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Die Überlebenden [Teil01] von Alexandra Bracken

 
Welchen Preis hat das Überleben?

Ruby hat überlebt.
Sie ist eines der Kinder, das nicht an einem Virus gestorben ist, sie ist ein Kind mit einer Gabe. Doch diese Gabe wird von allen anderen als Bedrohung angesehen und so wird sie weggesperrt mit all den anderen Kindern die so sind wie sie.
Sechs Jahre lang war sie eine Gefangene und nun ist sie frei, doch wem kann sie trauen, immerhin gibt es da draußen viele Menschen die sie tot sehen wollen oder ihre Kräfte für ihre eigenen Zwecke einsetzen wollen. Aber da haben sie die Rechnung ohne Ruby gemacht, denn sie ist nicht aus der Hölle entkommen um wieder eingesperrt zu werden....



Meine Meinung
Wie viele andere bin ich ein unglaublicher Fan von Menschen mit paranormalen Fähigkeiten und so kamen mir ab und an die X-Men in den Sinn als ich dieses Buch gelesen habe. Die Autorin versteht es den Leser an das Buch zu fesseln, aber dazu gleich mehr.

Das originale Cover und auch das des Goldmann Verlages sind wahre Eyecatcher auch wenn sie sehr düster sind und uns nicht viel über das Buch verraten und der Titel passt auch bei beiden Versionen sehr gut.

Die Idee der Autorin, uns in eine Welt zu entführen in der viele junge Menschen sterben und nur überleben können, wenn sie selbst einen großen Schritt in der Evolution machen, ist zwar nicht neu, aber dennoch gut verpackt. Sie zeigt uns wie die Bevölkerung bei einer Mutation im Kindesalter reagieren könnte und erschreckt den Leser dabei oftmals mit der Herzlosigkeit mit der die politischen Führer und die normalen Bürger agieren. Man fühlt sich etwas an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert, in dem manche Menschen einfach weggesperrt oder getötet werden weil sie als "gefährlich" galten. Hinzu kommen die mystische Wiederstandsbewegung und die verschiedenen Arten der Mutationen die dieses Buch zu einem wahren Pageturner machen.

Auch der Schreibstil fesselt mit seiner fantastisch- weltfremden Art, da wir es hier mit einer Prota zu tun haben, die immer nur Schlechtes erlebt hat und sich auf einmal in der großen weiten Welt zurechtfinden muss. Diese Facette macht das Buch zu noch etwas Besonderem, weil wir hier keinesfalls eine hirnlose Liebessklavin als Hauptcharakter vorfinden, was leider viel zu oft der Fall ist. Rubys weltfremde Art ist immer wieder erfrischend.

Fazit
Spannender Einstieg in eine tolle Buchreihe für Fans des Paranormalen. Alexandra versteht es ihre Leser zu unterhalten, auch wenn ihre Ideen leider nicht unbedingt neu sind.
Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen.




Reihe
  1. "Die Überlebenden" (eng. "The Darkest Minds")
  2. eng. "Never Fade"
  3. Titel unbekannt

Mein herzlicher Dank an den Goldmann Verlag für die tatkräftige Unterstützung mit diesem Buch.
Besucht doch den Goldmann Verlag auch auf Facebook, er ist nur einen *klick* entfernt.

Half Bad: Das Dunkle in mir von Sally Green

 Gut oder Böse? Welche Rolle spielt das?

Erscheinungstermin: 31.März 2014

Eine ziemlich große, wenn man das Leben von Nathan betrachtet. Schon seit seiner Geburt wird er verfolgt, kontrolliert und untersucht und zwar von einem Rat aus weißen Hexen.
Jedes Jahr muss er sich einer Prüfung unterziehen und das nur weil er anders ist, nur weil er ein halbweiß und halbschwarzes Hexenkind ist. Wegen seines Vaters wird Nathan von fast jedem verstoßen, außer einigen seiner Familienmitglieder, doch es kommt die Zeit da muss er seinen Liebsten Lebewohl sagen, eine Zeit die für zwischenmenschliche Beziehungen keinen Platz hat, die Zeit seinen Vater zu suchen und seine wahre Gabe zu entdecken.
Doch seine Pläne hat er ohne den Rat gemacht, der seine Fänge mal wieder nach dem Jungen aussteckt, dem bisher nicht viel schönes wiederfuhr.


Meine Meinung
Ein halbguter, halbböser Hexer? Wie soll das denn gehen, habe ich mich gefragt als ich von dem Buch hörte. Tja ganz einfach zeigte es mir Sally Green mit ihrem Roman den ich oftmals sprachlos zuklappen musste. Wieso will ich euch hier erklären.

Das Cover ist irgendwie schaurig mit der roten Farbe, sie soll wohl das Blut symbolisieren, dass im Buch noch eine größere Rolle spielt. Auch der Titel passt hervorragend zum Inhalt, da hier oft von Halbblut die Rede ist. Der cbj Verlag hat sich beim Design sehr an das englische Original gehalten, wobei mir persönlich diesmal das Original nicht ganz so zusagt, weil es schon fast zu düster ist.

Der Schreibstil der Autorin kann sich sehen lassen, zwar war ich zu anfangs verwirrt über die Schreibweise, da sie uns mitten ins Geschehen wirft und sie zwischen 1. und 2. Person wechselt, allerdings löst sich die Verwirrung rasch auf und man erfährt mehr über Nathans Leben.
Sally Green zieht einen förmlich in das Buch und lässt einen, obwohl die Geschichte nicht unbedingt vor Spannung platzt, nicht mehr los.

Es liegt wohl an der Idee und Geschichte selbst, dass man das Buch oft nicht aus der Hand legen kann. Alleine die Idee eine Unterscheidung von weißen (guten) und schwarzen (bösen) Hexen zu machen, wobei die weißen die schwarzen allmählich ausrotten, ist hervorragend. Zwar wird dies in einigen anderen Büchern  auch gemacht, aber nicht auf so präzise Art und Weise, denn Nathan ist alleine durch die Tatsache, dass sein Vater ein schwarzer Magier ist ein Ausgestoßener und Geächteter. Die Behandlung die ihm zugedacht wird, ähnelt im Buch immer mehr der Art und Weise wie die Juden von den Nationalsozialisten behandelt wurden. Man darf nicht mit ihm Reden, jeder seiner Schritte wird überwacht, er wird eingesperrt, gebrandmarkt und verfolgt.

Tiefgang entwickelt sich hier von Seite zu Seite mehr. Angefangen von den wunderbaren und teilweise auch grausamen Charakteren die wir kennenlernen, bis hin zur Idee und Geschichte selbst.


Fazit
Ein scheinbarer Fantasyroman in dem eine Hexenjagd veranstaltet wird, die immer tiefer geht. "Half Bad: Das Dunkle in mir" (eng. "Half Bad") ist mehr als nur ein Fantasyroman und geht tiefer als man glaubt. Für diesen ersten Teil, der leider zu abrupt endet, gebe ich 4,5 von 5 Wölkchen.





Mein herzlicher Dank an den cbj Verlag für die tatkräftige Unterstützung.

Enders [Teil02] von Lissa Price

ER ist zurück - trickreicher als jemals zuvor

Callie dachte, dass nun alles gut wird. Sie erbte die Villa von der Ender Helena und konnte seit dem Tod ihrer Eltern endlich wieder aufatmen, da sie, ihr Bruder und Michael nun endlich abgesichert waren.
Doch zu früh gefreut, denn die Stimme von IHM schwirrt immer wieder in ihrem Kopf herum. ER, der Old Man, hat wieder in ihr Leben gefunden und macht es ihr immer schwerer, denn seit kurzem kann er anderen Spendern befehlen was er willund sie mit seinen Gedanken steuern. Eine nicht gerade schöne Vorstellung für die Starter, denn da draußen gab es noch einige mehr von ihrer Sorte, welche nun gerettet werden müssen...doch da hat sie die Rechnung ohne den Feind gemacht...


Meine Meinung
Schon lange warte ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung von "Starters", mit welchem Lissa Price schon einmal faszinierte und packte. Von "Enders" erwartete ich nicht weniger und wurde auch nicht enttäuscht.

Wie beim Vorgänger ist das Cover auch hier in der deutschen Version sehr schlicht gehalten. Es sieht dennoch gut aus und zeigt wieder makellose Haut. Auch der Titel passt wie angegossen und macht das Buch rundherum zu einem wahren Eyecatcher. Die Cover im italienischen bzw. französischen dagegen finde ich, ebenfalls wie beim englischen Vorgänger eher grässlich und ich bin froh, dass sich der ivi Verlag hier was so fesches geleistet hat ;)

Diesmal knüpfen wir an bereits Geschehenes an. Callie ist nicht länger das Straßenkind, welches auf der Suche nach Helenas Enkelin ist. Auch die Body Bank gibt es nicht mehr, die Spender jedoch sind nach wie vor das was sie sind und auch das Geheimnis um den Old Man geht weiter. Unsere Prota gerät mal wieder ganz schön in Schwierigkeiten, lernt dabei manch interessante Person kennen und macht die Geschichte um die Starters und Enders noch spannender. Der Schreibstil und die Ideen der Autorin ergeben einen tollen Abschluss der Duologie, auch wenn mir persönlich Teil 1 besser gefiel, da es gefühlvoller ist ;) Teil 2 dagegen ist um einiges geheimnisumwobener.

Die Charaktere, allem voran die Protagonistin sind interessant, verlieren aber in Teil 2 etwas an ihrem Charme. So kam es das Callie nicht immer faszinierte, Michael auch immer noch ein beinah unbeschriebenes Blatt ist ;) und der Old Man mit seiner Grausamkeit ein klein wenig übertreibt, wobei es da noch andere Einflüsse gibt, die noch schlimmer sind ;) Dazu aber hier nicht mehr - selbst herausfinden ist die Devise ;D

Fazit
Nicht übel, wenn auch nicht so gut wie Teil 1, dennoch lässt dich das Buch sehr wohl in einem Rutsch lesen und es lohnt sich für Fans allemal. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen für den Abschluss der Duologie.




Reihe

  1. "Starters" (eng. "Starters")
  2. "Enders" (eng. "Enders")

Mein Dank an den ivi Verlag für die großzügige Unterstützung.

Strange Days von Fred Ink

Eine skurrile Welt. Eine skurrile Geschichte.

Alex hätte viel erwartet an jenem Morgen, aber sicher nicht das ein blauer Affe von deiner Zimmerdecke hängt und schon gar nicht das dieser dann auch noch anfängt mit ihm zu sprechen. Doch leider ist Mojo, der blaue Wicht, keine Einbildung hervorgerufen durch zu viel Alkohol im Blut, Mojo exitiert und er ist hier um unseren jungen Studenten zu warnen. Denn der Bösewicht, der alles und jeden in Mojos Welt unterwirft, hat es nun auch auf Alex abgesehen. Warum? Das weiß keiner, aber eins ist gewiss, diese geflügelten Wesen die er schickt, haben es faustdick hinter den Ohren...


Kleiner Auszug:
Ein blaues Äffchen hing immer noch über ihm, ganz offensichtlich die Tatsache ignorierend, dass es nicht existieren konnte...oder durfte. Nichts durfte einfach so an der glatten Decke haften, besonders nicht, wenn es...nun, blau war - S.10


Meine Meinung
Ich muss gestehen, von "Strange Days" hatte ich zuvor nichts gehört, bis der Autor mich dann gefragt hat ob ich es lese und mir Infos lieferte. Die Story klang interessant und wie so oft machte ich mich auf in eine andere Welt, nun bin ich fix und fertig in der unsrigen wieder angekommen ^^ und präsentiere euch meine Meinung.

Zuerst mal zum offensichtlichen, dem Cover und dem Titel: Was Ersteres betrifft, war ich etwas enttäuscht. Es passt zwar zum Buch (wegen Mojo), aber ein Bücherwurm, der leider zu 99% durch optische Reize angezogen wird, war es eher kein Blickfang. Mir kam das Buch trotz „blutrünstiger Prophezeiungen" des Autors, etwas wie ein Kinderbuch vor. Was „Strange Days" als Titel betrifft passt dieser aber wie die Faust aufs Auge, denn sobald ihr erst einmal in die Welt von Alex eintaucht werdet ihr wohl dasselbe denken.

Was mir an „Strange Days" besonders gefallen hat, war das Absonderliche. Alex an sich ist ja schon mal eine Kuriosität, aber dann noch David und eine Welt voller gelber Männchen, weißer Engerlinge und krummzahnigen blauen Affen – das hat mir den Rest gegeben, hier war ich echt fasziniert, ähnlich wie bei „Oksa Pollock". An Fantasie fehlt es dem Autoren also bestimmt nicht und man kann gespannt sein was er sich noch so aus den Fingern saugt.

Nun aber zu den Charakteren und dem Tiefgang . In Alex Leben bekommen wir schon einmal einen guten Eindruck, die Rückblenden passen zeitlich immer gut und man fragt sich immer mehr wie der Junge so tickt, er scheint auf jeden Fall etwas labil, wird aber im Laufe des Buches etwas offener meiner Ansicht nach. Gut so, er soll sich ja auch weiterentwickeln als Protagonist! Mein Lieblingscharakter ist und bleibt aber Mojo, der blaue Affe. Er hat es einfach drauf :)

Mojo
Eine Sache gab es allerdings die mich an diesem Buch gestört hat – die nicht einmal 250 Seiten. Manchmal ist weniger zwar mehr, aber hier lässt man den Leser quasi verdursten wenn es um das Thema Infos geht. Wir brauchen doch alle ein Zuckerl, da wäre es manchmal nicht schlecht mehr zu erfahren, trotz erstem Teil. Meist hat sich der Autor hier fast zu sehr mit Kleinigkeiten aufgehalten, was ja an sich normalerweise nicht schlecht ist, aber Strange Days ist ohnehin schon ein so dünnes Buch, da wäre es anders vielleicht besser gewesen.

Teil 2 werde ich aber sicher zu gegebener Zeit lesen ;D Ich will ja wissen wie es weitergeht.

Fazit
Ein guter Einstieg mit fast zu wenigen Infos um die Welt in die Alex vor fiesen geflügelten Biestern flieht. Wer es gerne mal blutig hat, bekommt auch das und die Leser die sich gerne von fremden Wesen bezirzen lassen kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Ich vergebe 4 von 5 Wölkchen





Mein Dank gilt hier BoD und dem netten Autoren Fred Ink alias Oliver Lutz, für die Bereitstellung des Buches.