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Kleine Frau, was nun? von Rachel DeWoskin

Von kleinen Frauen und großen Katastrophen

Teenager sein ist nicht leicht, schon gar nicht wenn man noch dazu kleinwüchsig ist und gerade alles den Bach runtergeht.

Judys Leben liegt in Trümmern, sie hat sich in ein billiges Motelzimmer zurückgezogen und lebt seit Tagen abgeschottet von der Außenwelt. Sie erzählt uns ihre Geschichte und wie es dazu kam, dass sie in dieser Absteige haust.
Eines ist klar, als Kleinwüchsige an der Darcy Musikschule hat sie es schonmal nicht leicht, dann noch wahre Freunde zu finden und den Jungen zu beeindrucken in den man verknallt ist, grenzt schon fast an das Unfassbare. Doch irgendwie versucht die abgeklärte Judy alles zu meistern, leider hat sie dabei nicht gedacht, dass Jungendliche oft grausamer sind als gedacht.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich noch nichts von dem Buch gehört hatte, bevor ich es vom Verlag bekommen habe. Da ich aber Problembücher aller Art lese und auch noch nie etwas von einer Prota wie dieser gehört habe war ich neugierig und das zurecht wie ihr in den folgenden Absätzen lesen werdet.

Der allererste Blick aufs Cover sagt nicht viel aus. Man geht vielleicht von einem Roman aus dem Genre Chicklit aus, aber der Schein trügt hier, ebenso wie beim englischen Cover des Buches (eng. "Big Girl Small").

Was die Idee zu diesem Buch angeht bin ich fasziniert. Noch nie habe ich eine ähnliche Protagonistin erlebt und das will etwas heißen bei über 400 gelesenen Büchern. Rachel DeWoskin hat den Lesern hier den Einblick in das Leben einer Minderheit gegeben, von der man sonst nicht viel hört. Aber nicht nur dass, es ist außerdem eine Geschichte über das Leben der Musik- und Schauspielliebenden Judy, welches durch eine einzige dumme Tat ins Wanken gerät, wie es nur bei Teenagern sein kann.
Hier findet man nicht nur Humor, Freundschaft und Gefühle, sondern auch Dinge, die sonst kein Jugendbuch oder zumindest selten eines behandelt. Dinge wie der erste Einfluss von Alkohol, der erste Kontakt mit Marihuana im Teenageralter oder Sexting, sprich Themen die sonst entweder totgeschwiegen werden oder gleich in der Zeitung landen weil unsere heutige Jugend ja so "verkommen" ist. Ungeschminkt wird die Geschichte um Judy erzählt, die zu anfangs eher für die Dramalastigkeit der Jugendlichen gehalten wird, es aber mehr dahintersteckt als man glaubt.

Bei den Charakteren finden sich auch so manche Kuriositäten. Zum einen die sehr erwachsen wirkende Protagonistin, die unsicherer ist als man zu anfangs glaubt und den typischen Teenager mit seinen Problemchen verkörpert. Zum anderen Kyle, den coolen Kerl mit den verschlafenen Augen, dessen Charakter weit verkommener und sonderbarer ist als man zu anfangs glaubt und einige andere deren Leben wir jedoch nur streifen und von denen wir nicht so viel lesen.

Fazit
Nicht nur für zwischendurch geeignet. "Kleine Frau, was nun?" (eng. "Big Girl Small") glänzt durch Witz und Charm, stiehlt sich jedoch erst mit seiner ungeschminkten Art und Weise in die Herzen der Leser. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen für einen tollen Jugendroman über eine kleine Frau.






Mein herzlicher Dank an den Piper Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.

Sieh mich an von Natasha Friend

Ist das Aussehen wirklich alles?

Lexi ist schön, sie war es schon immer, selbst als Kind. Jetzt als Teenager lebt sie ihr Leben mit ihrer allerbesten Freundin Taylor und ihrem Traumjungen Ryan. Ein jeder liebt sie, aber nur bis zu jenem Abend auf der Party in Taylors zu Hause.
Denn leider erwischt sie hier Taylor und Ryan inflagranti, betrinkt sich und fährt mit Jason mit, dessen Wagen gegen einen Baum kracht und sie mitten durch die Windschutzscheibe.
Sie wacht im Krankenhaus auf und alles ist auf einmal anders, sie ist anders, denn Lexi ist nun nicht mehr so makellos wie bisher. Als sie das Krankenhaus endlich wieder verlassen kann verkriecht sie sich und will nichts mehr mit der Außenwelt zu tun haben. Doch irgendwann kann sie sich nicht mehr verstecken und es bleibt ihr nur noch eine Wahl - sich hinter einer Maske zu verstecken oder der Welt die Stirn zu bieten.

Meine Meinung
Schon der Klappentext dieses Buches klang sehr interessant und machte mich sofort neugierig. Problembücher dieser Art waren schon seit meiner Teenagerzeit auf meinem Radar und sind nie verschwunden. In "Sieh mich an" (eng. "My Life in Black and White") fand ich was ich suchte und das Warum erkläre ich nur zu gerne.

Das Cover vom Carlsen Verlag ist sehr schlicht gehalten und dennoch sehr aussagekräftig. Ein hübsches junges Mädchen mit einem Makel zeigt sich hier, aber auch die englische Originalversion kann sich sehen lassen mit den schwarzen und weißen Symbolen, die allerdings nicht viel über das Buch aussagen.

Inhaltlich gibt es beinahe nichts zu meckern. Wie bereits oben beschrieben geht es um die schöne Lexi, die durch einen Unfall Narben davorträgt, die nicht nur äußerlich sind. Sie erfährt wie es ist nicht perfekt zu sein, etwas das sie in ihrem bisherigen Leben nie kannte. Mit einer überführsorglichen Mutter, die scheinbar nur ihre hübsche Tochter wieder will, einer ehemaligen besten Freundin die nicht einmal kämpft, einer Schwester die sich eigentlich nie darum scherte wie sie aussah und einem Ex der nicht mal hinsehen kann, beginnt Lexis Leben neu und vielleicht kann es sogar besser werden als bisher, doch das ist ein langer und schmerzhafter Weg, der einige Überraschungen beinhaltet.

Die Autorin versteht es mit ihrem Schreibstil zu faszinieren. Die Seiten gehen einem locker von der Hand und führen einen immer tiefer ins Geschehen. Zwar beschreibt sie Lexis Wandlung gut und man merkt auch wie sie sich verändert, aber teilweise geht das fast ein wenig schnell, wobei das natürlich nur Ansichtssache ist. Die Nachwirkungen eines solchen Unfalls gibt sich auf jeden Fall gut wieder und punktet damit mit Authentizität.

Auch mit den einzelnen Charakteren stiehlt sie sich ins Herzen der Leser, allem voran mit der Prota, die anfangs kaum auszuhalten ist, bis sie schließlich menschlich und "weich" wird, wie man sich eine Prota eben wünscht ;) Bei den Nebencharakteren gibt es jedoch auch einige tolle Entwicklungen, die nicht nur ihre Familie einschließen, nein auch "Freundinnen" und "Freunde" die ihr wahres Gesicht zeigen.

Fazit
Tolles Buch über ein Thema das jeden Tag beschäftigen kann. Ist Schönheit nur auf das Aussehen zu beziehen? Kann man auch mit Makeln schön sein? Dieses Buch lehrt uns, dass die Antwort auf die letzte Frage JA ist und zeigt die teilweise ungeschminkte Wahrheiten die man sonst gerne stillschweigt. Von mir gibt es 4,5 von 5 Wölkchen.





Ich freue mich, dass ich Buchbotschafter sein konnte :)

DU bist dran von Charles Benoit

Wer nicht handelt, lässt geschehen

DU bist es. Es fließt Blut und nur weil du dem falschen Menschen vertraut hast. Das Mädchen das du schon so lange heimlich anschmachtest. Der Neue in der Schule. Deine Probleme. Dein Leben. Es geht um dich – um Kyle. Wie schnell einen jemand zerstören kann, wenn er weiß was deine Schwachstelle ist. Genau das geschieht hier, du wirst angegriffen, manipuliert. DU musst handeln Kyle, dir ist kein Preis zu hoch um das Mädchen zu schützen das du liebst, oder?

Meine Meinung
Ich weiß meine Inhaltsangabe ist nicht besonders aussagekräftig, aber ich kann "DU bist dran" (eng. "YOU"), in keinen anderen Worten beschreiben. Denn wenn ich den Inhalt beschreiben, kann ich euch gleich das Ende verraten ;D
Aber eins möchte ich noch anfügen, "DU bist dran"  hat mehr Charakter als man auf Anhieb vielleicht entdeckt.

Zu allererst der Schreibstil, der mich anfangs ganz schön stutzig gemacht hat, sich aber im Nachhinein als sehr passend zu diesem Buch erwies. Hier wird uns die Geschichte von Kyle erzählt und zwar als würde eine andere Person direkt mit ihm reden. Als hätte er einen inneren Kommentator. Zwar wird dadurch das Lesen manchmal ein bisschen konfus, aber dieser sozusagen innere Monolog hat etwas für sich.

Was die Aufmachung und den Titel angeht, hat mich dieses Buch stark an „Tote Mädchen lügen nicht“ (Rezi gleich hier -> *klick*) erinnert, was glaube ich mal, teil der Werbestrategie war, da es sich hier auch um ein ernsteres Jugendbuch handelt. Nur geht es hier diesmal nicht um Selbstmord, sondern um Manipulation und dem Spielen mit Menschenleben.

Die Idee von Charles Benoit für „DU bist dran“ finde ich gar nicht mal so schlecht, denn heutzutage gibt es viele Probleme bei Jugendlichen, nicht zuletzt Mobbing, falsche Freunde und Unsicherheit. Das alles vereint der Autor in seinem knapp 230 Seiten langen Buch, bei dem wir den Weg gemeinsam mit Kyle gehen, dem Jungen der Blut sieht, der Junge der handeln muss.

Was unseren Helden und die anderen Figuren lesenswert macht? Sie sind sehr menschlich. Allen voraus Kyle, der verschlossene Freak, dem das Lernen zum Hals heraushängt und dessen Unsicherheit ihm manche Türe verbaut. Dann ist da noch Zack, der einem schon von Anfang an etwas kurios aber liebenswert vorkommt, doch täuscht euch nicht hinter manchen Charakteren lauern ganz schön hinterlistige Persönlichkeiten.

Ich weiß ich habe diesmal von außen nach innen und von innen nach außen analysiert, also Kraut und Rüben durcheinander, aber es kommt wie es kommt und ich hätte mir bei „DU bist dran“ noch um einiges mehr an Seiten erhofft, denn am Schluss hängt der Leser am seidenen Faden, ein Cliffhangerende wie es im Buche steht.

Fazit 
Ein gutes Buch, das leider etwas zu kurz geraten ist und einem teilweise die Stirn runzeln lässt. Wenn ihr gerne etwas zu lesen habt, dass nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern tiefer geht, ohne das man die Charaktere je ganz verstehen kann, ist „DU bist dran“ eindeutig etwas für euch. Ich vergebe 4 von 5 Wölkchen und eine gerunzelte Stirn ;D im Positiven Sinne, weil ich immer noch über die Story nachdenke.





Danke an den cbj Verlag für die großzügige Unterstützung mit diesem Roman.

Rotkäppchen muss weinen von Beate Teresa Hanika


Wenn keiner dir glaubt will, bist du ganz alleine

http://www.produkt-suchmaschine.com/images/products/101_/rotkaeppchen-muss-weinen-id4543082.jpg
Sie heißt Malvina, ist dreizehn Jahre alt und hat ein dunkles Geheimnis.
Täglich muss sie zu ihrem scheinbar kranken Großvater fahren auf dem Fahrrad, um ihm Essen zu bringen und Zeit mit ihm zu verbringen. Sie mag es nicht in seiner Nähe zu sein, schon lange nicht mehr. Er macht Dinge, Dinge die kein Opa mit seiner Enkelin tun soll, fasst sie an. Doch als sie es nur erwähnt glaubt ihr niemand, schweigt es still. 

Ihr Leben ist wie ein altes Fotoalbum, voll schwarzer Flecken, Lücken in ihrem Gedächtnis und dann taucht dieser Klatsche auf. Er ist da wenn niemand sonst da ist, nennt sie Rotkäppchen, weil sie mit einem Korb mit Essen zu ihrem Großvater fährt, mag sie so wie sie ist.


Ich bin nicht mehr die kleine Malvina, der man Märchen für die Wahrheit verkaufen kann, Märchen in denen alles gut ausgeht und in denen der Prinzessin Gerechtigkeit widerfährt. Solche Märchen gibt es nicht. Zumindest nicht in meinem Leben. - S. 166 Malvina

Meine Meinung
Obwohl mich Titel und Cover anfangs nicht so ansprachen, war mit dem Klappentext eins gewiss- Ich musste „Rotkäppchen muss weinen“ von Beate Teresa Hanika unbedingt lesen und das solltet ihr auch schnellstens tun.


Dies ist mein erster Roman von Beate Teresa Hanika aber bestimmt nicht der letzte. 

Zwar ist der Schreibstil der Protagonistin angepasst, was heißt das man das Gefühl hat ein kleines Mädchen erzählt von dieser Geschichte, doch genau das macht ihn so gut. Kinder nehmen die Welt immer ein klein wenig anders war als wir Erwachsenen und daher waren die kleinen Andeutungen, Sätze die harmlos klangen wie ein Stich ins Herz. Nach den ersten paar Seiten verging kein Kapitel indem ich nicht die Stirn runzelte und in Gedanken Malvinas Familie verdrosch. Die Blindheit mit der sie die Misshandlung betrachten, ist schon fast greifbar, ihre Dummheit ließ mich fast verzweifeln. Oft fragte ich mich wie Eltern ihrem Kind so etwas nicht glauben können, wo doch Kinder in solchen Dingen nie lügen würden, darin keinen Grund sehen.

Malvina wuchs mir immer mehr ans Herz, auch wenn ihre Geschichte nur auf 220 Seiten festgehalten wurde. Jede schreckliche Sekunde war ich bei ihr und hätte sie am liebsten in den Arm genommen. Was die Autorin außerdem sehr gut vermitteln kann ist dieses „Außerhalb-des-Körpers-Phänomen“, das viele Menschen in traumatischen Situationen erleben. Ein Schutzmechanismus der Psyche, der sicher keine Leseratte kalt lässt.
 

Das einzige das vielleicht irritierend sein kann, ist die passive Schreibweise mit der die Autorin Gespräche niederschreibt. Hier findet man keine Anführungszeichen, Fragezeichen oder Ausrufezeichen – sie hat sich hier auf Punkt und Komma beschränkt. Warum sie diese Weise gewählt hat kann ich nicht sagen, aber ich nehme mal an, sie wollte dem Leser selbst die Chance lassen ob das Gesagte oder nicht Gesagte wichtiger ist.
 

Hierzu kann ich allgemein nur sagen, dass diese Geschichte zwar kurz aber fesselnd ist und jene die gerne Bücher, die den gewissen Gänsehautfaktor haben, lesen, hier absolut richtig sind.
 

Fazit
Mich hat dieses Buch tief bewegt, trotz kurzer Handlung und dem jugendlichen Touch. „Rotkäppchen muss weinen“ berührt wie schon lange kein Buch mehr, mi
r geht das Thema nicht aus dem Kopf– hier gebe ich wohlverdiente 5 von 5 Wölkchen.





Man ganz besonderer Dank gilt dem Fischer Schatzinsel Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch. 

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Reden ist wichtig - manchmal sogar wichtiger als alles andere. 

Ging es euch auch schon so wie Malvina?  
Dann lasst euch helfen! Schreit! Erlebt das Happy End für die Prinzessin.

www.wildwasser.de
(Beratungsstellen in eurer Nähe)


Ich lese....Strange Angels und Rotkäppchen muss weinen

Zwar habe ich Strange Angels schon angefangen aber trotzdem mal ein Überblick was ich momentan verschlinge!
Zum Einen eine Leserunde zu Teil 1 von Strange Angels und zum Anderen ein bis vor kurzem mir unbekanntes Buch.
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Strange Angels - Verflucht von Lili St. Crow
 Kurzinfo: 
384 Seiten, PAN Verlag, HC
€ [D] 16,99 / € [A] 17,50

Inhalt:
Eine Sekunde lang spielte ich mit dem Gedanken, ihm alles zu erzählen. »Hi, ich bin Dru. Mein Vater jagt Dinge, die du nur aus Gespenstergeschichten kennst. Ich helfe ihm, wenn ich kann.« Aber wer würde mir das schon glauben? Rastlos zieht Dru Anderson mit ihrem Vater von Stadt zu Stadt, bis er eines Abends nicht lebend von einem seiner Einsätze zurückkehrt. Jemand hat ihn ermordet – und hetzt ihn nun als Zombie auf Dru! Von diesem Moment an ist sie auf der Flucht vor eiskalten Feinden, die ihr nach dem Leben trachten. Offensichtlich wissen sie etwas über die Sechzehnjährige, das sie selbst nicht einmal ahnt. Aber was? 

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Rotkäppchen muss weinen von Beate Teresa Hanika
Kurzinfo: 
222 Seiten, Fischer Verlag, broschiert
€ [D] 6,95 / € [A] 7,20

Inhalt: 
Er nennt sie Rotkäppchen, als er sie mit einem Korb am Fahrradlenker den Berg hinabfahren sieht. Rotkäppchen weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater, dessen Einsamkeit nur ein Vorwand ist. Rotkäppchen weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist. Rotkäppchen weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat
Beate Teresa Hanika erzählt einfühlsam und sensibel die Geschichte von einem Mädchen in größter Not aber auch von einer Freundschaft so weit wie der Himmel und von einer ersten Liebe so zart wie Schneeflockenfedern.


Man kann gespannt sein :) und was kaut ihr grade durch?
♥lich eure July

Blutsbrüder von Michael Wildenhain

nLese ich gerade Hat Freundschaft ihre Grenzen?

Darius und Hakan sind schon ewig die Besten Freunde. Sie gehen durch dick und dünn egal was ist. Auch bei ihren Aktionen gegen die Neonazis stehen sie Seite an Seite und fangen sich oft nicht nur ein blaues Auge.
Doch dann beginnt Hakan etwas andere Pläne zu schmieden,extremere Pläne. Er will den Türken und Arabern die Probleme in ihrem Viertel verursachen Einhalt gebieten und das mit seinen eigenen türkischen Wurzeln. Ob Darius hier mitmacht weiß er selbst noch nicht - aber haben sie nicht geschworen Seite an Seite zu kämpfen, sind sie nicht Blutsbrüder?



Meine Meinung
Nach einer doch recht langen Lesezeit habe ich "Blutsbrüder" nun durch und war nicht ganz so hin und weg wie ich gehofft hatte. Anfangs war ich der Annahme es handle sich um eine Geschichte über die Problematik der verschiedenen Nationalitäten in Deutschland, doch eigentlich war es eher eine Geschichte über Freundschaft, das ist aber auch nur meine Ansicht.

Was die Charaktere betrifft erlebt man diese zwar hautnah, aber trotzdem fehlte mir hier die Tiefe. Die zeitweisen Ausflüge in die Vergangenheit lassen den Leser zwar manchmal gut hinter die Fassade blicken, doch das hat meiner Ansicht nach noch lange nicht gereicht um einen an die Charaktere zu fesseln.
 Darius kam mir zeitweise sehr charakterschwach vor und Hakan war meist nicht besser, er war cholerisch und einfach keine angenehme Person.

Die Geschichte an sich ist zwar ernst und keinesfalls leichte Kost, weil es um Nationalitätenkonflikte geht, wobei ich selbst das Gefühl hatte als ginge man darauf nicht wirklich ein, sondern eher auf diese Pseudo-HipHoper die reden als hätte man ihnen nicht ein intelligentes Wort gelernt. Vielleicht bin ich einfach zu alt oder mein Umfeld war immer etwas anders, aber diese Gossensprache ließ mich echt oft aufseufzen. Wer sagt den bitte "Ich mach dich Klinik" ?Da bin ich wohl zu wenig Ghettobraut oder Ghetto-nah aufgewachsen um das zu verstehen, seht es also nicht als Kritik falls ihr wirklich so sprecht.

Obwohl ich dachte hier habe ich ein echtes Problembuch vor mir lag ich damit einfach falsch.
Auch wenn das Schicksal von Darius und die Umstände die auf den Straßen teilweise wirklich herrschen, wie ein Schlag ins Gesicht sind und uns Michael Wildenhain das auch gut aufzeigt, konnte ich binnen der nicht einmal 300 Seiten keinen richtigen Bezug zum Buch finden. Ich habe sehr lange nach dem eigentlichen "Sinn" der Geschichte gesucht und ihn erst ganz am Schluss gefunden, wo es mir aber schon fast zu spät war.

Fazit
Nichts für mich. Wer sich gern mal an diesem Buch versuchen will würde ich raten zuerst eine mindestens 10 seitige Leseprobe zu lesen und dann zu entscheiden. Ich habe ein tiefsinniges Problembuch erwartet, bekam aber nur lauwarmen Ghettoslang-Unterricht. Ich gebe 2,5 von 5 Wölkchen mit Tendenz zu dreien.





Mein Dank gilt an dieser Stelle dem Ravensburger Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.

Ich werde immer da sein, wo du auch bist von Nina LaCour

Eine Hommage an das Leben?

Nach dem Tod von Caitlins bester Freundin Ingrid ist alles anders. Caitlin weiß nicht wohin mit sich selbst und igelt sich ein. Immerhin war Ingrids Tod nicht natürlichen Ursprungs, nein sie hat sich umgebracht.
Die Frage die bleibt ist das Warum? Wieso hatte Ingrid nie etwas gesagt? Die Anzeichen, hatte sie sie nicht richtig gedeutet?
Dann findet Caitin das Tagebuch von Ingrid und findet Dinge darin die sie nicht für möglich hielt.Erschreckendes. Persönliches und auch einen Brief an sie. Was tun wenn der Mensch den man so gut kannte Lebewohl sagt? Weitermachen oder still halten, sich nicht bewegen?

Ich habe mich vor diesem Augenblick gefürchtet: Wenn ich diesen Brief gelesen habe, bleibt von ihr nichts mehr übrig, was ich entdecken könnte. Ich mache meine Taschenlampe aus, jetzt gibt es nur noch das Mondlicht. Wind kommt auf, die Blätter rauschen. So klingt also Verlust. Oder Neuanfang. Ich knipse die Taschenlampe wieder an. Ich lese. - Caitlin

Meine Meinung
Anfangs war da diese Unlust. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war ich hin und weg, doch dann waren die ersten Seiten des Buches nicht gerade vielversprechend. "Ich werde immer da sein wo du auch bist" oder das englische Original "Hold Still" hielt für mich dann aber doch einige Überraschungen bereit.

Zuallererst möchte ich mich über das auslassen was auf den ersten Blick erkennbar ist. Das Cover, ja ich liebe es das gebe ich zu und es passt hervorragend zum Buch, den im Inneren erwartet uns eine Geschichte die vor künstlerischen Momenten nur so strotzt. Was ich außerdem gut fand waren die kleinen Zeichnungen im Inneren, die in der englischen Ausgabe sogar noch alles übertrumpfen, zumindest soweit ich das gesehen habe. Das zweite Bild das ihr seht ist die englische Ausgabe in HC, das TB sieht genauso aus wie die deutsche Version.

Wer annimmt, dass dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zieht täuscht sich. Anfangs ist der Schreibstil abgehakt, emotionslos und stumpf. Doch im Laufe der ersten hundert Seiten ändert sich das. Ich gehe davon aus, dass sich die Autorin hier mehr gedacht hat, dass sie den Schreibstil so ändert wie sich auch der Charakter wandelt. Caitlin ist anfangs noch völlig leer und traurig, doch sie verändert sich und wächst, gedeiht und wird eine andere. Diese Entwicklung hat es geschafft das aus einem 3 Wölkchen Buch mit gutem Gewissen ein 4,5 Wölkchen Buch wurde.

Was die Charaktere betrifft kann ich mich nur wiederholen. Ich mochte Caitlin ab einem gewissen Zeitpunkt sehr gerne. Auch andere Charaktere wie Taylor, Jayson oder Dylan waren allesamt einzigartig, vor allem Dylan mit ihrer Kaffeesucht. Taylor hab ich übrigens auch vergöttert :)
Die Idee zu dem Buch im Allgemeinen fand ich sowieso gut, das habe ich ja schon erwähnt -> Klappentext. Doch hinzukam eine Geschichte voller künstlerische Momente und die Leidenschaft zur Fotografie, die ich mit der Protagonistin teile. Außerdem war es auch schön das Caitlin das alles nicht in einer Woche erlebt, sondern auf ein gutes Jahr verteilt – da so ein Verlust einem schon lange nachhängt.

Einzig eines ließ mich zu Beginn die Stirn runzeln: Ingrids Tagebuch. Warum jemand ein Tagebuch nicht bloß so dahin schreibt und stattdessen jeden Eintrag einer Person oder ähnlichem widmet? Ich fand das schon kurios, aber vielleicht hat es etwas mit Ingrids Persönlichkeit und ihrem kreativen Wesen zu tun.

Fazit
Ein schönes Buch mit Tiefgang, in nicht mal 300 Seiten! „Ich werde immer da sein, wo du auch bist" hat mich am Ende fast noch Tränen gekostet und ich hoffe euch geht es auch so. Ich gebe hier 4,5 von 5 Wölkchen aus dem Grund, das mir nicht alles vollkommen klar war, aber es mich trotzdem berührt hat.




An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Fischer Schatzinsel Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Wintermädchen von Laurie Halse Anderson

Essen ist Leben....

In einer Silvesternacht schworen sich Lia und Cassie etwas: sie würden die dünnsten Mädchen der Schule sein.
Doch Cassie stirbt.
Alleine, alleine in einem Motelzimmer und Lia ist Schuld. Dreiunddreißig, dreiunddreißigmal hat Cassia sie angerufen in jener Nacht, wollte mit ihr reden, doch Lia ignorierte die Anrufe und unterschreibt damit ihr Todesurteil.
Und Lia nimmt wieder ab, will frei sein, dünn wie eine Feder um davonzufliegen. Sie täuscht ihre Familie fälscht die Anzeige der Waage und isst immer weniger. Die Stimmen die sie zum hungern animieren werden immer lauter, sind kaum noch zu überhören. Lia ist auf dem Weg in eine Welt in der Cassia auf sie wartet. Dem Land der Wintermädchen.

Ich stelle mich auf die Spitzenverstärkung, die sich vorn in meinen Satinballettschuhen versteckt, mit an den Waden angenähten rosafarbenen Bändern, so erhebe ich mich in die Luft: Zauberei. 
Mit 41 Kilo werde ich schweben. Das ist Ziel Nummer drei. - Lia


Meine Meinung:
Ich kann nur sagen wow. Mit Wintermädchen (eng.: Wintergirls) hat es die Autorin wirklich geschafft sich in meinen Kopf zu planzen. Ich denke schon den ganzen Tag darüber nach wie es bei einem Menschen soweit kommen kann und jetzt analysiere ich das Buch damit ihr einen Eindruck gewinnt.

Schon am Beginn des Buches  war ich gefangen. Der Schreibstil ist aus der Sicht von Lia geschrieben und lässt einem im Laufe der ersten paar Seiten schon die Luft anhalten. Ihre Schuldgefühle scheinen erneut etwas in ihr auszulösen das sich ohne professionelle Hilfe nicht überstehen kann. Sie lügt und beschimpft sich selbst, ritzt sich und lässt ihren Körper immer mehr hungern. Als Leser ein eigenwilliges Erlebnis, das ein Mensch der ohnehin schon so wenig wiegt immer noch dünner werden will, nein MUSS um sich irgendwann wohl zu fühlen.

Die Themen Magersucht und Bulimie werden hier keineswegs beschönigt. Dieses Buch zeigt auf, was in einem Menschen vorgeht während er sich selbst hungern lässt und hat mich, vor allem gegen Ende, zu Tränen gerührt. Laurie Halse Anderson glänzt mit ihrer Authentizität zu diesem Thema und schafft es das Thema an den Mann zu bringen.

Was ich hier zu den Charakteren sagen kann? Tja man lernt vor allem Lia kennen und erforscht somit auch unbekannte Gefilde. Ihr Kampf gegen die Magersucht und wie sie diesen zu verlieren scheint, das ist es was dieses Buch ausmacht und doch werden auch Dinge wie Freundschaft und Familie stark vertreten. Ob Lia den Kampf meistert und ihren selbstzerstörerischen Drang bekämpft erfahrt ihr nur wenn ich das Buch auch selbst lest.
Doch eins sei gesagt, Wintermädchen ist keinesfalls leichter oder lockere Lektüre. Nein, ein ernstes Thema erwartet den Leser.

 Fazit
 Ein Buch das berührt und einen in eine Welt entführt die man selbst nicht kennt. Alle die gerne auch mal etwas ernstere Bücher lesen und sich für das Thema Magersucht interessieren ist Wintermädchen die idiale Lektüre die unter die Haut geht. Ich gebe 5 von 5 Wölkchen.





Hier noch ein kurzer Trailer um euch die Lust auf das Buch zu vergrößern, leider gibts den bei YouTube nicht XD

Mein Dank gilt an dieser Stelle dem Ravensburger Verlag für die zur Verfügung Stellung dieses wundervollen Buches.

>>Was euch noch interessieren könnte wäre Sprich (engl.: Speak) eine Geschichte über ein Mädchen das schweigt bis es fast zu spät ist.<<

Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher

Die Stimme eines toten Mädchens

Clay ahnt nichts böses als er das Päckchen öffnet das für ihn abgegeben wurde, hätte er wohl besser. Den ihn erwartet das unerwartete - Hannah, die vor nicht allzu langer Zeit Selbstmord beging, hat ihm etwas zukommen lassen. 7 Kassetten mit 13 Geschichten und den wiederum 13 Menschen die sie zum Selbstmord geführt haben. Jeder einzelne der Schuldigen soll sich ihre Geschichte anhören und Clay, ja der ist einer von ihnen.
Er wird auf eine Reise geschickt, erfährt so einiges von seinen Mitmenschen das er nie für möglich gehalten hat und ist auf der Suche nach dem Grund warum ausgerechnet er auf der Liste von Hannah stand. Er hat ihr doch nie etwas getan, oder ? 
Tja Clay - tote Mädchen lügen aber nicht...

"Ich lausche jemanden der resigniert hat. Jemand, den ich kannte. Jemand, den ich mochte. Ich lauschte. Doch es ist zu spät." - Clay  

Meine Meinung 
Ich bin froh das ich mit der Nase auf dieses Buch gestoßen wurde - alleine das Cover hätte mich sonst an einen Thriller denken lassen und ich hätte vielleicht nicht einmal den Klappentext gelesen. Das wäre eindeutig ein Fehler gewesen es nicht zu tun. Das englische Cover hätte mich da eindeutig mehr angesprochen - danke an den lieben LBler der mich auf das Buch ansetzte.
 

Mit Thirteen Reasons why oder Tote Mädchen lügen nicht hat Jay Asher eine unglaublich gute Geschichte geschaffen - die letzten Worte eines Mädchens an all jene die sie für ihre Resignation des Lebens die Schuld gibt. Wie ihm diesen Einfall kam - das finde ich persönlich sehr einfallsreich. Die Idee entwickelte sich in seinem Kopf als er im Museum mit einem Audioguide herumlief. Das nenne ich doch mal einen Autor :) Nicht wahr?!

Der Schreibstil ist einfach und optisch sind Hannahs Wort von Clays Gedanken gut abgegrenzt. Er ist leicht zu lesen und ich persönlich finde ihn für die Perspektive eines Jungen doch recht mitfühlend und schön. Manchmal kann man Clay sehr gut verstehen, vor allem bei seiner Verunsicherung gegenüber Hannah, die er doch mehr mag als man glaubt. Manchmal hört es sich fast so an als würden die beiden einen Dialog führen, aber eben nur fast.

Was ich außerdem gut fand war die ganze Geschichte die hinter Hannahs Tod steckte. Sie beschreibt Schritt für Schritt warum sie sich für das entschieden hat, was ise schlussendlich getan hat. Oft sind es nur Kleinigkeiten, doch wer will schon so gesehen werden wie einen andere beschreiben - Hannah tat mir oftmals wirklich leid mit dem Leben das andere für sie mitgestaltet haben. Gegen ihren Willen - sie wurde abgestempelt und das wurde ihr irgendwann zuviel. Sagt man nicht immer Kinder sind grausam, das entspricht der Wahrheit und Teenager sind oftmals auch nicht besser.

Jay Ahser schafft es mich ins Grübeln zu bringen, Gerüchten sollte man eben doch nicht so leicht glauben. Menschen die man nicht kennt ebensowenig in eine Schublade stecken ohne nachzufragen. Und für Menschen wie Hannah gilt wohl Schweigen ist nicht immer gold.

Mobbing, Lügen, Gerüchte, Desinteresse waren das der Antrieb?
Wollt ihr wissen warum? Wollt ihr wissen was die dreizehn Gründe von Hannah waren ihrem Leben ein Ende zu setzen, dann rate ich euch dieses Buch zu kaufen. Aber aufgepasst, es geht unter die Haut.

Fazit 
Ein Buch mit Tiefgang über ein absolutes Tabuthema - Selbstmord. JayAsher überzeugt mit Gefühl und vielen Momenten die einen die Stirn runzeln lassen. Für diesen Gänsehautfaktor muss ich fast 5 von 5 Wölkchen geben. 






Mein Dank gilt an dieser Stelle dem cbt Verlag für die großzügige Bereitstellung des Buches.

>> der song der mir hierzu am besten gefiel auf meiner playlist war übrigens "good enough" von evanescence<<

Ich wünschte, ich könnte dich hassen von Lucy Christopher

Ein Brief an meinen Entführer...

"Du hast mich gesehen, bevor ich dich gesehen habe. An diesem Tag damals im August vor dem Flughafen, hat dieser Blick in deinen Augen gelegen - als wolltest du etwas von mir, als würdest du dich schon lange danach sehen."

Als Gemma Ty sah, wusste sie das sie ihn schon einmal gesehen hatte, doch wo? Mit einem kleinen Kaffee am Flughafen begann etwas, etwas Furchteinflößendes, Tys und Gems Reise. Er entführte sie, entführte sie in das sandige Outback Australiens um mit ihr die Wildnis zu  teilen, ihr die Schönheit und Tücke der Natur zu zeigen, doch dachte er dabei nicht, dass er auf Widerstand stoßen würde. Gemma war nicht einmal annähernd so fügsam wie er dachte, versuchte zu fliehen, hasste Ty.

Doch was passiert wenn man seinen Entführer allmählich zu verstehen beginnt? Was wen man nicht mehr alles schwarz und weiß sieht? Können Gefühle unter solchen Umständen aufblühen?


Meine Meinung:
Mit "Stolen" oder "Ich wünschte, ich könnte dich hassen", hat Lucy Christopher ein unglaubliches Debüt geliefert. Hier erwartet einen nicht nur eine unglaubliche Entführung aufgrund der Obsession eines Menschen. Nein, es erwartet einen eine irrwitzige Reise in das Herz Australiens, einem Ort wo es ums nackte Überleben gehen kann. Man wird in ein kleines Haus im Nirgendwo entführt, wo die Sterne noch heller leuchten als sonst wo. Und eines hat mir das Buch auf jeden Fall vermittelt - vertraue niemals einem Fremden deinen Kaffee an!

Der Schreibstil den die Autorin für dieses Buch gewählt hat passt perfekt. Ein Brief an den Entführer, der all die Gefühle vermittelt, die Gemma während ihrer Reise durchlebt hat. Eine wirklich gute Wahl finde ich, da einem dadurch ihr Charakter sehr nahe gebracht wird, man weiß immer was sie fühlt denkt und spricht  auch immer wieder zu ihrem Entführer.

Was die Charaktere angeht finde ich sie genauso interessant wie alles andere. Gemma ist jemand den man erst relativ spät wirklich richtig kennenlernt, wie es in ihrem Leben eigentlich so aussieht. Das alles macht sie nur umso interessanter und man fragt sich das ganze Buch über wie sie dem Entführer entkommen konnte, da sie ja in der Vergangenheitsform zu ihm spricht.
Was Ty angeht, bei ihm musste ich lange kämpfen um ihm näher zu kommen. Man tastet sich langsam an seinem eigenwilligen Charakter heran, dadurch fühlt man sich Gemma noch näher, da diese das selbe durchlebt im Bezug auf ihn. Man hasst ihn, will ihn oft einfach eine verpassen, doch es bleibt nicht dabei das kann ich garantieren. Es steckt so viel mehr hinter seiner Fassade als man glaubt.

Der Schauplatz der für die Entführung gewählt war, fand ich sehr interessant. Es bringt einem das Australien näher, das man als Tourist nicht erfährt. Die Natur wie sie ursprünglich war, wild und ungezähmt, giftige Tiere und hinterhältige Sandböen. Das alles wurde wundervoll verpackt und dem Leser aufgetischt - ohne Schleife, roh und doch wunderschön. Ich selbst habe mich in genau diese Seite Australiens verliebt.

Leider muss ich sagen das mit das Cover nicht so zusagt, wie das englische. Auch der Titel hätte eventuell übernommen werden können, doch weil es ja um den Inhalt geht ziehe ich hierfür kein Wölkchen ab.

Zu Letzt bleibt mir nur noch eine Sache übrig: Mich dieses Buch ungemein berührt hat, es sind am Ende auch ein paar Tränen geflossen. Ich freue mich also auf weiteren Lesestoff der Autorin. Bis dahin mein Rat - lesen!

Fazit
Ein wundervoller Roman, voller unglaulicher Erlebnisse und einer Entführung die das gesamte Leben verändert. Meine Empfehlung für Leser quer durch die Bank. Hier muss ich einfach 5 von 5 Wölkchen und zwei Daumen nach oben geben.




 Mein Dank gilt dem ChickenHouse Verlag für die Bereitstellung dieses Buches.