabe ruft" konnte mich so gar nicht fesseln und hier erkläre ich warum.

Cover und Titel finde ich hier wieder sehr passend. Die Aufmachung des deutschen Exemplars ist schlicht und der Titel passt auch gut, wobei beiden nicht viel über den Inhalt verrät. Das englische Original gibt jedoch mit einem großen Raben schon etwas mehr her, der Titel ist aber ähnlich kryptisch wie die deutsche Version.

Die Idee der Autorin, die uns nach Henrietta entführt, einem nicht so aufregenden Örtchen, ist anfangs sehr kryptisch. Unsere Prota Blue, fällt nicht nur durch ihren ungewöhnlichen Namen auf, nein sie lebt außerdem in einem Haus voller Wahrsagerinnen/Hexen, nur das an ihr selbst so gut wie nichts Magisch ist. Dann sind da noch die Jungs der Akademie, die nach unsichtbaren, aber magischen, Ley-Linien suchen. Gemixt wird hier einiges und ergibt eine konfuse und wirre Geschichte über einen Ort der dem Bermudadreieck sehr ähnlich ist und Menschen die danach suchen.

Was den Schreibstil angeht war ich furchtbar enttäuscht.
Bisher habe ich alle Maggie Stiefvater Romane verschlungen, doch dieser ist beinah das gesamte Buch über wirr und langatmig. Hier hatte ich es seit langem mit einem Buch zu tun, durch das ich mich praktisch quälen musste weil es so lahm voranging und man vielen Gedankensprüngen nicht ganz folgen kann. Sichtweisen wechseln ebenfalls oft und das teilweise einfach zu schnell.

Auch zu den Charakteren kann ich keine besonders gute Meinung abgeben, da hier scheinbar nur Blue interessant ist. Ihre Hexentanten sind durchscheinend und lernen wir kaum kennen, die Jungs der Akademie sind sich verwirrend ähnlich, sodass man die Namen beinah nicht auseinanderhalten kann. Aber ich möchte hier nicht nur kritisieren, denn bei Blue hat die Autorin ihre Arbeit nicht schlecht gemacht, nur das man selbst bei ihr nicht weiß wo man dran ist sozusagen.
 

Fazit
Für mich kein wahrer Stiefvater. "Wen der Rabe ruft" ist meines Erachtens langatmig, unspektakulär und wirr. Wer nach einem Pageturner a la Wölfe von Mercy Falls sucht, ist hier falsch. Wer es dennoch versuchen will, soll sich selbst ein Bild machen. Von mir bekommt das Buch beinah geschenkte 2,5 von 5 Wölkchen mit Tendenz fallend (Blue hat das Ganze etwas rausgerissen ;)).





Reihe
  1. "Wen der Rabe ruft" (eng. "The Raven Boys")
  2. eng. "The Dream Thieves"

Auracle: Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe von Gina Rosati

Wenn der eigene Körper einem nicht mehr gehorcht...

Anna wäre ein stinknormaler Teenager, wäre da nicht diese eine Sache, nämlich ihre Gabe ihren Geist und ihren Körper zu trennen und als körperloses, geisterähnliches Wesen herumtollen zu können. Sie erlebt als schemenhafte Aura so einiges, aber vor allem ein Geschehnis ändert ihr Leben gewaltig. Dabei handelt es sich um jenen Tag als sie ihren Freund Seth zu den Wasserfällen begleitet. An jenem schicksalshaften Tag sieht sie wie ein Mensch stirbt und als wäre das nicht schon genug, muss sie nach ihrer Rückkehr zu ihrem Körper feststellen, dass dieser bereits besetzt ist und zwar von niemand geringeren als einer der freizügigen Tussen aus ihrem Jahrgang. Tja es scheint als würde auf Anna ein schwerer Kampf warten, bei dem es um weit mehr geht, als nur ihren Körper zurückzuerobern.


Meine Meinung

Ich war sofort Feuer und Flamme mit dem Buch als ich den Klappentext gelesen habe. Noch dazu ist das Cover mehr als einladend und sehr mystisch. Leider war das verhältnismäßig teure Buch aber dann ein ganz schöner Reinfall. Das Warum erfahrt ihr in den nächsten Absätzen.

Wie bereits erwähnt gefällt mir das mystische Cover sehr gut. Hier lehnt sich das Cover vom bloomoon Verlag stark an das englische Original an, was ich persönlich nicht schlecht finde. Es zeigt einem einen kleinen Ausschnitt des Buches und doch kann man damit erst etwas anfangen wenn man ca. die ersten 50 Seiten des Buches gelesen hat.

Was die Idee betrifft war ich von Beginn an Feuer und Flamme. Leider musste ich sehr rasch feststellen, dass es nicht einmal annähernd so war wie gedacht.
Zwar ist die Umherwanderung von Annas „Seele“ interessant, jedoch wird das Ganze nicht sonderlich gut erklärt, man ist lange im Unklaren und irgendwann wird die ganze Ideenschmiederei von Anna und ihrem besten Freund langweilig, weil sie teilweise doch recht kindisch sind, genauso wie ein nicht mal 16-Jähriger der ein Muskelpaket ist? Sehr unwahrscheinlich und das ist nicht die einzige Sache die stört, aber alles aufzuzählen würde einfach schon zu viel von der Geschichte verraten.

Es hapert einfach an der Umsetzung. Leider ist der Schreibstil der Autorin nicht sonderlich spannend und fesselt einen nicht gerade an das Buch. Wie bereits erwähnt fand ich die Grundidee nicht schlecht, aber mit eher seichten Charakteren und langwierigen, nicht sehr spannenden Passagen schmilzt das Lesevergnügen einfach etwas dahin.
Um aber nicht ständig nur Negatives zu "Papier" zu bringen, muss ich sagen das die Liebesgeschichte die sich hier anbahnt wirklich süß ist und ein gewisser Thrillerfaktor dem Ganzen dann doch etwas an Würze verleiht.

Fazit
Ich persönlich würde das Buch nicht wieder lesen. Für Jugendbuchfans die es zwar jugendlich, aber nicht kindisch wollen, sicher nicht das Richtige, aber für jene die sich von dem Teenystyle nicht abschrecken lassen und gerne eine Prise Thriller dabei haben ein nettes Lesefutter. Von mir gibt es 2,5 von 5 Wölkchen.


Flucht eines Toten von David Bielmann

Die letzte Reise eines Toten...


Albert Leblanc hat alles andere als ein einfaches Leben. Er ist Koch in einem mittelmäßigen Gasthaus und ist täglich den Sticheleien betrunkener Gäste und seines Chefs ausgesetzt. Freude bringt dem jungen Mann nichts außer Absinth, dem Gitarrenspielen und seiner Kollegin Mona.
Immer öfter hängt er in seinen Tagträumen nach die nicht gerade rosiger Natur sind und sein eines Tages fasst er einen unwiederruflichen Beschluss.
Als er seinen Plan in die Tat umsetzt geht jedoch etwas schief und fortan scheint es als wäre Albert befreit von allen Ketten, denn jeder  glaubt er wäre umgekommen. Doch kann sich ein Totgeglaubter wirklich für immer verstecken oder holt einem die Vergangenheit nicht doch immer ein? Die Reise des Toten beginnt, mit einigen Wendungen...



Meine Meinung
Schon der Klappentext verspricht eine düstere und undurchschauliche Geschichte ebenso wie das Cover des Buches. Doch ob David Bielmann mit seiner Idee und seinem melancholischen Protagonisten überzeugen kann erfahrt ihr in den folgenden Absätzen.

Das Cover ist etwas ungewöhnlich, auch wenn es die Vergänglichkeit auf gewisse Weise sehr gut wiederspiegelt. Auch die Gitarre, die im Leben unseres Protagonisten eine große Rolle spielt, kommt nicht zu kurz, aber ich hätte bei diesem Cover auf jeden Fall mit etwas anderem gerechnet muss ich gestehen ;)

Von Beginn an ist der Schreibstil recht düster und wir wissen nicht mit was und auch mit wem wir es hier wirklich zu tun haben. Der Autor bzw der Verlag hat schon beim Klappentext mit Informationen gespart und das Geheimnisvolle zieht sich bis zum Ende des Buche hin. Alleine die raschen, aber wenigen, Sprünge in der Sicht der Charaktere hat mich am Schreibstil gestört, weil man nicht gleich weiß mit wem man es zu tun hat und das sorgt für Verwirrung. Auch das die Spannung in der Geschichte mit jedem Seitenfortschritt nachließ fand ich irgendwie schade, aber es reicht immer noch um das Buch in kurzer Zeit zu verschlingen.

Die Idee an sich ist aber keine schlechte. Wir bekommen es mit einem leicht depressiven Mann zu tun, der irgendwann keinen Ausweg mehr sieht und tut was er nun mal tut. Leider will nicht alles klappen und von da an geht es mit unserem Prota auf eine wirre Reise, die mehr als einmal eine schicksalshafte Wendung nimmt.

Der einzige Schwachpunkt, neben Kleinigkeiten am Schreibstil, sind die Charaktere, die wir leider binnen der doch wenigen Seiten nur bedingt kennenlernen. Auch Albert Leblanc bleibt uns ein Buch mit sieben Siegeln, das wir bis zum Ende nicht lüften können - ebenso wie die Wirtstochter, die nun mal auch keinen unwesentlichen Part des Buches einnimmt.

Fazit
Düstre Story für Zwischendurch. Wer sich gern in das Hirn eines Verzweifelten versetzten möchte, hat es mit Albert keineswegs schwer, für Andere könnten seine Beweggründe und seine Einstellung jedoch ein nicht unerhebliches Leseproblem darstellen. Von mir gibt es für die düstere Flucht des Albert Leblanc aber 4 von 5 Wölkchen.




Mein herzlicher Dank geht an den Autor David Bielmann für die Unterstützung mit seinem Werk :)

{Hörbuch} Deine Seele in mir [Dead Beautiful01] von Yvonne Woon


Eine Geschichte mit Seele….

An einem Tag kann sich so vieles ändern.
An einem Tag kann ein ganzes Leben auf den Kopf gestellt werden.
Als Renée die Leichen ihrer Eltern im Wald findet ist nichts mehr wie es war. Sie muss ihr altes Leben hinter sich lassen, zu ihrem Großvater ziehen, den sie schon seit Jahren nicht mehr gesehen hat und die Schule wechseln – ans Internat Gottfried. Anfangs scheint es für Renée schwierig sich an die neuen Umstände ihres Lebens zu gewöhnen oder die ungewöhnlichen Fächer an ihrer Schule, wie Gartenbau, den Aufbaulehrgang Latein oder die Sportstunden, die nicht selten in Survivaltrainings ausarten. Eine Sache jedoch holt sie aus ihrem Schneckenhaus und das ist der geheimnisvolle Dante, dessen bloße Anwesenheit sie magisch anzieht. Irgendetwas an ihm ist anders und dieser Schule – nur was?



Meine Meinung

Ich weiß nicht warum mich dieses Hörbuch erst jetzt angezogen hat wie eine Motte das Licht. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher nur ein wirklich gutes Hörbuch erwischt habe bzw nur noch Exklusive ungekürzte hören wollte. „Dead Beautiful – Deine Seele in mir“ (eng. „Dead Beautiful“) ist aber auf jeden Fall wunderbar, soviel kann ich schon einmal sagen.

Die Sprecherin Simona Pahl (u.a. vom Exklusiv-Hörbuch zu Blutbraut – Lynn Raven) macht es einem leicht ganz tief in die Geschichte zu versinken. Selten habe ich eine so sanfte Stimme gehört, bei der man dennoch immer weiß „wer“ gerade spricht, da sich der Tonfall von Person zu Person natürlich verändert. Hörtastisch ist das einzige was ich hierzu sagen kann und hoffe bald wieder ein Hörbuch mit ihr zu erwischen!

Nun aber zu noch wichtigeren Themen als die Vertonung dieses Buches.
Das Buch selbst ist eine unglaubliche Reise in das Leben der traurigen Renée Winters, die ihr Leben vollkommen umkrempeln muss. Nicht nur einmal konnte mich die „Vorgehensweise“ der Autorin überraschen, da hier wirklich einiges schlummert, dass einen zu wilden Spekulationen verleitet. Zwar sind einige Passagen auch vorhersehbar, aber alles in allem bleiben viele Dinge ein Geheimnis und lüften sich erst sehr spät oder gar nicht in Teil 1. Yvonne Woon hat hier auf jeden Fall einige außergewöhnliche Ideen, die einen förmlich nach mehr lechzen lassen und das Hörvergnügen noch steigern.

Auch mit den Charakteren hat die Autorin ins Schwarze getroffen. Von unserer Protagonistin angefangen, die kein Blatt vor den Mund nimmt und nicht nur einmal in Schwierigkeiten gerät, über den mysteriösen Dante Berlin mit dem weichen Kern, bis hin zur kuriosen Rektorin und den vielen Mitschülern - eine breit gefächerte Auswahl an unterschiedlichsten Charakteren bietet sich hier dem Leser. Dann auch noch die liebe Mrs. Lynch (ich hoffe der Name ist richtig geschrieben, da ich ja das Hörbuch gehört habe ;D) die einen so sehr an Mr. Filch an Harry Potter erinnert. Von Gut zu Böse und wunderlich – hier findet man eigentlich alles, auch wenn durch diese Vielfalt natürlich etwas an Tiefe bei den Nebenfiguren verloren geht.

An Tiefe im Allgemeinen fehlt es dem Buch aber auf keinem Fall. Am Ende wurden von mir sogar einige Tränen vergossen und die Liebe zwischen Dante und Renée ist so zart, das man das Buch beinahe lieben muss und dem nächsten Teil entgegefiebert.


Fazit

Zwischen Trauer, großen Gefühlen und neuen Freundschaften mischen sich unheimliche Geheimnisse die es zu lüften gilt. Die Reise ins Internat Gottfried lohnt sich allemal und man kann schon gespannt sein wann die Autorin schließlich die letzten Geheimnisse lüftet. Von mir gibt es 5 von 5 magische Wölkchen und meine totale Hörempfehlung.





Hörbuch Exklusiv *hier* oder *hier* ergattern.



Buch-Reihe
1. „Dead Beautiful – Deine Seele in mir“ (eng. „Dead Beautiful“)
2. „Dead Beautiful – Unendliche Sehnsucht” JULI2012 (eng. “Life Eternal”)

Die toten Frauen von Juárez von Sam Hawken

Ein Mann auf der Suche nach der Wahrheit


Mexiko. Ciudad Juárez.
Eine Stadt voller Sünde und einer erstaunlich hohen Rate verschwundener Frauen, die immer mehr in die Höhe steigt. Drogen, Alkohol und illegale Box- oder Hahnenkämpfe sind schon fast Alltag und auch für Kelly einen erfolglosen Boxer stehen solche fragwürdigen Geschäfte an der Tagesordnung. Für seinen Kumpel Estéban, der gleichzeitig der Bruder seiner Freundin ist, hat er schon so manches vertickt und nachdem er nach einigen Rückschlägen keinen Ausweg mehr sieht landet er selbst wieder an der Nadel. Wochen des Rausches vergehen und Kelly kriegt nichts mehr mit, auch nicht das seine Freundin Paloma spurlos verschwindet. Diese Bombe trifft ihn schließlich wie ein Schlag, als er aus seinem Wachkoma ersteht, denn er wird als Verdächtiger verhaftet, gedemütigt und fast zu Tode geprügelt. Nur ein Mann glaubt noch an seine Unschuld, der Polizist Rafael Sevilla, der sich schließlich auf die lange Suche nach dem Mörder macht und ein unglaubliches Geheimnis entdeckt.



Meine Meinung

Ich bin normalerweise kein Fan von Krimis oder Thrillern. Meist sind mir die Bücher dieses Genres zu vorhersehbar und ohne jeden Reiz. "Die toten Frauen von Juárez" (eng. "The dead Women of Juárez") ist aber irgendwie anders und daher bereue ich nicht es mit diesem Buch versucht zu haben, da es mich hin und wieder sehr überrascht hat.

Das Cover mit diesem kleinen teuflischen Männchen und der blutroten Schrift, passt sehr gut. Zwar konnte ich mir selbst vor dem Lesen nichts vorstellen, aber zu einer Geschichte mit so vielen misshandelten, toten Frauen passt es irgendwie. Der Titel sagt hier natürlich schon mehr aus und es ist leicht zu erraten um was es hier eigentlich geht.

Der Schreibstil des Autors war meiner Ansicht nach nicht schlecht, aber hatte auch nicht das gewisse Etwas, das ein Buch zu einem absoluten Pageturner macht. Die Wechsel in der Sicht und die vielen spanischen Wörter machten mir das Lesen manchmal nicht so leicht und ich konnte eher schwer folgen. Zwar kann es auch sein das der Autor nur unwichtiges auf Spanisch geschrieben hat, aber woher soll ich das wissen, die vielleicht nur 3 Sätze spanisch sprechen bzw. lesen kann? Manchmal gab es auch zeitliche Lücken, die leider bis zum Ende nicht völlig gefüllt werden. Sie schmälern das Lesevergnügen zwar nicht, aber man hat trotzdem das Gefühl etwas nicht mitbekommen zu haben.


Seine Idee, diese Geschichte nach einigen wahren Punkten zu richten (in dieser Stadt verschwinden wirklich viele Frauen, angeblich an die 5.000 bisher und kaum welche wurden bisher gefunden) fand ich sehr gut und gibt diesem Krimi eine Authentizität, die man in vielen anderen Romanen lange suchen kann. Auch die Drogenexzesse, die Kämpfe, Prügeleien und Boxtrainings zeigen, dass der Autor sich mit diesen Themen sehr genau auseinander gesetzt hat um alles so wiederzugeben. Dann noch dieses große, ultimative Fragezeichen, auf dem die Entführungen und Morde aufbauen – ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber eines sei gesagt, vollkommen vorhersehbar ist hier nichts!


Auch mit den Charakteren hat er es sehr gut getroffen. Unsere Protas Sevilla und Kelly sind facettenreicher als so manch echte Personen und man merkt schon beinah zu spät wie viel Tiefe hinter ihren Masken steckt. Zu den Nebencharakteren möchte ich mich nicht zu lange äußern, da alleine die Protas viel Seele ins Buch bringen, auch wenn es, wie schon erwähnt, manchmal erst sehr spät kommt. Die etwas unwichtigeren Personen in diesem Buch sind nämlich eher durchsichtig und viele sind auch brutal oder gesetzlos.


Fazit

Durchaus lesenswert. Für Fans von teils blutigen Krimis, sicher ein Hit, auch wenn es nicht diese speziellen Pageturner Eigenschaften hat (meiner Meinung nach). Taucht ein in die grausame Welt der toten Frauen von Juárez und erlebt die Suche nach der Wahrheit. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.




Mein Dank an bilandia.de für die Großzügige Unterstützung.

Shadowfever [Fever5] von Karen Marie Moning

Spannung, Leidenschaft und nicht nur ein gefährliches Geheimnis …

sind das was die Fever-Bücher von Karen Marie Moning ausmachen und auch mit ihrem letzten Streich, ihrem Meisterwerk, zeigt sie uns was in ihr steckt.

Spoilergefahr – dies ist bereits Teil 5 und somit der finale Band von K.M. Monings Feverreihe.


Mac hat schon vieles erlebt. Sie wurde aufgeschlitzt, vergewaltigt, gejagt und weiß Gott nicht mit Samthandschuhen angepackt, doch dass, was nach der Reise durch die Spiegel auf sie wartet, ist weit mehr als sie verkraften kann. Mac hat jemanden getötet der versprochen hat sie immer zu schützen und das zerreißt sie innerlich. Es scheint nur eines zu geben das ihr hilft weiterzumachen und das ist Rache. Die frühere Mac ist tot, nun bekommen es die Unseelie mit Mac 5.0 zu tun und der würde niemand von uns in einer dunklen Gasse begegnen wollen. Skrupel kennt sie nicht und auch keinen Sinn in dieser gebeutelten Welt weiterzumachen, am liebsten würde sie sie aus den Angeln heben.
Doch eines muss unsere Heldin noch lernen – Illusionen sind weit öfter in ihre Welt verstrickt als sie dachte und manches geschieht aus einem Grund, so grausam er auch sein mag.


Meine Meinung
Zu lange ist es her, dass ich von Mac, Barrons und Co gelesen habe – eindeutig!
Mit dieser Reihe hat mich K.M. Moning infiziert, inspiriert und immer wieder vor Spannung zittern lassen. Wer diese Bücher nicht kennt, sollte das sofort nachholen und auf keinem Fall in meiner Rezi weiterlesen :) Hört auf damit und verderbt euch selbst nicht den Spaß.

Wie schon bei den Vorgängern bin ich vom Cover etwas enttäuscht, auch hier sind unnötigerweise wieder Andeutungen zu finden, dass es sich um einen Vampirroman handelt, was absolut nicht der Fall ist. Verstehe einer die Grafiker, denn mit falschen Infos tut man den Lesern absolut keinen Gefallen, man macht sie eher sauer, das nicht einmal die Mühe verwendet wurde die Geschichte richtig zu vermarkten. Gott sei Dank wurde zumindest endlich vom Vampir im Titel abgesehen und der original Englische mit "Shadowfever" (eng. "Shadowfever") übernommen.
   
Aus den früheren Teilen wissen wir ja, dass Karen Marie Moning einen fließenden Schreibstil hat, der einen als Leser immer wieder in seinen Bann ziehen kann. Doch hier kommt einmal etwas Ungewöhnliches – der erste Teil im Buch (insgesamt sind es 5) war anders, als alles was ich bisher von ihr gelesen habe. Ob das an Macs Trauer, Rachsucht, der Persönlichkeitsänderung oder sonst was kommt, das weiß ich nicht. Eines weiß ich aber bestimmt, mir hat dieser Teil am wenigsten gefallen, vielleicht aber auch nur, weil er so aussichtslos scheint für alles was ich mir in dieser Reihe erhofft hatte.

Auch in Teil 5 sorgt die Autorin mit einer Menge neuer Ideen für Aufruhr. Gut, vielleicht nicht völlig neu, aber sie vertieften unser Eindringen in die Welt der Seelie und Unseelie. Dinge von denen wir bisher nur gehört haben, werden plötzlich „Wirklichkeit“. Fragen die bisher unausgesprochen blieben werden gestellt und teilweise sogar beantwortet. Geheimnisse die die Autorin wie ihre Westentasche gehütet hat, teilt sie endlich mit uns, nachdem wir in vier Büchern förmlich darum betteln mussten (und einem Cliffhangerende in Teil 4 das beinahe körperlich wehtat). Welche Geheimnisse, Fragen oder andere Dinge das sind, kann ich, ohne euch total zu spoilern und euch den Spaß an dem Buch zu verderben, leider nicht sagen. Hier bleibt euch nur eins und zwar selbst lesen ;) Die düstere Geschichte von Mac, in einem Irland wie wir es nicht kennen, habe ich an einem Tag gelesen und ihr könnt das genauso tun, doch erwartet das unerwartete! Ich selbst als Hellseherin was Buchenden angeht, hatte keinen Dunst was auf mich zukommt und ich lag nicht nur mit einer Theorie falsch ;D

Kurz möchte ich noch eines erwähnen und zwar das, was mich selbst restlos an der Geschichte begeistert: Tolle, facettenreiche Charaktere, die einen immer wieder zum Staunen bringen und eine Protagonistin die sich vom Regenbogenmädchen zu einer Kampfmaschine und in einen Rachengel verwandelt wie es ihr beliebt. Mac ist das Herz der Geschichte, aber ohne die wunderbaren, teils skrupellosen Figuren neben ihr wie Rydon, Dani, Barrons, Darroc, V´rael und dem Sinsar Dubh würde das Buch einen Teil seines Reizes verlieren, was ich damit meine, sei dahingestellt. Manchmal sind kryptische Andeutungen einfach notwendig um die Spannung aufrechtzuerhalten :D

Fazit
Ein unglaubliches Ende einer unglaublichen Reihe. Mit einem Feuerwerk das größer ist als das zu Silvester, tritt die Fever-Reihe ab und damit etwas, auf das ich immer noch hinfiebern konnte. Eine einzige Sache hält mich davon ab nicht sofort die Autorin aufzusuchen und sie zu zwingen mehr zu schreiben und das sind einige Andeutungen die auf eine Fortsetzung(?) hinweisen. Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen, einen Jauchzer und die Hoffnung auf ein Wiedersehen.








Reihe
  1. "Im Bann des Vampirs" (eng. "Darkfever")
  2. "Im Reich des Vampirs" (eng. "Bloodfever")
  3. "Im Schatten dunkler Mächte" (eng. "Faefever")
  4. "Gefangene der Dunkelheit" (eng. "Dreamfever")
  5. "Shadowfever" (eng. "Shadowfever")
Mein herzlicher Dank an vorablesen.de und den Ullstein Verlag für die großzügige Unterstützung mit diesem Buch.

Ich schreib dir morgen wieder von Cecilia Ahern

Von Vergangenheit und Zukunft
Tamara hatte alles, zumindest glaubte sie das, bis sich ihr Vater das Leben nahm und sie und ihre Mutter mit nichts zurückließ. Völlig pleite und mit einer vor Trauer erstarrten Mutter müssen sie umziehen und zwar zu Tamaras Onkel Arthur und seiner Frau, die in der Einöde im Torhaus eines ausgebrannten Schlosses wohnen. Es könnte Tamara kaum schlimmer erwischen, abgeschottet vom Leben in Dublin, abgeschottet von ihrem früheren Leben, doch irgendwie findet sie doch Anschluss, beispielsweise bei Markus, der eine fahrende Bibliothek fährt und ihr ein Buch schenkt das ihr Leben verändert. Den in diesem Buch stehen Dinge die noch gar nicht passiert sind, Dinge die alles verändern und ein Geheimnis enthüllen das schon über siebzehn Jahre standhält. Das nicht immer ist alles ist wie es scheint muss unsrer Heldin erst lernen, aber auf die harte Tour.

Meine Meinung
Bisher habe ich es vermieden einen weiteren Ahern zu lesen, einfach weil ich diese fantastischen Elemente die sie nun in ihre Geschichten einbaut absolut nicht passen. Von „Für immer vielleicht“ (eng. „Where Rainbows End“) und „P.S. Ich liebe dich“ (eng. „PS, I love you“) war ich noch hin und weg, doch ihre weiteren Romane konnten damit nicht mithalten, auch „Ich schreib dir morgen wieder nicht“ (eng. „The Book of Tomorrow“), das Warum erfährt ihr gleich.
Wie bisher jedes Buch der Autorin ist auch dieses sehr schön gemacht und fällt jedem auf der gerne Liebesgeschichten liest, einfach weil es so fröhlich aussieht und einen dementsprechenden Titel hat. Der Titel macht einem besonders stutzig, wenn man wie ich :) Klappentexte entweder gar nicht liest oder nur die ersten zwei Zeilen. Er passt aber dennoch wie die Faust aufs Auge, weil dieser Satz auch im Buch oft fällt.
Bisher gefiel mir Aherns Schreibstil (nachdem ich schon 3 Bücher von ihr gelesen habe) sehr gut. Ich hatte immer ein besonderes Gefühl wenn sie uns in die Welt Irlands entführte, aber das blieb in diesem Buch irgendwie aus. Wir werden kaum in die Welt dieses wundervollen Landes entführt, mir fehlten Pubs oder einfach typische Veranstaltungen. Auch wenn sich unsere Geschichte teilweise bei dem abgebrannten Schloss abspielt war es mir diesmal nicht möglich mir wirklich etwas vorzustellen, es wurde einfach nicht so gut beschrieben wie sonst.

Außerdem hat mich dieses Buch erst im letzten Drittel in seinen Bann gezogen, davor dümpelt die Geschichte vor sich hin und bleibt sehr unspektakulär und dann geht es schlimmer rund als man es überhaupt noch erwartet hätte. Ich persönlich finde hier wären einige weitere spannungsgeladene Stellen vor dem Ende notwendig gewesen um es zu einem 4 Wölkchen Buch zu machen.
Der Inhalt erschien mir diesmal vollkommen suspekt. Ich mag diese fantastischen Elemente einfach nicht und dürfte eigentlich nichts Negatives sagen, weil nun mal jeder seinen Geschmack hat, aber ich war enttäuscht. Die Idee mit einem Buch das über die Zukunft berichtet kam mir irgendwie etwas hirnrissig vor, auch wenn mir alles, was nach den ersten 200 Seiten kam, wirklich gut gefallen hat (das letzte Drittel), nur nicht die Idee so aufgebaut. Auch einige Dinge danach waren mir einfach zu viel, aber wenn ich das hier verraten würde, bräuchtet ihr das Buch gar nicht mehr zu lesen. Hinter dem großen Geheimnis steckte nämlich ganz schön viel zusammengereimtes Zeug. Dinge die wohl niemand machen würde, aber trotzdem einen „Oh“-Effekt beim Leser auslösen.
 Zu guter letzte die Charaktere, die mich mehr als einmal total stutzig gemacht haben. Keiner davon ist wirklich so, dass er einem tatsächlich sympathisch ist. Alle haben Eigenarten, die ich sehr unschön fand, wie Tamaras ewiges Selbstmitleid und ihre Rebelleneinstellung, Arthurs ständiges Schweigen, Tamaras oberflächliche „Freundinnen“, der Kontrollfreak von Arthurs Frau oder diese eigenartige Nonne. Mir standen fast ständig Fragezeichen in den Augen, wenn mal wieder jemand etwas gemacht hat, das kein normaler Mensch tut oder zumindest ich nicht und man merkt leider erst fast vollkommen am Ende das einige Charaktere sich nur wegen dem großen Geheimnis so verhalten, wie sie sich nun mal verhalten.

Fazit
Okay aber auf keinen Fall ein Muss. Mir kam die Geschichte doch sehr lieblos vor und schnell dahin geschrieben ohne sich viele Gedanken gemacht zu haben. Für mich ist das wieder ein Zeichen auf keinen Fall einen fantastischen Ahern zu lesen und den selben Tipp gebe ich euch. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.




Tipp vom dreamerLand:
Wenn ihr etwas Gutes lesen wollt, versucht es mit „Für immer vielleicht“ (eng. „Where Rainbows End“). Bei diesem Buch habe ich bisher jedes Mal weinen müssen und immerhin habe ich es schon 5 mal gelesen ;D

Love you Hate you Miss you von Elizabeth Scott

Eine rührende Geschichte über tiefe Gefühle, Verlust und Freundschaft

Wo würde wohl ein jeder seine Sommerferien nicht verbringen wollen? Beim Entzug. Genau das macht Amy nachdem ihre beste Freundin Julia in jener Nacht gestorben ist.
Die beiden ließen nie etwas anbrennen – Amy alles alkoholische und Julia Pillen,LSD und Alk wenn gerade nichts besseres da war. Gemeinsam haben sie DEN Rausch, DEN Spaß gesucht, doch nachdem Julia in jener Nacht starb war der Alkohol nicht mehr die Flucht für Amy die er sonst war. Sie muss sich nun dem Leben nach dem Entzug stellen, ohne Alkohol, ohne Julia, ein scheinbar unmögliches Unterfangen, denn nun steht sie alleine da. Nach und nach verliert Amy die Hoffnung  bis ein kleiner Lichtblick am Horizont auftaucht und sie in ihrer Einsamkeit tröstet. Ein Lichtblick der ihr klarmacht, dass sie nicht alleine ist.

Kleiner Auszug: 
"It´s okay to be sad, you know," she said. "Are you sad?"
I rolled back over. She was standing in my doorway, Dad holding her hand and right by her side. The truth is, I feel beyond sad. I feel empty. Numb. When I drank, this was always how I wanted to feel.

Meine Meinung
 Ich lese gerne Bücher über Probleme, Missbrauch und Sucht. Elizabeth Scott hat hier mit "Love you, miss you, hate you" (dt. "Love you Hate you Miss you") ein wunderschönes Beispiel für das Leben nach dem Entzug und einem tragischen Unfall verbunden. Diese Geschichte zeigt Tiefen bei denen viele mit weit mehr Seiten gescheitert sind.

Um ehrlich zu sein hatte ich anfangs durch den Titel gedacht es handle sich um eine Liebesgeschichte. Auch das Cover ließ mich in diesem Irrglauben, bis ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und es mir, nachdem ich gerade mal 3 Sätze der Inhaltsbeschreibung gelesen habe, gekauft habe. Die deutsche Version finde ich übrigens für dieses Thema genauso unpassend wie die englische Version.

Was mir sehr gefiel war, dass die Autorin es versteht die Geschichte zu erzählen ohne uns die ganze Wahrheit zu verraten, bis es ihrer Meinung nach Zeit wird. Mit Andeutungen, kleinen Zeichen deutet sie zwar immer wieder auf etwas Wichtiges hin, was man aber erst sehr spät dann tatsächlich versteht. Der Schreibstil hat mich dadurch sehr fasziniert und je länger man im Buch liest desto mehr kann man mit Amy mitfühlen. Hilfreich sind hier auch die Tagebucheinträge oder eher Briefe an Julia die einem Amys Gefühle näherbringen.
 

Die Charaktere die wir hier kennenlernen sind von potentiellen Mordopfern (weil sie einfach so lästig sind XD) bis hin zu wirklich gebrochenen Persönlichkeiten vollkommen abgedeckt. Eines hat mir allerdings gefehlt, jemand der ohne Tadel und Abhängigkeitsproblem stark war. In diesem Buch haben wir es ausschließlich mit Charakteren zu tun die alle nicht perfekt oder stark sind und das aber in keinster Weise. Sie ergeben dann auch nur in Verbindung mit anderen Figuren Sinn und kommen einem nicht mehr so unnütz vor. "Love you, miss you, hate you" (dt. "Love you Hate you Miss you") erzählt eine Geschichte voller problembehafteter Charaktere sei es nun Eltern die nie ein Kind wollten, Jugendliche die sich von einem „Cliquenanführer“ alles gefallen lassen, beste Freundinnen die nicht so stark sind wie sie vorgeben zu sein und jungen Männern die nach einem Schicksalsschlag nie aus ihrer Versenkung gekommen sind.

Was ich jetzt wohl nicht mehr erwähnen brauche ist, das die Geschichte für das was am Buchrücken steht nicht mal ansatzweise so - man könnte es fast oberflächlich nennen- ist. Ich hätte nicht erwartet einen so puren Ausflug in die Gefühlswelt von Amy zu machen und fand den Aufbau und die ganze Story an sich wirklich gut, vor allem für ein Jugendbuch.

Fazit
Erschreckend erzählt Elizabeth Scott die Geschichte einer jungen Frau die das verliert was ihr am meisten bedeutet. Eine Geschichte voller Gefühl und Emotionen. Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen und mein Tipp an alle die gerne etwas ernstere Bücher lesen.