TTT 10 Buchcharaktere in die ihr euch verknallt habt

gehostet von Alice

Heute geht es um:


"10 Buchcharaktere in die ihr euch verknallt habt beim lesen"

Oje ne böse Frage, vor allem wenn man sein Herz eigentlich schon jemandem im echten Leben geschenkt habe ;) Aber ja auch bei mir gibt es sie, die Männer die mein Herz im Sturm eroberten...

  • Mr Darcy von Stolz und Vorurteil - Kitsch lass nach, ich liebe den Kerl, auch wenn ich Hochmut normalerweise überhaupt nicht leiden kann ;)
  • Edward von Biss- Oh ja ich stehe dazu, ich war fasziniert von ihm, habe geheult als er ging, geheult als er wieder da wahr, mein Herz schlug höher als er den Ring hervorholte. Für mich ist und bleibt Edward einer der Männer die mich im echten Leben erobern könnten, er ist halt noch ein wahrer Romantiker ;)
  • Dimitri Belikov von Vampire Academy -Bereits bei seinen ersten paar Sätzen bin ich ihm verfallen, habe geweint als alles aussichtslos schien und seine tragische Geschichte verfolgt. Selten hat mich eine Bücherfigur so berührt mit seiner Geschichte und seinem Charakter.
  • Jace Lightwood von den Chroniken der Unterwelt - Macho!? Oh ja und das glaubt man ziemlich lange. Jace ist mal wieder das Paradebeispiel für Männer mit dem weichen Kern, der einen fast verrückt macht damit. Auch wenn sein ewiges hin und her einen ganz schön ins schwindeln bringt, er ist einer der ganz großen Buchliebhaber von dreamer XD
  • Sirius Black von Harry Potter - So nun ist es passiert, ich habe mich geoutet. Der Gefangene von Askaban hat mich schon im zarten Alter von 13 berührt und in den Folgebänden habe ich ihn immer mehr lieben gelernt. So geheult wie in Teil 5 am Ende habe ich selten....
  • Neél von den Jennifer Benkau Duologie Dark Canopy&Destiny - Ganz leicht ist er zwar nicht schon gar nicht am Anfang, dennoch entwickelt sich Neél in Dark Canopy so stark, dass er irgendwann zu einem Charakter wurde, der mir glatt das Herz stehlen könnte.
  • Bones von (*miauuuu*) Cat und Bones - Heiß, heißer, Bones. Knallharter Kerl, der eine Frau dennoch bedingungslos liebt, komme was wolle. Mit seinen machosprüchen kam er bei mir so schnell nicht an, aber seine Taten sprachen für sich.
  • Perry von Veronica Rossis Romanen - Knallhart und teilweise grausam, sind die zwei Worte die Perry beschreiben, aber ebenso wie Neél verändert er sich im Laufe der Seiten so stark, dass man ihn am Ende von Teil 1 kaum wieder erkennt und ihn einfach lieben muss.
  • Peeta Mellark von Tribute von Panem - Egal was allllllle Anderen sagen ich mag Peeta und verabscheue Gale :P *lallalla* Ich kann nichts hören :P Mit seiner netten Art und seiner Naivität gibt er sich sehr verletzlich, wobei dahinter ein ganz schön harter Bursche steckt.
  •  Eric Northman von den Sookie Stackhouse Romanen - Mal ehrlich wer mochte Eric nicht, den heißen, etwas fiesen, aber in Teil 4 sehr knuffigen, Hühnen von einem Mann.
 Alles in allem wohl eher Männer mit harter Schale und weichem Kern :) Ich mags halt wenn Männer innen fluffig wie Gummibärli sind ;D

Und wer sind eure Top 10?
♥lich eure July

Half Bad: Das Dunkle in mir von Sally Green

 Gut oder Böse? Welche Rolle spielt das?

Erscheinungstermin: 31.März 2014

Eine ziemlich große, wenn man das Leben von Nathan betrachtet. Schon seit seiner Geburt wird er verfolgt, kontrolliert und untersucht und zwar von einem Rat aus weißen Hexen.
Jedes Jahr muss er sich einer Prüfung unterziehen und das nur weil er anders ist, nur weil er ein halbweiß und halbschwarzes Hexenkind ist. Wegen seines Vaters wird Nathan von fast jedem verstoßen, außer einigen seiner Familienmitglieder, doch es kommt die Zeit da muss er seinen Liebsten Lebewohl sagen, eine Zeit die für zwischenmenschliche Beziehungen keinen Platz hat, die Zeit seinen Vater zu suchen und seine wahre Gabe zu entdecken.
Doch seine Pläne hat er ohne den Rat gemacht, der seine Fänge mal wieder nach dem Jungen aussteckt, dem bisher nicht viel schönes wiederfuhr.


Meine Meinung
Ein halbguter, halbböser Hexer? Wie soll das denn gehen, habe ich mich gefragt als ich von dem Buch hörte. Tja ganz einfach zeigte es mir Sally Green mit ihrem Roman den ich oftmals sprachlos zuklappen musste. Wieso will ich euch hier erklären.

Das Cover ist irgendwie schaurig mit der roten Farbe, sie soll wohl das Blut symbolisieren, dass im Buch noch eine größere Rolle spielt. Auch der Titel passt hervorragend zum Inhalt, da hier oft von Halbblut die Rede ist. Der cbj Verlag hat sich beim Design sehr an das englische Original gehalten, wobei mir persönlich diesmal das Original nicht ganz so zusagt, weil es schon fast zu düster ist.

Der Schreibstil der Autorin kann sich sehen lassen, zwar war ich zu anfangs verwirrt über die Schreibweise, da sie uns mitten ins Geschehen wirft und sie zwischen 1. und 2. Person wechselt, allerdings löst sich die Verwirrung rasch auf und man erfährt mehr über Nathans Leben.
Sally Green zieht einen förmlich in das Buch und lässt einen, obwohl die Geschichte nicht unbedingt vor Spannung platzt, nicht mehr los.

Es liegt wohl an der Idee und Geschichte selbst, dass man das Buch oft nicht aus der Hand legen kann. Alleine die Idee eine Unterscheidung von weißen (guten) und schwarzen (bösen) Hexen zu machen, wobei die weißen die schwarzen allmählich ausrotten, ist hervorragend. Zwar wird dies in einigen anderen Büchern  auch gemacht, aber nicht auf so präzise Art und Weise, denn Nathan ist alleine durch die Tatsache, dass sein Vater ein schwarzer Magier ist ein Ausgestoßener und Geächteter. Die Behandlung die ihm zugedacht wird, ähnelt im Buch immer mehr der Art und Weise wie die Juden von den Nationalsozialisten behandelt wurden. Man darf nicht mit ihm Reden, jeder seiner Schritte wird überwacht, er wird eingesperrt, gebrandmarkt und verfolgt.

Tiefgang entwickelt sich hier von Seite zu Seite mehr. Angefangen von den wunderbaren und teilweise auch grausamen Charakteren die wir kennenlernen, bis hin zur Idee und Geschichte selbst.


Fazit
Ein scheinbarer Fantasyroman in dem eine Hexenjagd veranstaltet wird, die immer tiefer geht. "Half Bad: Das Dunkle in mir" (eng. "Half Bad") ist mehr als nur ein Fantasyroman und geht tiefer als man glaubt. Für diesen ersten Teil, der leider zu abrupt endet, gebe ich 4,5 von 5 Wölkchen.





Mein herzlicher Dank an den cbj Verlag für die tatkräftige Unterstützung.

Kleine Frau, was nun? von Rachel DeWoskin

Von kleinen Frauen und großen Katastrophen

Teenager sein ist nicht leicht, schon gar nicht wenn man noch dazu kleinwüchsig ist und gerade alles den Bach runtergeht.

Judys Leben liegt in Trümmern, sie hat sich in ein billiges Motelzimmer zurückgezogen und lebt seit Tagen abgeschottet von der Außenwelt. Sie erzählt uns ihre Geschichte und wie es dazu kam, dass sie in dieser Absteige haust.
Eines ist klar, als Kleinwüchsige an der Darcy Musikschule hat sie es schonmal nicht leicht, dann noch wahre Freunde zu finden und den Jungen zu beeindrucken in den man verknallt ist, grenzt schon fast an das Unfassbare. Doch irgendwie versucht die abgeklärte Judy alles zu meistern, leider hat sie dabei nicht gedacht, dass Jungendliche oft grausamer sind als gedacht.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich noch nichts von dem Buch gehört hatte, bevor ich es vom Verlag bekommen habe. Da ich aber Problembücher aller Art lese und auch noch nie etwas von einer Prota wie dieser gehört habe war ich neugierig und das zurecht wie ihr in den folgenden Absätzen lesen werdet.

Der allererste Blick aufs Cover sagt nicht viel aus. Man geht vielleicht von einem Roman aus dem Genre Chicklit aus, aber der Schein trügt hier, ebenso wie beim englischen Cover des Buches (eng. "Big Girl Small").

Was die Idee zu diesem Buch angeht bin ich fasziniert. Noch nie habe ich eine ähnliche Protagonistin erlebt und das will etwas heißen bei über 400 gelesenen Büchern. Rachel DeWoskin hat den Lesern hier den Einblick in das Leben einer Minderheit gegeben, von der man sonst nicht viel hört. Aber nicht nur dass, es ist außerdem eine Geschichte über das Leben der Musik- und Schauspielliebenden Judy, welches durch eine einzige dumme Tat ins Wanken gerät, wie es nur bei Teenagern sein kann.
Hier findet man nicht nur Humor, Freundschaft und Gefühle, sondern auch Dinge, die sonst kein Jugendbuch oder zumindest selten eines behandelt. Dinge wie der erste Einfluss von Alkohol, der erste Kontakt mit Marihuana im Teenageralter oder Sexting, sprich Themen die sonst entweder totgeschwiegen werden oder gleich in der Zeitung landen weil unsere heutige Jugend ja so "verkommen" ist. Ungeschminkt wird die Geschichte um Judy erzählt, die zu anfangs eher für die Dramalastigkeit der Jugendlichen gehalten wird, es aber mehr dahintersteckt als man glaubt.

Bei den Charakteren finden sich auch so manche Kuriositäten. Zum einen die sehr erwachsen wirkende Protagonistin, die unsicherer ist als man zu anfangs glaubt und den typischen Teenager mit seinen Problemchen verkörpert. Zum anderen Kyle, den coolen Kerl mit den verschlafenen Augen, dessen Charakter weit verkommener und sonderbarer ist als man zu anfangs glaubt und einige andere deren Leben wir jedoch nur streifen und von denen wir nicht so viel lesen.

Fazit
Nicht nur für zwischendurch geeignet. "Kleine Frau, was nun?" (eng. "Big Girl Small") glänzt durch Witz und Charm, stiehlt sich jedoch erst mit seiner ungeschminkten Art und Weise in die Herzen der Leser. Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen für einen tollen Jugendroman über eine kleine Frau.






Mein herzlicher Dank an den Piper Verlag für die Unterstützung mit diesem Buch.

Sieh mich an von Natasha Friend

Ist das Aussehen wirklich alles?

Lexi ist schön, sie war es schon immer, selbst als Kind. Jetzt als Teenager lebt sie ihr Leben mit ihrer allerbesten Freundin Taylor und ihrem Traumjungen Ryan. Ein jeder liebt sie, aber nur bis zu jenem Abend auf der Party in Taylors zu Hause.
Denn leider erwischt sie hier Taylor und Ryan inflagranti, betrinkt sich und fährt mit Jason mit, dessen Wagen gegen einen Baum kracht und sie mitten durch die Windschutzscheibe.
Sie wacht im Krankenhaus auf und alles ist auf einmal anders, sie ist anders, denn Lexi ist nun nicht mehr so makellos wie bisher. Als sie das Krankenhaus endlich wieder verlassen kann verkriecht sie sich und will nichts mehr mit der Außenwelt zu tun haben. Doch irgendwann kann sie sich nicht mehr verstecken und es bleibt ihr nur noch eine Wahl - sich hinter einer Maske zu verstecken oder der Welt die Stirn zu bieten.

Meine Meinung
Schon der Klappentext dieses Buches klang sehr interessant und machte mich sofort neugierig. Problembücher dieser Art waren schon seit meiner Teenagerzeit auf meinem Radar und sind nie verschwunden. In "Sieh mich an" (eng. "My Life in Black and White") fand ich was ich suchte und das Warum erkläre ich nur zu gerne.

Das Cover vom Carlsen Verlag ist sehr schlicht gehalten und dennoch sehr aussagekräftig. Ein hübsches junges Mädchen mit einem Makel zeigt sich hier, aber auch die englische Originalversion kann sich sehen lassen mit den schwarzen und weißen Symbolen, die allerdings nicht viel über das Buch aussagen.

Inhaltlich gibt es beinahe nichts zu meckern. Wie bereits oben beschrieben geht es um die schöne Lexi, die durch einen Unfall Narben davorträgt, die nicht nur äußerlich sind. Sie erfährt wie es ist nicht perfekt zu sein, etwas das sie in ihrem bisherigen Leben nie kannte. Mit einer überführsorglichen Mutter, die scheinbar nur ihre hübsche Tochter wieder will, einer ehemaligen besten Freundin die nicht einmal kämpft, einer Schwester die sich eigentlich nie darum scherte wie sie aussah und einem Ex der nicht mal hinsehen kann, beginnt Lexis Leben neu und vielleicht kann es sogar besser werden als bisher, doch das ist ein langer und schmerzhafter Weg, der einige Überraschungen beinhaltet.

Die Autorin versteht es mit ihrem Schreibstil zu faszinieren. Die Seiten gehen einem locker von der Hand und führen einen immer tiefer ins Geschehen. Zwar beschreibt sie Lexis Wandlung gut und man merkt auch wie sie sich verändert, aber teilweise geht das fast ein wenig schnell, wobei das natürlich nur Ansichtssache ist. Die Nachwirkungen eines solchen Unfalls gibt sich auf jeden Fall gut wieder und punktet damit mit Authentizität.

Auch mit den einzelnen Charakteren stiehlt sie sich ins Herzen der Leser, allem voran mit der Prota, die anfangs kaum auszuhalten ist, bis sie schließlich menschlich und "weich" wird, wie man sich eine Prota eben wünscht ;) Bei den Nebencharakteren gibt es jedoch auch einige tolle Entwicklungen, die nicht nur ihre Familie einschließen, nein auch "Freundinnen" und "Freunde" die ihr wahres Gesicht zeigen.

Fazit
Tolles Buch über ein Thema das jeden Tag beschäftigen kann. Ist Schönheit nur auf das Aussehen zu beziehen? Kann man auch mit Makeln schön sein? Dieses Buch lehrt uns, dass die Antwort auf die letzte Frage JA ist und zeigt die teilweise ungeschminkte Wahrheiten die man sonst gerne stillschweigt. Von mir gibt es 4,5 von 5 Wölkchen.





Ich freue mich, dass ich Buchbotschafter sein konnte :)