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Das Blut des schwarzen Löwen [Imperium der Drachen 01] von Bernd Perplies


Der Fluch der Drachen

Ein Baby, ein unschuldiges Baby. Das ist es, was Iolan damals war, als Arastoth ihm das Leben rettete und ihn in einem kleinen Fischerdorf zu einem anderen Leben verhalf.
Jahre zogen ins Land und Arastoth kehrte zurück, diesmal um den jungen Mann in einen Plan einzuweben der teuflisch und vielschichtig das ganze Imperium betreffen sollte.
Iolans Antrieb? Der Hass auf die Mörder seiner Eltern und Freunde - einzig den Tod des Königs sollte helfen das Feuer in seinem Herzen zu löschen.
Doch ist Rache tatsächlich die Lösung in diesem Krieg bei dem schon so viel Drachenblut vergoßen wurde?

Meine Meinung
Ich bin an und für sich ein großer Fan von Highfantasy jeder Klasse. Manche werden beinah von mir verschlungen, an anderen wiederum knabbere ich sehr lange. Leider war "Imperium der Drachen" eines der zweiten Sorte, sehr zu meinem Missfallen denn ich wollte wirklich, dass ich bei meinem allererster Perplies alle meine Fingernägel abkaue vor Spannung.

Titel und Cover sind auf jeden Fall typisch mystisch, zeigen aber wenig von der tatsächlichen Handlung, denn (***Achtung Spoiler***) hier geht es nicht um Drachen im herkömmlichen Sinne wie auf dem Bild oben.

Tja die gute alte Spannung - die ließ leider etwas sehhhhr lange auf sich warten. Zwar sind einige Passagen interessant und man fiebert auch mit, wann unser Prota denn nun endlich entdeckt um was es denn eigentlich geht, doch alles in allem fehlt der Feuereifer, der Funke oder auch einfach ein starker Held der einen in die Handlung zieht.
Auch das Cliffhanger Ende macht die Sache nicht gerade einfacher, denn hier hätte der Autor schon leicht noch einen guten Übergang zu Teil 2 schaffen können.

Aber um nicht alles nur schlechtzumachen, mir gefiel der Grundplot, die Idee hinter der Handlung, die leider etwas farblos war. Auch eine bestimmte Schlacht hatte bestimmt was für sich, nur ging nach dem recht tollen Anfang alles in einen langsamen Trott über. Hätte der Autor mehr über die verschiedenen Völker erzählt , die durchaus interessant schienen, hätte er hier sicher einiges wettmachen können.

Fazit
Für den etwas dürftigen Start in die Reihe gibt es von mir, für die etwas farblose Handlung, nur 2,5 von 5 Wölkchen. Für wahre Perplies Fans eventuell trotzdem ein gutes Lesefutter, ich hatte leider keinen Vergleich und empfehle das Buch nur hartgesottenen Fans, Anfänger lieber Finger weg!



Reihe
  1. "Das Blut des schwarzen Löwen"
  2. "Kampf um Aidranon"


Mein herzlicher Dank an den Egmont INK Verlag für die tatkräftige Unterstützung.


Verführerischer Vollmond [Nymphs 1.1] von S.Luhtanen & M.Oikkonen


Schön, verführerisch und tödlich.

Das ist die junge Didi und muss es auf eine schreckliche Weise herausfinden. Als sie in jener Nacht mit ihrem Freund schlief, erwachte das was sie wirklich ist vollkommen: eine Nymphe, ein Wesen, dass sich in jeder Vollmondnacht einem Mann hingeben muss um zu überleben.
Das wollen ihr zumindest andere Nymphen begreiflich machen, doch Didi denkt da anders. Sie will auf keinem Fall jemanden wehtun, vor allem nicht denen die sie liebt.
Aber hat die Nymphe eine Wahl und wer sind die Satyrn die es bereits sehr bald auf sie abgesehen haben?
Freund oder Feind? Das und viel mehr muss Didi herausfinden...



Meine Meinung
Bis vor kurzem kannte ich die Serie, die wohl schon in über 50 Ländern bekannt ist noch nicht. Erst als ich das Buch beim Fischerverlag entdeckte dämmerte es mir, dass Nymphen sicher nicht das schlechteste Thema für ein Buch und/oder eine Serie sind.

Leider wurde hier für das Cover des Buches, das selbe Cover der Serie hergenommen und zeigt uns unsere Protagonistin Didi. Mir persönlich gefällt es jedoch nicht, wenn ein Filmplakat oder Seriencover für das Buch genommen wird, aber das ist wohl Geschmackssache.

Zum Schreibstil bleibt nicht sonderlich viel Gutes zu sagen. Er ist sprunghaft, schwammig und teilweise doch sehr emotionslos, fast als würde man ein Drehbuch lesen. Die ständigen Wechsel in der Sichtweise und die unangekündigten Rückblicke machen das Lesevergnügen auch nicht gerade besser. Auch das Thema Satyr wird leider nur angekratzt und Didis Leben vor dem offiziellen Nymphendasein ist ein schwarzer Fleck den man nur aus der Ferne betrachtet.

Bedauerlicherweise wertet die Geschichte das Buch auch nicht vollkommen auf. Zwar ist die Idee mit den Nymphen nicht schlecht, leider geht es aber oft zu schnell und dann doch wieder zu langsam im Buch voran. Einzig der Handlungsstrang des Satyrn Jesper und einer gewissen Nymphe machen das ganze dann doch recht lesensewert, auch wenn ihre Geschichte leider etwas zu kurz erscheint und etwas löchrig wie der Rest.


Fazit
Vielleicht hätte ich mir doch die Serie ansehen sollen um in die Geschichte einzutauchen, da diese scheinbar weniger Fragen aufwirft. Für diesen Versuch alles in ein Buch zu bringen kann ich für den eher schwammigen Schreibstil und die oberflächlichen Charaktere nur 2,5 von 5 Wölkchen vergeben und meinen Tipp an eventuelle Leser nicht zu viel zu erwarten.




Reihe
  1. "Verführerischer Vollmond"
  2. "Tödliche Liebe"

Mein herzlichen Dank an den Fischer Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.


Hier noch ein Trailer für die Interessierten ;)

Zwischen uns die Zeit von Tamara Ireland Stone


Wenn nicht nur Kilometer einen trennen...

...sondern auch die Zeit.

Anna ist mit ihren 16 Jahren soweit ganz glücklich, nur würde sie so gerne die Welt entdecken und flüchtet sich so gerne in geschriebene Geschichten die sie an andere Orte bringen. Das ändert sich als sie den Neuen in der Schule kennenlernt, Bennett der ihr so unglaublich vertraut vorkommt., Bennett der ihr von Anfang an den Atem nimmt. Der geheimnisvolle Junge benimmt sich ihr gegenüber auch sehr sonderbar und Anna weiß nicht mehr was sie denken soll, bis er sie in sein Geheimnis einweiht. Was sein Geheimnis ist? Er kommt aus dem Jahr 2012, also 17 Jahre aus der Zukunft für Anna und damit nicht genug er sucht seine "in der Zeit" verlorenen Schwester. Mit all dem kann Anna irgendwie umgehen, doch Bennett kann jederzeit verschwinden und in seine eigene Zeit geschleudert werden....


Meine Meinung
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von diesem Buch noch nichts gehört hatte, bevor ich es vom Verlag vorgestellt bekam. Da ich aber unglaublich auf Zeitreisen stehe und immer wieder nach "der" Geschichte suche die berührt machte ich mich natürlich über dieses Buch her.

Das deutsche Cover ist sehr jugendlich und hübsch. Der junge Mann, denn wir weggehen sehen, passt sehr gut zum Inhalt, auch wenn ich mir einen 16-jährigen nicht ganz in solchen Klamotten vorstelle :) Die originale englische Version dagegen hat 3 verschiedene Cover und davor ist wohl das vom Corgi Childrens Verlag das schönste, meiner Meinung nach :)


Die Geschichte bzw die Idee an sich, ist nicht schlecht. Zu Beginn erleben wir ja schon eine Begegnung der anderen Art und wir erfahren erst recht spät was es mit dieser Passage auf sich hat. Die Zeitreise, aber auch die Reise von einem Punkt der Erde zu einem anderen sind interessant, leider aber wird hier viel zu wenig erklärt. Woher kommt die Gabe, wie funktioniert das alles und warum ist das Ende so wie es nunmal ist?
Vieles lässt die Autorin ungeklärt und das liegt wohl daran, dass noch Bücher folgen, aber ob das hier die richtige Lösung ist sei dahingestellt, da das Lesevergnügen durch die etwas seichte Handlung doch oft nachlässt.


Auch die Charaktere sind leider etwas oberflächlich behandelt. Zwar verbringt der Leser seine ganze "Zeit" mit Anna, doch man erfährt nicht allzuviel von ihr, nur das sie gerne reisen würde und das sie von Beginn an einen Narren an Bennett gefressen hat. Auch unseren Zeitreiser lernen wir nicht sehr gut kennen, er ist mal da, dann wieder nicht und das Ende war mehr als merkwürdig finde ich. Was mir allerdings gefiel, waren die Sprünge die er mit Anna gemacht hat, an ganz bestimmte Orte - für Globetrotter oder Jumper Fans ein wahrer Traum.

Fazit
Leider etwas seicht. Zwar hat die Autorin mit einer netten Idee begonnen, jedoch machen es die wenig sympathische Prota und die vielen Geheimnisse schwer, das Lesen zu genießen. Sollte man etwas für zwischendurch suchen oder auch nicht zu tiefsinnige Bücher lieben, sicherlich nicht übel, aber für etwas wählerische Leser, ist es wohl eher eine Fehlentscheidung. Von mir gibt es 2,5 von 5 Wölkchen.






Bücher
  1. "Zwischen uns die Zeit" (eng. "Time between us")
  2. eng. "Time after Time"

Mein Dank an den cbt Verlag für die großzügige Unterstützung.

Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater

Von Wahrsagerei und Prophezeiungen

Schon seit Blue denken kann, gibt es eine Weissagung die besagt, dass sie ihre wahre Liebe mit einem Kuss töten wird. Verständlich das sie sich somit von Jungs, aber vor allem vor den Raven-Jungs fernhält, die das hiesige Internat besuchen.
Wie es das Schicksal nun mal so will, begegnet ihr, Blue, die keinen Funken Magie in sich trägt, bei dem alljährlichen Besuch des Friedhofs am Markustag ein Geist, den sie nicht nur hören, sondern auch sehen kann. Sein Name ist Gansey und es scheint als wäre Blue seine Mörderin. Blue kann und will das nicht akzeptieren und als dann plötzlich wirklich ein Gansey in ihr Leben tritt ist sie heillos verwirrt.
Es beginnt eine Suche, die viel weiter führt als gedacht und ungeahnte Mächte erweckt.


Meine Meinung
Ganz ehrlich? Ich habe mir nach der tollen Leseprobe vom Anfang wirklich viel erwartet, vielleicht auch weil ich Maggie Stiefvaters Bücher sonst so liebe. Aber "Wen der Rabe ruft" konnte mich so gar nicht fesseln und hier erkläre ich warum.

Cover und Titel finde ich hier wieder sehr passend. Die Aufmachung des deutschen Exemplars ist schlicht und der Titel passt auch gut, wobei beiden nicht viel über den Inhalt verrät. Das englische Original gibt jedoch mit einem großen Raben schon etwas mehr her, der Titel ist aber ähnlich kryptisch wie die deutsche Version.

Die Idee der Autorin, die uns nach Henrietta entführt, einem nicht so aufregenden Örtchen, ist anfangs sehr kryptisch. Unsere Prota Blue, fällt nicht nur durch ihren ungewöhnlichen Namen auf, nein sie lebt außerdem in einem Haus voller Wahrsagerinnen/Hexen, nur das an ihr selbst so gut wie nichts Magisch ist. Dann sind da noch die Jungs der Akademie, die nach unsichtbaren, aber magischen, Ley-Linien suchen. Gemixt wird hier einiges und ergibt eine konfuse und wirre Geschichte über einen Ort der dem Bermudadreieck sehr ähnlich ist und Menschen die danach suchen.

Was den Schreibstil angeht war ich furchtbar enttäuscht.
Bisher habe ich alle Maggie Stiefvater Romane verschlungen, doch dieser ist beinah das gesamte Buch über wirr und langatmig. Hier hatte ich es seit langem mit einem Buch zu tun, durch das ich mich praktisch quälen musste weil es so lahm voranging und man vielen Gedankensprüngen nicht ganz folgen kann. Sichtweisen wechseln ebenfalls oft und das teilweise einfach zu schnell.

Auch zu den Charakteren kann ich keine besonders gute Meinung abgeben, da hier scheinbar nur Blue interessant ist. Ihre Hexentanten sind durchscheinend und lernen wir kaum kennen, die Jungs der Akademie sind sich verwirrend ähnlich, sodass man die Namen beinah nicht auseinanderhalten kann. Aber ich möchte hier nicht nur kritisieren, denn bei Blue hat die Autorin ihre Arbeit nicht schlecht gemacht, nur das man selbst bei ihr nicht weiß wo man dran ist sozusagen.
 

Fazit
Für mich kein wahrer Stiefvater. "Wen der Rabe ruft" ist meines Erachtens langatmig, unspektakulär und wirr. Wer nach einem Pageturner a la Wölfe von Mercy Falls sucht, ist hier falsch. Wer es dennoch versuchen will, soll sich selbst ein Bild machen. Von mir bekommt das Buch beinah geschenkte 2,5 von 5 Wölkchen mit Tendenz fallend (Blue hat das Ganze etwas rausgerissen ;)).





Reihe
  1. "Wen der Rabe ruft" (eng. "The Raven Boys")
  2. eng. "The Dream Thieves"

Auracle: Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe von Gina Rosati

Wenn der eigene Körper einem nicht mehr gehorcht...

Anna wäre ein stinknormaler Teenager, wäre da nicht diese eine Sache, nämlich ihre Gabe ihren Geist und ihren Körper zu trennen und als körperloses, geisterähnliches Wesen herumtollen zu können. Sie erlebt als schemenhafte Aura so einiges, aber vor allem ein Geschehnis ändert ihr Leben gewaltig. Dabei handelt es sich um jenen Tag als sie ihren Freund Seth zu den Wasserfällen begleitet. An jenem schicksalshaften Tag sieht sie wie ein Mensch stirbt und als wäre das nicht schon genug, muss sie nach ihrer Rückkehr zu ihrem Körper feststellen, dass dieser bereits besetzt ist und zwar von niemand geringeren als einer der freizügigen Tussen aus ihrem Jahrgang. Tja es scheint als würde auf Anna ein schwerer Kampf warten, bei dem es um weit mehr geht, als nur ihren Körper zurückzuerobern.


Meine Meinung

Ich war sofort Feuer und Flamme mit dem Buch als ich den Klappentext gelesen habe. Noch dazu ist das Cover mehr als einladend und sehr mystisch. Leider war das verhältnismäßig teure Buch aber dann ein ganz schöner Reinfall. Das Warum erfahrt ihr in den nächsten Absätzen.

Wie bereits erwähnt gefällt mir das mystische Cover sehr gut. Hier lehnt sich das Cover vom bloomoon Verlag stark an das englische Original an, was ich persönlich nicht schlecht finde. Es zeigt einem einen kleinen Ausschnitt des Buches und doch kann man damit erst etwas anfangen wenn man ca. die ersten 50 Seiten des Buches gelesen hat.

Was die Idee betrifft war ich von Beginn an Feuer und Flamme. Leider musste ich sehr rasch feststellen, dass es nicht einmal annähernd so war wie gedacht.
Zwar ist die Umherwanderung von Annas „Seele“ interessant, jedoch wird das Ganze nicht sonderlich gut erklärt, man ist lange im Unklaren und irgendwann wird die ganze Ideenschmiederei von Anna und ihrem besten Freund langweilig, weil sie teilweise doch recht kindisch sind, genauso wie ein nicht mal 16-Jähriger der ein Muskelpaket ist? Sehr unwahrscheinlich und das ist nicht die einzige Sache die stört, aber alles aufzuzählen würde einfach schon zu viel von der Geschichte verraten.

Es hapert einfach an der Umsetzung. Leider ist der Schreibstil der Autorin nicht sonderlich spannend und fesselt einen nicht gerade an das Buch. Wie bereits erwähnt fand ich die Grundidee nicht schlecht, aber mit eher seichten Charakteren und langwierigen, nicht sehr spannenden Passagen schmilzt das Lesevergnügen einfach etwas dahin.
Um aber nicht ständig nur Negatives zu "Papier" zu bringen, muss ich sagen das die Liebesgeschichte die sich hier anbahnt wirklich süß ist und ein gewisser Thrillerfaktor dem Ganzen dann doch etwas an Würze verleiht.

Fazit
Ich persönlich würde das Buch nicht wieder lesen. Für Jugendbuchfans die es zwar jugendlich, aber nicht kindisch wollen, sicher nicht das Richtige, aber für jene die sich von dem Teenystyle nicht abschrecken lassen und gerne eine Prise Thriller dabei haben ein nettes Lesefutter. Von mir gibt es 2,5 von 5 Wölkchen.


Der Weg der gefallenen Sterne[Birthmarked03] von Caragh O'Brien

Das Finale von Gaias Kampf um Gleichheit

Achtung Spoilergefahr! Es handelt sich hier um den finalen dritten Teil der Reihe!


Ein harter Weg erwartet die Gruppe aus dem Sumpf. Gaia führt sie als Matrarch zur Enklave um dort eine neue Ära einzuleiten. Nach ihrer beschwerlichen Reise ist die Enklave jedoch weit davon entfernt sie mit offenen Armen zu empfangen allem voran da Gaia und der Protektor sich nicht gerade wohl gesinnt sind. Wird die junge Hebamme es schaffen und ihr Volk den versprochenen Neustart ermöglichen oder wir der Protektor nicht nur Gaia und ihren Geliebten ins Unglück stürzen? Ein erbitterter Kampf auf beiden Seiten beginnt und nicht nur ein Einzelner wird sich opfern müssen…


Meine Meinung
Nachdem ich die Vorgänger beide geliebt habe, musste ich natürlich wissen wie die Geschichte um Gaia ausgeht. Leider war ich teilweise sehr enttäuscht und war mit dem Ende der Reihe keinesfalls zufrieden. Das Warum erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.

Die deutsche Aufmachung lehnt sich sehr stark an die Vorgänger an, lediglich die Farbe ist anders und der Name der passt irgendwie gut zum Inhalt. Die englischen Cover begeistern mich aber mal wieder – die geschwungene Schrift und die mystische Aufmachung ist ein wahrer Eyecatcher inklusive einem einprägsamen Titel.
Leider muss ich sagen, dass der Schreibstil der Autorin im finalen Teil an Spannung verliert. Außerdem ist es sehr kurz gehalten, etwas sprunghaft und einfach nicht zu vergleichen mit den Vorgängern. Zwar haben wir es mal wieder mit einem nicht schlechten Storyboard zu tun, dennoch hapert es hier eindeutig an der Umsetzung, weil es dem Leser irgendwie vorkommt immer wieder das gleiche zu lesen. Inklusive dem nicht halb so spannenden Ende wie erwartet, welches sehr offen hinterlassen wird und viele Fragen aufwirft.

Auch die Charaktere verlieren an Herz und vor allem an gesunden Menschenverstand. Immer wieder macht Gaia dieselben Fehler, wiederholt was sie bereits 2 Kapitel zuvor getan hat und zerrt damit wirklich an den Nerven des Lesers. Auch die Beziehung zwischen Gaia und Leon macht nicht mehr das her, was sie im Vorgänger getan hat. Die beiden kommen einem vor wie Fremde, ebenso Will und Peter die im zweiten Teil ein großer Bestandteil der Geschichte waren.

Tiefgang erwartet uns hier leider wenig bis gar keiner. Bei so einer tollen Geschichte eine Enttäuschung, da das Buch noch dazu weniger Seiten hat als die Vorgänger.


Fazit
Ein nicht überzeugendes Ende dieser tollen Reihe. Gaia und Co scheint die Puste ausgegangen zu sein und die Story gipfelt in einem wenig spannendem Ende, dass die Herzen, nach dem wahrhaft genialen Vorgänger, leider nicht höher schlagen lässt. Mein Tipp: solltet ihr die Reihe wirklich geliebt haben und wollt unbedingt wissen wie es weitergeht wagt es, wenn euch Teil 2 aber reicht – belasst es dabei! Von mir gibt es für einen netten Versuch 2,5 von 5 Wölkchen.


Reihe
  1. "Die Stadt der verschwundenen Kinder" (eng. "Birthmarked")
  2. "Das Land der verlorenen Träume" (eng. "Prized")
  3. "Der Weg der gefallenen Sterne" (eng. "Promised")

Mein herzlicher Dank an den Heyne fliegt Verlag mit der Unterstützung mit diesem Buch.

Dunkle Zeit [Nightshade2] von Andrea Cremer

Wo blieb die Leidenschaft!?

Achtung Spoilergefahr! Das ist bereits Teil 2 der Reihe.

Um Shay zu retten hat Calla einiges auf sich genommen, sie hat ihr Rudel verlassen, ihr Volk verraten und den Mann, der ihr zugedacht wurde, verlassen.Nun ist sie auf der Flucht und den Suchern, ihren schlimmsten Feinden in die Hände gefallen. Anstatt Calla jedoch zu töten machen sie ihr ein Angebot das sie nicht ausschlagen kann, die Sucher werden ihr helfen ihre alten Herren zu vernichten  und ihr Rudel zu retten. Calla steht vor einer schweren Entscheidung, denn für die Rettung ihrer Vertrauten ist es notwendig das sie Ren, ihrem ehemaligen Verlobten, gegenübertritt, denn sie für Shay verlassen hat. Schon bald plagen sie Zweifel und weiß nicht mehr ein noch aus, soll sie sich ihrem Schicksal ergeben oder selbst entscheiden wen sie liebt?


Meine Meinung
Vor gut einem Jahr habe ich den ersten Teil der Nightshade Bücher gelesen, verschlungen, nein inhaliert. Ich war hin und weg von der Geschichte, der Spannung, den Gefühlen und der Leidenschaft die hier zwischen den Zeilen brodelt. Doch wie sollte es weitergehen, das war die Frage am Ende des Buches und wurde in Teil 2 mehr schlecht als recht erzählt.

Die Aufmachung ist wie schon Teil 1 sehr schön. Die Frau mit den scheinbar flammenden Augen schreit förmlich Gefahr und das macht sie nicht nur in der deutschen Version, denn am US- Cover blickt uns auch eine düstere Calla entgegen. Das UK Cover dagegen ist meiner Ansicht nach einfach nichtssagend, wo doch schon die anderen Versionen nicht viel über den Inhalt des Buches aussagen.

US & UK Cover

Die Handlung und der Schreibstil wirkten in diesem Teil der Reihe sehr unbeholfen. Es scheint fast als hätten der Autorin die Ideen gefehlt und viele Passagen sind hölzern bzw einfach nicht flüssig zu lesen durch lahme Dialoge und keine wirkliche Handlung. Vielleicht liegt es daran, dass der Beginn schon mal komisch vorkommt, ohne kurzen Rückblick, der einem noch mal die Vorkommnisse von Teil 1 in Erinnerung ruft, denn diese Gedankenfetzen die Calla hier hat helfen einem nicht weiter, wenn man das Buch vor längerer Zeit gelesen hat. Man wird also in eine Handlung geworfen die sehr lange nicht einmal wirklich eine Handlung hat und leider erst in den letzten 100 Seiten spannend wird.

Charakterlich vermisste ich in Teil 2 auch etwas, der Tiefgang der in Teil1 so an die Charaktere bannt, ist hier leider erst im letzten Drittel wieder da. Calla ist zwar nach wie vor eine tolle Protagonistin, aber ihr Kampf mit sich selbst nervt irgendwann, vor allem ihre Zerrissenheit wenn es um Ren und Shay geht, nachdem sie sich in Teil 1 doch eindeutig für Shay entschieden hat.
Was auf jeden Fall frischen Wind in die Bücher bringt, sind die vielen neuen Nebencharaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Sucher sind auf keinem Fall langweilig und man kann gespannt sein, wieviel wir noch über sie erfahren, vor allem über Monroe und Ethan, den Kollos mit dem zuletzt doch weichen Kern.

Fazit
Alles in allem eher enttäuschend, aber da da letzte Drittel des Buches dennoch mitreißt kann man immer noch auf eine bessere Fortsetzung hoffen. Für die halbherzige Handlung kann ich aber leider nur 2,5 von 5 Wölkchen geben.



Reihe
  1. "Die Wächter" (eng. "Nightshade")
  2. "Dunkle Zeit" (eng. "Wolfsbane)
  3. "Die EntscheidungMAI2012 (eng. "Bloodrose")

Mein herzlicher Dank an den Egmont LYX Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.

Meeresflüstern von Patricia Schröder


In den Tiefen des Meeres lauernd…

Nach dem Tod von Elodies Vater ist vieles nicht mehr wie es war. Sie Siebzehnjährige kommt nur schwer mit dem Verlust klar und wird, um ein bisschen Abstand zu bekommen, von Lübeck nach Guernsey geschickt, wo sie bei ihrer Großtante wohnen soll. Sie hatte nicht damit gerechnet das ausgerechnet auf dieser verschlafenen Insel etwas außergewöhnliches passiert, doch da hat sie sich geirrt – die Leiche eines jungen Mädchens wird gefunden und schon bald stellt sich die Frage wer oder was ihr das angetan hat. Es scheint als triebe ein Mörder sein Unwesen und dann begegnet Elodie auch noch einem Jungen aus dem Meer, der mehr zu sein scheint als man auf Anhieb annimmt und dann wird wieder eine Leiche gefunden mit den Lungen voll Meerwasser. Die Suche nach dem Mörder geht weiter und mittendrin in diesem Chaos herrscht in Elodies Herz ein wahrer Sturm von Gefühlen.


Meine Meinung

Nachdem ich hier den Klappentext gelesen hatte und das wunderschöne(!) Cover sah, wurde ich neugierig auf dieses Buch. Das Thema, das es behandelt oder was wir glauben das es behandelt ;) klingt auf jeden Fall nach etwas, dass faszinieren kann und mir an sich gut gefiel, wenn man von einigen Dingen absieht die ich gleich erwähnen werde.

Das Cover und der Titel passen auf jeden Fall schon einmal super, zwar ist das Cover nicht sonderlich aussagekräftig, aber dafür wunderschön, ich habe selten ein so schickes Buch gesehen und vor allem die türkisenen Elemente passen gut zum Thema Meer und sehen klasse aus. Ein wahrer Eyecatcher!

Was die Idee betrifft, fand ich diese eigentlich ganz gut, nur haperte es manchmal an der Umsetzung. Die Wesen aus dem Wasser sind vollkommen anders als es anfangs scheint, was natürlich nicht schlecht ist und sie machen den Leser auf jeden Fall neugierig. Doch die recht plumpen Andeutungen die die Autorin macht („Jucken in den Füßen“) verdarben mir den Spaß nach einer Weile etwas, da es einfach zu oft vorkam und zu sehr betont wurden. Auch die „Beziehung“ die sich zwischen Elodie und Cyriel bzw Elodie und Gordy entwickelt schien mir etwas weit hergeholt, weil es so schnell ging und das richtige Feeling für den Leser teils ausblieb.

Die Charaktere waren aber dennoch recht interessant, auch wenn unsre Prota hier ein etwas nervigeres Exemplar ist ;) Elodie glänzt zwar dadurch, dass sie ein Mädchen ist, dass nicht wie viele weibliche Charaktere total scheu und keusch ist, doch ihre Anwandlungen wenns um das männliche Geschlecht geht, sind schon gewöhnungsbedürftig. Da wären zu frühe Liebesgeständnisse, dieses hin und her und ihre Gespräche mit Sina ihrer besten Freundin (die Gespräche finden nur in ihrem Kopf statt ;D). Ansonsten war sie aber durchaus amüsant und vor allem einige Charaktere die nicht so alltäglich sind gefielen mir gut (ein bsp. Ashton).

Manches blieb mir aber einfach zu oberflächlich, auch wenn ich die Geschichte an sich nicht schlecht fand und durchaus Potential vorhanden ist, reichte es mir am Ende nicht ganz um mich zu überzeugen. Auch das Elodie auf Guernsey plötzlich nicht mehr zur Schule gehen musste war mir etwas suspekt und die doch sehr zahlreichen Geheimnisse die selbst am Ende von Band eins noch vollkommen in der Luft schweben ;D, aber hier darf man ja fast nichts sagen, da es ja noch weitergehen soll mit Elodie und den Nix und zwar schon im Herbst 2012!

Fazit
Nicht übel, man hätte aber durchaus mehr daraus machen können. Hinter diesem wirklich wunderschönen Cover verbirgt sich eine teils recht unausgegorene Geschichte die hoffentlich im nachfolgenden Band verbessert bzw. tiefgründiger und realitätsnaher wird. Von mir gibt es 2,5 von 5 Wölkchen mit Tendenz nach oben.





Mein Dank an den Coppenrath Verlag für die Unterstützung mit diesem Schmuckstück von Buch.

Silence [Hush, Hush 3] von Becca Fitzpatrick

Eine Suche nach der eigenen Vergangenheit
Achtung SPOILERGEFAHR! Das ist bereits Teil 3 des Vierteilers.
Er ist gefallen. Ihm wurden die Flügel herausgerissen und wurde auf die Erde geworfen. Nun lebt er hier unter anderem Namen.
Nora war 9 Wochen verschwunden, entführt von jemand an den sie sich nicht mehr erinnert. Ihr Gedächtnis ist weg, 5 Monate ihres Lebens ausgelöscht und ganz langsam tastet sie sich in ein Leben zurück das nicht ihres zu sein scheint. Vee ist verbittert, ihre Mutter mit einem Mann liiert dem Nora nicht einmal ihre Zahnbürste anvertrauen würde und dieser junge Mann dem sie eines Nachts begegnet kommt ihr seltsam bekannt vor. Sie versucht herauszufinden was passiert ist bevor sie verschwand, doch jeder verschweigt ihr wichtige Details, stottert wenn es zur Wahrheit kommt. Nora macht sich auf die Suche ihrer Erinnerungen, komme was wolle und merkt nicht wie sie in einen Krieg hineinrasselt der älter als die Welt zu sein scheint.

Meine Meinung
Manchmal heißt es „weniger ist mehr“ und das kann ich teils eindeutig von dieser Reihe behaupten. Schon "Crescendo" (dt. "Bis das Feuer die Nacht erhellt") hat mich eher skeptisch zurückgelassen, aber "Silence" (dt. noch unbekannt) war für mich schon fast zu viel. Leider war ich diesmal enttäuscht von Becca Fitzpatrick und ihren Engeln, Gefallenen und Nephilim.
Wie schon die Vorgänger ist auch "Silence" (dt. noch unbekannt) mit einem silbrig-schimmernden Cover versehen, was ein wahrer Augenschmaus ist und auch die beiden Figuren die hier am abgebildet sind passen gut dazu. Ein Engel und eine Jungfrau in Nöten sozusagen ;D Wie schon bei "Crescendo" (dt. "Bis das Feuer die Nacht erhellt")  bin ich aber vom Titel nicht vollkommen überzeugt, da nur ein einziges Mal im Buch auf eine Stille angespielt wird.
Nun aber zu meinen Problemen mit dem Buch. Nach dem Cliffhanger am Ende von Teil 2, an das ich mich leider nur noch sehr schwach erinnere ^^, geht es in Teil 3 rasant weiter. Im Prolog geschieht etwas das die ganze Geschichte ändert – Noras Gedächtnisverlust. Ich selbst war total geschockt wie schnell unsre Heldin dann auf dem Friedhof gefunden wird, ein etwas längerer Vorspann wäre also durchaus gut gewesen um wieder in die Reihe hineinzufinden bzw. eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse, da schon gut ein Jahr seit dem Erscheinen des letzten Teiles vergangen ist.
<3

Der Inhalt hat mich diesmal auch nicht vom Hocker gehauen. Gedächtnisverlust eines Protas ist so eine Sache. Man weiß ja das die anderen lügen und man durchblickt viel zu schnell das mit dem Namenswechsel, was ich aber nicht näher erläutern will um nicht zu spoilern. Spannung ist also etwas anderes, die Geschichte dümpelt nur so vor sich hin ohne wahres Highlight. Das Ende war eigentlich das Beste an der ganzen Sache, eben weil es besser war als der gesamte Rest des Buches. Überraschen konnte mich die Autorin nämlich nicht mehr wirklich, bis auf die Tatsache das die Protas immer durchsichtiger werden statt komplexer. Nora ist das ein gutes Beispiel, die wird von einer doch recht toughen jungen Frau zu einer krampfigen Klette.
Wo ich noch in Teil 1 fasziniert war, war ich in Teil 2 genervt und leider muss ich sagen in Teil 3 schon etwas gelangweilt. Dennoch werde ich mir Teil 4 wohl holen nur um die Reihe zu Ende zu wissen. Doch ich warne euch noch früh genug: wenn ihr "Hush, Hush" (dt. "Engel der Nacht") gelesen habt belasst es dabei, ich habe für Silence mehr als 2 Wochen gebraucht – peinlich bei nicht mal 450 Seiten.
Fazit
Nun ja vom Hocker hat mich schon weit weniger gerissen. Ich bin etwas enttäuscht, weil ich gehofft hatte die Autorin steigert sich wieder, aber es geht weiter bergab. Trotzdem hoffe ich auf einen grandiosen Teil 4 und vergebe 2,5 von 5 Wölkchen.



Reihe
  1. "Silence" (dt. noch unbekannt) 
  2. Titel noch unbekannt erscheint vorraussichtlich im Herbst 2012

Die Welt in den Wolken von Jay Amory


In einer Welt jenseits der Wolken…
lebt der junge Az. In einer Stadt über den Wolken hat der Bursch nur ein kleines, fast unscheinbares Problem, er besitzt keine Flügel, sieht aus wie einer der Erdlinge, die doch vor so langer Zeit ausgestorben sind. Schon seit seiner Geburt wird er dafür verhöhnt und verspottet, bis zu dem Tag an dem er für eine wichtige Mission ausgewählt wird. Er soll das Reich im Himmel verlassen und auf dem Erdboden gelangen um herauszufinden warum es in letzter Zeit Engpässe mit diversen Rohstoffen gab. Mit viel hatte Az bei seiner Reise gerechnet und sogar auf manches gehofft, doch manches wäre wohl besser im Schatten geblieben. Eine Reise in die Ungewissheit beginnt für den flügellosen Jungen…
Meine Meinung
Ein solcher Klappentext kann doch nur Gutes heißen oder? Tja das dachte ich auch und habe mir „Die Welt in den Wolken“ (eng. "The Fledging of Az Gabrielson ") unbedingt gönnen müssen, doch leider wurde ich teils enttäuscht. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.
Die Idee an sich wäre ein Hit gäbe es da nicht einige Wenns und abers. Doch nun möchte ich kurz auf das Beste am ganzen Bucheingehen: die Idee. Hier werden wir in eine Welt geworfen, in der die Menschen sich an die Verhältnisse im Himmel gewöhnt haben, nachdem sie die Erde verließen. Eine Welt in der niemand an Leben auf der Erde glaubt, obwohl sie doch ihre Rohstoffe von dort beziehen. Natürlich gibt es auch in einer solchen Welt jemanden der heraussticht und das ist hier Azreal, Az. Ein besonderer Junge, möchte man glauben, aber dazu nachher mehr. Was mir unter anderem total gefallen hat waren die Namen, die waren einfach himmlisch!
Doch nun zur Kehrseite der Medaille: Schon anfangs merkt man, dass der Schreibstil sehr kurios und nicht ganz leserfreundlich ist, da man so oft in der Person springt das es fast wehtut. Von Az zu dem Vakir zu Cassie, so gut wie keine Person der wir begegnen wird außen vor gelassen. Zwar bekommen wir dadurch einen super Einblick in die Gedanken der verschiedenen Figuren, doch wir haben hier einfach keinen roten Faden, keinen richtigen Prota, wo man doch anfangs glauben würde es wäre Az, unser flügelloser Held. Der eigentlich für sein Alter total kindisch und iwie doof ist.
Der Schreibstil ist ähnlich verwirrend, durch teils langatmige Passagen und sehr verschiedene Namen kommt man einfach nicht dazu vollkommen von der Geschichte gefangen genommen zu werden obwohl man mit einem guten Gefühl an das Buch herangeht. Zu oft wird zu sehr ins Detail gegangen und spannend nenne ich leider etwas anderes. „Die Welt in den Wolken“ (eng. "The Fledging of Az Gabrielson ") war für mich teils sogar „Lesezeitverschwendung“ ohne jetzt vollkommen zu übertreiben. Ich weiß es klingt hart, aber ich habe lieber einen Jane Austen Roman angefangen als weiterzulesen und eingeschlafen bin ich auch einmal beim Lesen von Amorys Werk.
Nun aber noch ein Zuckerl, damit man nicht glaubt ich bin ein Unmensch. Die Aufmachung ist wundervoll. Man bekommt gleich ein Gefühl für eine solche Stadt in den Wolken die nur durch einen Betonpfeiler davon abgehalten wird vom Himmel zu stürzen und der Titel passt dementsprechend gut zum Buch. Doch leider ist nicht alles Gold was glänzt …
Fazit
Kein Tiefgang, eine nette Idee, ohne wahres Herz, dass ist es womit ich dieses Buch leider beschreiben muss. Ich denke von diesem Autor werde ich nichts mehr lesen und vergebe 2,5 von 5 Wölkchen (so wenig habe ich schon lange nicht mehr vergeben :()




"Clouded World" - Reihe 
  1. eng. "Darkening for a Fall"
  2. eng. "Empire Of Chaos"
Teil 3 und 4 sind als Doppelpack erhältlich *klick*

Verflucht [Strange Angels 1] von Lili St. Crow

Was tun wenn alles verloren scheint?


Schon lange reist Dru mit ihrem Vater umher auf der Suche nach Monstern, Dämonen und anderem Getier das er beseitigen kann. Doch nie hätte sie gedacht das ihr Vater in jener Nacht nicht mehr lebend nach Hause kommen würde. Noch weniger das er ihr die Türe als Zombie einschlagen und sie eigentlich allzugerne Fressen wollte.
Was tun wenn der Vater ein Monster wird?
Tja ganz einfach Knarre schnappen, zielen und feuern, doch was danach? Dru hat nun niemanden in der Welt mehr und der Lebenswiederhersteller ihres Vaters? Der sucht andere Wege um Dru ein für alle Mal loszuwerden.



Meine Meinung
Nachdem ich erfuhr das Strange Angels endlich übersetzt wird, war klar das es in mein Regal wandern wird und jetzt war es schließlich soweit.

Leider muss ich sagen das mich dieses Buch weit nicht so fasziniert hat wie ich mir das gewünscht hätte. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.

Als erstes muss ich den Einstieg loben, den die Autorin rasant und spannend gestaltet hat, ich hätte mir zwar gewünscht Dru als erstes etwas besser kennenzulernen, aber das ist Geschmackssache.Der Schreibstil an sich ist auch sehr angenehm und hält dem Leser ein gutes Bild vor Augen, hier kann ich also absolut sagen das Lili St Crow was auf dem Kasten hat.

Was aber die Charaktere betrifft, habe ich schon lange nicht mehr einen solchen Unwillen zu einer Protagonistin entwickelt. Dru ist meiner Ansicht nach leicht ekelhaft und hat nichts Weibliches an sich, das einem auffallen würde. Versteht mich nicht falsch ich mag keine Puppen, aber Dru ist ein anderes Xtrem. Grave dagegen war mein Licht in der Dunkelheit, alleine wegen ihm habe ich dieses Buch nicht aufgegeben, weil er einfach das gewisse Etwas hat!

Nun aber zu einem sehr wichtigen Thema - Idee und Umsetzung. Wie schon erwähnt war der Schreibstil wirklich angenehm, die Idee aber leicht aufgewärmt. Schon bei etlichen Büchern gab es diese Art von Handlung und das Buch gleicht Supernatural der Fernsehserie auf eine fast schon nervige Art und Weise. Hier war ich leider etwas enttäuscht und darum gibt es auch Wölkchen Abzug.
Was den Spannungsverlaufangeht war ich auch nicht recht zufrieden, da ich erst die letzten 20 Seiten gutfand, der Rest plätscherte nach einem wirklich guten Start nur so dahin.


Fazit
Ein langatmiger Einstieg in die angeblich 5 teilige Reihe, meiner Ansicht nach hätte man sich gut 200 Seiten sparen können und die Protagonistin ist auch gewöhnungsbedürftig. Für Leser die auch gerne mal Bücher ohne großen Tiefgang lesen sicher angenehm. Hier gebe ich 2,5 von 5 Wölkchen, ich werde die Reihe wohl nicht mehr weiter verfolgen.





Reihe
  1. "Verflucht" (eng. "Strange Angels")
  2. "Verraten" (Ende2011) (eng. "Betrayals")
  3. eng. "Jealousy"
  4. eng. "Defiance"
  5. Titel unbekannt

An dieser Stelle möchte ich mich beim PAN Verlag für die großzügige Unterstützung mit diesem Buch bedanken.  

Blutsbrüder von Michael Wildenhain

nLese ich gerade Hat Freundschaft ihre Grenzen?

Darius und Hakan sind schon ewig die Besten Freunde. Sie gehen durch dick und dünn egal was ist. Auch bei ihren Aktionen gegen die Neonazis stehen sie Seite an Seite und fangen sich oft nicht nur ein blaues Auge.
Doch dann beginnt Hakan etwas andere Pläne zu schmieden,extremere Pläne. Er will den Türken und Arabern die Probleme in ihrem Viertel verursachen Einhalt gebieten und das mit seinen eigenen türkischen Wurzeln. Ob Darius hier mitmacht weiß er selbst noch nicht - aber haben sie nicht geschworen Seite an Seite zu kämpfen, sind sie nicht Blutsbrüder?



Meine Meinung
Nach einer doch recht langen Lesezeit habe ich "Blutsbrüder" nun durch und war nicht ganz so hin und weg wie ich gehofft hatte. Anfangs war ich der Annahme es handle sich um eine Geschichte über die Problematik der verschiedenen Nationalitäten in Deutschland, doch eigentlich war es eher eine Geschichte über Freundschaft, das ist aber auch nur meine Ansicht.

Was die Charaktere betrifft erlebt man diese zwar hautnah, aber trotzdem fehlte mir hier die Tiefe. Die zeitweisen Ausflüge in die Vergangenheit lassen den Leser zwar manchmal gut hinter die Fassade blicken, doch das hat meiner Ansicht nach noch lange nicht gereicht um einen an die Charaktere zu fesseln.
 Darius kam mir zeitweise sehr charakterschwach vor und Hakan war meist nicht besser, er war cholerisch und einfach keine angenehme Person.

Die Geschichte an sich ist zwar ernst und keinesfalls leichte Kost, weil es um Nationalitätenkonflikte geht, wobei ich selbst das Gefühl hatte als ginge man darauf nicht wirklich ein, sondern eher auf diese Pseudo-HipHoper die reden als hätte man ihnen nicht ein intelligentes Wort gelernt. Vielleicht bin ich einfach zu alt oder mein Umfeld war immer etwas anders, aber diese Gossensprache ließ mich echt oft aufseufzen. Wer sagt den bitte "Ich mach dich Klinik" ?Da bin ich wohl zu wenig Ghettobraut oder Ghetto-nah aufgewachsen um das zu verstehen, seht es also nicht als Kritik falls ihr wirklich so sprecht.

Obwohl ich dachte hier habe ich ein echtes Problembuch vor mir lag ich damit einfach falsch.
Auch wenn das Schicksal von Darius und die Umstände die auf den Straßen teilweise wirklich herrschen, wie ein Schlag ins Gesicht sind und uns Michael Wildenhain das auch gut aufzeigt, konnte ich binnen der nicht einmal 300 Seiten keinen richtigen Bezug zum Buch finden. Ich habe sehr lange nach dem eigentlichen "Sinn" der Geschichte gesucht und ihn erst ganz am Schluss gefunden, wo es mir aber schon fast zu spät war.

Fazit
Nichts für mich. Wer sich gern mal an diesem Buch versuchen will würde ich raten zuerst eine mindestens 10 seitige Leseprobe zu lesen und dann zu entscheiden. Ich habe ein tiefsinniges Problembuch erwartet, bekam aber nur lauwarmen Ghettoslang-Unterricht. Ich gebe 2,5 von 5 Wölkchen mit Tendenz zu dreien.





Mein Dank gilt an dieser Stelle dem Ravensburger Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.